Der neue Opel Astra Kombi im Test

Praktisch & agil

Der neue Opel Astra Kombi im Test

Neue Generation des Sports Tourer ist endlich wieder richtig gut.

Opel hat mit dem Astra voll ins Schwarze getroffen. Zum einen wurde die neue Generation des kompakten unlängst zum Car of the Year 2016 gewählt, zum anderen geht er auch weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Das gilt nicht nur für den seit Herbst 2015 erhältlichen Fünftürer, sondern auch für den Kombi-Ableger, der seit Ende des Vorjahres bestellt werden kann und am 1. April 2016 zu den heimischen Händlern rollt. Pünktlich zum bevorstehenden Marktstart konnten wir den neuen Astra Sports Tourer testen.

Diashow: Fotos vom Opel Astra Sports Tourer (2015)

Plattform, Cockpit, Ausstattung und das Design bis zur A-Säule sind beim Fünftüruer und beim Kombi völlig identisch.

Der Sports Tourer verlängert die fließenden Seitenlinien des Fünftürers nach hinten. Dabei streckt die leicht zum Heck abfallende Dachlinie die Seitenansicht der Kombiversion gekonnt in die Länge.

Die Heckansicht wirkt aufgrund der ausgestellten hinteren Radhäuser und der geteilten Heckleuchten sehr breit. Die breite, weit nach unten reichende Heckklappe soll das Beladen erleichtern.

Erstmals bei einem Opel lässt sich der Kofferraum ohne Berührung oder Fernbedienung öffnen. In Kombination mit dem Schließ- und Startsystem „Keyless Open“ reicht beim neuen Astra ein...

...Fußkick unter dem hinteren Stoßfänger – und schon schwingt die Kofferraumklappe von selbst auf.

Um das Gepäckabteil bei Bedarf zu vergrößern, lässt sich die zweite Sitzreihe der neuen Generation auf Wunsch im Verhältnis 40:20:40 umklappen.

Darüber hinaus kann der Kompaktkombi bei umgeklappten Rücksitzlehnen nun bis zu 1.630 Liter Gepäck schultern.

Das modern gezeichnete Cockpit stammt 1:1 vom Fünftürer. Wie bei diesem hält IntelliLink in zwei neuen Varianten Einzug. Die jüngste Generation des Infotainmentsystems ist sowohl mit Apple CarPlay als auch mit Android Auto kompatibel.

Top-Diesel als kongenialer Partner
Kompakte Kombis haben bei Opel eine lange Tradition. Den Anfang machte im Jahr 1963 der Kadett A Caravan. Von diesem ist die jüngste Generation aber genauso weit entfernt, wie Wien von Sidney. Zuletzt betrug der Kombianteil beim Astra hierzulande 60 Prozent. Dementsprechend konsequent gingen die Ingenieur bei der Neuauflage, die sich die Plattform mit dem Fünftürer teilt, zu Werke. Für die ersten Schnupperkilometer am Rio Douro in Portugal stellten die Opelaner ein Exemplar mit dem neuen 1,6-Liter-Biturbo-Diesel mit Registeraufladung bereit - ihr ganzer Stolz. Fazit des 300-Kilometerritts-Ritts im Kurvenparadies: Egal ob auf Bergstraßen, im Nebel oder bei Regen – wir hatten nix zu meckern, aber auch schon gar nix. Kein Wunder, schließlich sorgt der erste Turbolader schon bei 1.500 Umdrehungen für ein Drehmoment von 350 Nm, bevor der zweite Turbo im oberen Drehzahlbereich nachlegt. Im fünften Gang zieht der 160 PS starke Kombi von 80 auf 120 km/h in 8,1 Sekunden. So werden Überholmanöver zum Kinderspiel. Die 220 km/h Spitze sind auch nicht von schlechten Eltern.

