Der Millionentransporter

Der neue VW T6 (Bulli) im Test

In Österreich ist die sechste Generation ab sofort bestellbar.

Kurz nachdem VW den Bestellstart für den neuen T6 (Bulli) gestartet hat , konnten wir die mittlerweile sechste Generation des Bus der Busse fahren. Auch wenn es sich eher um ein großes Facelift des T5 handelt, wartet der neue Bulli mit aktueller Technik, mehr Komfort und sparsameren Motoren auf. Bei der Vorstellung in Kopenhagen zeigte sich, dass der Entwicklungsvorstand von VW Nutzfahrzeuge, eigentlich ein eloquenter Mann ist. Doch die Frage, die wir bei der Präsentation des neuen T6 an ihn richteten, ließ ihn allerdings erst mal verstummen: Wie viele verschiedene Variationen gibt es vom T6? Nachrechnen ist sinnlos, also behalf er sich mit einer Schätzung: zwischen 10 und 14 Millionen! Das wiederum ließ uns verstummen.

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Das zweifarbige Sondermodell "Generation Six" sieht besonders cool aus.

Kultbus mit „Will-haben-Effekt“
Wir werden das jetzt nicht durchexerzieren, sondern konzentrieren uns auf die von uns getestete Variante: Den Multivan Comfortline mit 150 PS starkem 2.0 TDI mit 4Motion-Antrieb. Preis: jenseits der 60.000 Euro. Dass er teuer ist, der VW-Bus, ist seit mittlerweile sechs Generationen bekannt und Allgemeingut. Allerdings ebenso, dass er den ultimativen Transporter darstellt. Kein anderes Fahrzeug dieser Gattung hat es geschafft, eine Begehrlichkeit zu entwickeln, die man ansonsten nur Sportwagen beimisst. Die aktuelle Mercedes V-Klasse ist zwar auf einen guten Weg dorthin, am Ziel angekommen, ist sie aber noch nicht.

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Vorne trägt nun auch der Bulli die aktuelle VW-Nase.

Mit kleinen Änderungen deutlich frischere Optik
Punkto Optik haben es die VW-Designer geschafft, dem T6 mittels weniger Pinselstriche einen deutlich frischeren Auftritt zu verschaffen. Sehr gut zu Gesicht steht dem T6 die zweifarbige Lackierung des Sondermodells "Generation Six", als Reminiszenz an die Nummer 1 aus den 50ern. Die weiter nach unten reichende Nase setzt nun auf das aktuelle VW-Gesicht mit horizontalen Linien und schmalen Scheinwerfern. Hinten verraten die neu gezeichneten Leuchten und die überarbeitete Heckklappe den T6.

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Das Multimediasystem wird über einen Touchscreen bedient.

Auch innen vieles neu
Das Innenleben wurde komplett neu adaptiert. Das fängt beim - sowohl was Optik als auch Bedienbarkeit betrifft - noch Pkw-ähnlicheren Armaturenträger an und endet längst nicht bei den bis in die letzte Reihe deutlich bequemeren Sitzen. Ein gründliches Update erfuhr das Fahrwerk, das sehr kommod ausgerichtet ist und jetzt auch mit adaptiver Dämpfereinstellung (DCC) zu ordern ist. Zudem ist der Bulli auch in Sachen Multimedia am neuesten Stand. Auf Wunsch koppelt sich der Bus mit allen gängigen Smartphones.

>>>Nachlesen: Alle Preis und Ausstattungen vom VW T6

Motoren
Die goldene Mitte der neuen Motoren ist der von uns getestete 2.0 TDI mit 150 PS - laufruhig, antrittsstark, sparsam. Den Diesel gibt es ab Marktstart weiters noch mit 84,102 und 204 PS. Der 2.0 TSI leistet 150 oder 204 PS. Alle Motoren erfüllen die Euro 6 Norm und gehen nun sparsamer zu Werke.

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Verfügbarkeit und Preise
In diesen Tagen rollt der neue Bulli zu den heimischen Händlern. Preislich startet die neue T-Reihe mit dem Kastenwagen Entry 2.0 TDI 84 PS bei 19.950 Euro netto  bzw. 23.940 Euro brutto. Die Preise für den Multivan starten bei 35.990 Euro. Die Grenze nach oben ist relativ offen. Christian Zacharnik

Die wichtigsten Einstiegspreise im Überblick

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Technische Daten
Motoren: 2,0 TDI und 2.0 TSI
Leistungsspektrum: von 84 bis 204 PS
Verbrauch: ab 6,0 l/100 km
Abmessungen: 5,06/2,3/1,97 m (L/B/H)
Zuladung: maximal 987 kg

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