Der neue Toyota Hilux 3.0 D-4D im Test

Pick-up mit Kultstatus

Der neue Toyota Hilux 3.0 D-4D im Test

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Das Arbeitstier macht nun auch am Lifestyle-Pflaster eine gute Figur.

Dieser Pick-up ist Kult: Über 13 Millionen Mal wurde der seit 1968 produzierte Toyota Hilux bislang verkauft. Mittlerweile ist schon die sechste Generation auf dem Markt. Unkaputtbar -das ist eines der Attribute, die dem japanischen Pick-up anhaften. Im Test der britischen TV-Show Top Gear explodierte unter ihm ein Hochhaus, der Hilux konnte danach trotzdem weiterfahren. Er wurde im Meer geflutet, mit einer Abrissbirne attackiert - beide Male war er nach simplen Handgriffen wieder fahrbereit. Seine robusten Qualitäten haben Toyota jedoch auch negative Presse beschert, schließlich tauchte der Hilux immer wieder bei diversen Konfliktsituationen als leichtes Infanterie-Fahrzeug auf. Zuletzt gelang es damit etwa den libyschen Rebellen, ihren Diktator zu stürzen, auch Osama Bin Laden posierte im TV vor seinem Toyota-Fuhrpark.

Fotos vom Test des Toyota Hilux 3.0 D-4D

Die neue Front des Hilux ist massiver und athletischer.

Dank zuschaltbaren Allrads und Geländereduktion ist der Hilux nach wie vor ein Offroad-Profi.

Mehr Platz, bessere Materialien und mehr Komfort im Cockpit. Einzig der Seitenhalt ist verbesserungswürdig

Ausladende radkästen und 5,25 Meter Länge verschaffen dem Hilux einen großen Auftritt. Lediglich die 17-Zoll-Alufelgen wirken etwas verloren.

Auf die Ladefläche dürfen bis zu 720 kg geladen werden - bei Maßen von 1,545 x 1,515 (L x B in m).

Hilux wildert im Lifestyle-Revier
Doch auch abseits widrigster Bedingungen hat der Hilux seine Stärken. In der nunmehr sechsten Generation glänzt er - wie seine Hauptkonkurrenten ( Amorak , Ranger , etc.) - nun auch in puncto Effizienz und Komfort. Wir haben das aktuelle Topmodell mit 171 PS, Doppelkabine und 5-Gang-Automatik getestet. Der erste Eindruck: überragend! Mit seiner Länge von 5,25 Metern ist der Hilux eine wuchtige Erscheinung, zu der auch die athletischere Front und das markantere Heck beitragen. Doch auch im bislang spartanisch gestalteten Innenraum hat sich der Hilux rausgeputzt: mehr Platz, hochwertigere Materialien. In der City-Version sind u. a. 6,1-Zoll-Touchscreen und Rückfahrkamera inkludiert. Aus dem robusten Arbeitstier wird ein Lifestyle-Pick-up.

On-und Offroad bietet souveränes Fahren
Der 3.0-Liter-Dieselmotor verfügt über 171 PS und bärenstarke 360 Nm bei 1.400 bis 3.200 U/Min -kombiniert mit einem dezenten Automatik-Getriebe. Ausgerollt über ein nun auch straßenoptimiertes Fahrwerk - ein echter King of the road! Das urige Drehmoment beruhigt Fahrer und Fahrstil gleichermaßen, und sorgt damit im Autobahneinsatz auch für weniger Verbrauch: 8,3 Liter auf 100 km. Dem stehen freilich immer noch 227 g/km CO2-Emissionen gegenüber, ein echter Saubermann ist der Hilux immer noch nicht. Doch im Offroad-Einsatz zeigt sich auch warum: Auch die neueste Generation bleibt seinen Genen treu, agiert dank zuschaltbarem Allrad und Geländereduktion in seinem natürlichen Revier souverän. Je schlechter die Straße, desto wohler fühlt sich der Hilux. (grg)

Noch mehr Infos über Toyota finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten
Motor: 3.0-Liter-Diesel mit 171 PS und 360 Nm
Abmessungen: 5,260 x 1,835 x 1,860 (L x B x H in m), Gewicht: 1.980 kg
Verbrauch: 8,3 Liter Diesel auf 100 km (227g CO2/km)
Preis:  37.320 Euro (Einstieg ab 26.820 Euro)

Fotos vom Test des Toyota Hilux 3.0 D-4D

Die neue Front des Hilux ist massiver und athletischer.