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Technisch auf Höhe der Zeit
Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Sports Tourer um knapp 190 Kilogramm leichter - das spart nicht nur Sprit, sondern sorgt auch für eine ungemeine Agilität und Leichtigkeit. Im Alltag ist es keine Kunst, den Verbrauch unter sechs Litern auf 100 km zu halten. Wer mit Spar- statt Gasfuß unterwegs ist, schafft auch eine vier vor dem Komma. Die restlichen Vorteile der neuen Generation kennen wir vom Fünftürer. Auf Wunsch gibt es Luxus-Features wie Matrix-LED-Scheinwerfer, eine Reihe an Assistenzsystemen, die dank aufwendiger Kamera (Opel Eye) hervorragend funktionieren sowie den Service-Assistenten OnStar, bei dem Mitarbeiter einer Telefonzentrale Navigationsziele ins Auto laden, über den Fahrzeugzustand Auskunft geben oder im Notfall die Rettung alarmieren und Hilfestellungen bieten. Aktuelle Smartphones werden via Apple CarPlay oder Android Auto ins Bordsystem integriert und können über den bis zu acht Zoll großen Touchscreen bedient werden.

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Praktikabilität
Beim Kombi stehen natürlich vor allem die praktischen Werte im Fokus. Und auch hier hat Opel seine Hausaufgaben erledigt. So lässt sich die Heckklappe gegen Aufpreis erstmals per Fußkick öffnen und schließen - ein echter Segen, wenn man mit vollen Händen aus dem Supermarkt kommt. Darüber hinaus wurde das Raumangebot bei gleichbleibender Außenlänge (4,70 Meter) deutlich verbessert. Bei umgelegten Sitzen gibt es jetzt satte 1.630 Liter Kofferraumvolumen und eine nahezu ebene Ladefläche. Das sind um 100 Liter mehr, als beim 20 Zentimeter längeren Insignia Sports Tourer. Damit liegt der Astra Sports Tourer auf dem Niveau von Konkurrenten wie Golf Variant (1.620) oder Octavia Combi (1.655 Liter). Vier Erwachsene kommen ebenfalls problemlos unter. Lediglich zu dritt wird es im Fond etwas eng.

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Kosten und Fazit
Preislich schießen die Rüsselsheimer auch nicht übers Ziel hinaus: Den 1,4-Benziner mit 100 PS gibt's ab 18.090 Euro, den billigsten Diesel (95 PS) ab 19.507 (Aktionspreis). Der getestete Astra mit Top-Diesel samt OnStar-System und Opel-Eye kommt auf 29.177 Euro. Ohne Extras, aber mit umfangreicher Serienausstattung ist er ab 26.990 Euro zu haben. Fazit: Wer einen praktischen Kompaktkombi sucht, der auch etwas Fahrspaß vermittelt und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat, ist beim Astra Sports Tourer an der richtigen Adresse. Ausruhen darf sich Opel auf den Lorbeeren jedoch nicht. Denn auch andere Mütter haben schöne und praktische Töchter. Das Segment der kompakten Kombis ist heiß umkämpft. Schön, dass hier nun auch wieder die Marke mit dem Blitz ganz vorne mitspielt.

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Technische Daten (1.6 Biturbo CDTi)
Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel; 1.598 ccm
Leistung: 160 PS; Drehmoment: 350 Nm
Normverbrauch: 4,2 Liter/100 Kilometer
Abmessungen: 4,70/1,87/1,51 m (L/B/H)
Kofferraum: 540 bis 1.630 Liter
Preis: ab 26.990 Euro (Ausstattung: Dynamic)

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Diashow: Fotos vom neuen Opel Astra (2015)

Die neue Leichtigkeit (bis zu -200kg) sieht man dem Astra an. Er steht nun deutlich durchtrainierter und straffer auf der Straße.

Die horizontal über dem Markenlogo verlaufende und die beiden Rückleuchten verbindende Kante dominiert das Heck.

Augenfälligstes Merkmal im Seitenverlauf zum Heck hin ist die unterbrochene C Säule, wodurch das Dach dort über der Karosserie zu schweben scheint.

An der Front geht die neu gestaltete, doppelte Grillspange optisch in die scharf gezeichneten (Matrix-)Scheinwerfer über.

Aus dieser Perspektive wirkt der neue Astra besonders dynamisch. So könnte auch ein kompakter BMW aussehen.

Innen führt der Astra eine neue Designgeneration bei Opel ein. Im Cockpit bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Optik und die Materialien wirken nun durchwegs hochwertiger.

Zudem dürfte die Bedienung intuitiver von der Hand gehen. Anstatt einer Knöpfe-Flut wird der Großteil der Funktionen über einen großen Farb-Touchscreen in der Mittelkonsole gesteuert.

Bei der Vernetzung setzt der Opel sogar neue Maßstäbe bei den Kompakten.