Nippon-Comeback

Der neue Suzuki Baleno im Test

Viel Platz, Ausstattung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Stärken.

Im Vorjahr wurde die Neuauflage des Baleno vorgestellt. Nun kommt der kompakte Suzuki, der zuletzt mehrere Jahre nicht angeboten wurde, in den Handel. Beim ersten Aufeinandertreffen im Freien, fällt auf, dass der Japaner auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär aussieht. Die Karosserie ist, sagen wir mal, nicht gerade sehr inspiriert geformt (siehe Fotos oben, Video unten). Dafür überzeugen vielmehr die inneren Qualitäten. Außerdem dürfte das schlichte Design nirgends anecken, was für Autos, die auf vielen unterschiedlichen Märkten angeboten werden, sehr wichtig ist.

Zwei Benziner
Die Motorenpalette ist mit zwei Benzinern überschaubar. Den Einstieg macht der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 90 PS. Kombiniert wird er entweder mit einem 5-Gang-Handschalter oder mit einem stufenlosen CVT-Getriebe. Eine Besonderheit für diesen Motor ist das optionale Mild-Hybrid-System. Dabei wird der Verbrenner für wenige Sekunden von einem E-Motor beim Anfahren unterstützt. Weiters ist der Baleno mit einem 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder erhältlich. Dieser neu entwickelte Boosterjet-Motor leistet 112 PS. Auf einen Diesel verzichtet Suzuki vollständig. Da in dieser Klasse aber ohnehin die meisten Käufer auf einen Ottomotor setzen, ist das nicht weiter schlimm. Das Basisaggregat reicht für den Alltagsbetrieb aus. Wer gerne mal flotter unterwegs ist, sollte aber unbedingt zur stärkeren Version greifen. Diese fährt dank einem maximalen Drehmoment von 170 Nm deutlich agiler und kommt auch dann nicht an ihre Grenzen, wenn vier Personen mit an Bord sind. Für den 112 PS starken Motor gibt es auf Wunsch eine 6-Gang-Automatik. Serienmäßig ist er ebenfalls an ein ordentlich zu schaltendes 5-Gang-Getriebe gekoppelt, bei dem die Schaltwege jedoch (in beiden Versionen) etwas kürzer ausfallen könnten. Das Fahrwerk ist eher auf Komfort ausgelegt. Dazu passt auch die etwas indirekte Lenkung, die jedoch ausreichend Rückmeldung bietet. Obwohl der Baleno in der schwächeren Version hinten nur Trommelbremsen hat, gibt es an der Bremsleistung nichts auszusetzen.

Viel Platz
Was ihm äußerlich fehlt, holt der nur 3,99 Meter lange Baleno im Inneren nach. Der Basiskofferraum fasst 355 Liter und somit mehr als jeder andere im B-Segment. Hier bieten klassische Kompakte wie Opel Astra oder VW Golf kaum mehr. Bei umgeklappten Rücklehnen stehen bis zu 1.085 Liter zur Verfügung. Darüber hinaus finden auch zwei Erwachsene im Fond locker Platz. Hier haben die japanischen Ingenieure wirklich das Maximum herausgeholt. Und da es das Auto nur als Fünftürer gibt, gelingt auch der Einstieg in den Fond stets ohne Verrenkungen.

Preise
Auch bei der Preisgestaltung übt sich Suzuki in Zurückhaltung. Los geht es bei 13.690 Euro für den handgeschalteten 1,2-Liter-Vierzylinder inklusive Klimaanlage und Radio. Technische Raffinessen wie ein adaptiver Tempomat, Xenon-Scheinwerfer und Navi-/Infotainment-System sind in der hohen "Flash"-Ausstattung ab 17.090 Euro dabei. Die Verarbeitung ist ordentlich. Die verbauten Materialien wirken teils etwas rustikal, passen aber zum Preisniveau. In Österreich erfolgt der Marktstart Mitte Mai. (hom/set)

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Technische Daten
Motoren: Zwei Benziner (3- und 4-Zylinder)
Leistung: 90 PS, 120 Nm (1,2 DJ), 112 PS, 170 Nm (1,0 DITC)
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 12,3 / 11 Sek.; Spitze: 175 bis 200 km/h
Verbrauch: ab 4,0 bis 4,9 Liter auf 100 km
Gewicht: ab 873 Kilogramm
Abmessungen: 3,99 x 1,74 x 1,47 Meter (L x B x H); Radstand: 2,52 Meter
Kofferraum: 355 bis 1.085 Liter
Basispreis: 13.690 Euro

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