Dank zuschaltbaren Allrads und Geländereduktion ist der Hilux nach wie vor ein Offroad-Profi.

Mehr Platz, bessere Materialien und mehr Komfort im Cockpit. Einzig der Seitenhalt ist verbesserungswürdig

Ausladende radkästen und 5,25 Meter Länge verschaffen dem Hilux einen großen Auftritt. Lediglich die 17-Zoll-Alufelgen wirken etwas verloren.

Auf die Ladefläche dürfen bis zu 720 kg geladen werden - bei Maßen von 1,545 x 1,515 (L x B in m).

Fotos vom Test des Ford Ranger (2012)

Optisch macht die Neuauflage ziemlich was her. Trotz einiger Rundungen wird auf den ersten Blick klar, dass das Fahrzeug einiges zu bieten hat und kein Softy ist.

Besonders gut gelungen wirkt die Frontpartie mit den massigen Chromstreben und den relativ schmalen Scheinwerfern. Trittbretter und Spiegelgehäuse im Chrom-Look passen gut zum "Ami".

Bei der Heckgestaltung haben Pick-up-Designer nicht allzu viel Spielraum. Die Klarglasleuchten und der Chromstoßfänger wirken aber ebenfalls gelungen.

Lediglich die serienmäßigen 17-Zöller gehen in den mächtigen Radhäusern etwas unter. Dafür sorgen sie für tolle Geländeeigenschaften.

Je höher die Beladung ausfällt, umso größer wird der Federungskomfort. Apropos Beladung: Auf der großen Ladefläche finden Europaletten problemlos Platz. Maximal...

...dürfen 970 kg zugeladen werden. Die Anhängelast beträgt stolze 3.350 kg.

Innen kommt der Lifestyle-Charakter der Limited-Version am deutlichsten zum Ausdruck. Einmal Platz genommen fühlt man sich auf Anhieb wohl.

Das Cockpit ist adrett gestaltet und die Serienausstattung lässt kaum Wünsche offen. Bis auf ein Navigationssystem und der Metalliclack ist alles mit an Bord.

In der Mittelkonsole lassen sich die wichtigsten Funktionen mit einem großen Steuerkreuz bedienen. Das zugehörige 4,2-Zoll große Info-Display liegt ideal im Blickfeld.

Das Platzangebot ist für fünf Passagiere ordentlich. Im Fond...

...wird es lediglich auf dem Mittelplatz etwas eng.

Bilder vom Test des VW Amarok

5,25 Meter lang und fast zwei Meter breit, der Amarok ist doppelt so lang wie ein Smart.

Ein Nutzfahrzeug, das neben Komfort auch noch Geländegängigkeit vorweisen kann.

Die Lackierung "Mendozabraun metallic" steht ihm gut.

Mit dem permanenten Allrad und der großzügigen Bodenfreiheit sind dem Amorak kaum Grenzen gesetzt.

Bis zu 862 kg konnte unser Testmodell zuladen, in der größeren Ausführung bis zu 1.147 kg.

Eine Europapalette passt quer auf die 2,52 m² große Ladefläche – eine Seltenheit.

Die weit ausgestellten Radhäuser verleihen dem Amorak eine gewisse Rustikalität.

Erhöhte Sitzposition und die komfortablen Ledersitze „Vienna“ – gehobenes Fahren à la Volkswagen.

Die Sitze sind sehr komfortabel und bieten einen überraschend guten Seitenhalt.