Fiat 500 Abarth

Wölfchen im Schafspelz

GoCart-Feeling auf Italienisch - Die aufgeborte Hardcore-Version des Fiat 500 im Test.

Jetzt nur ja nicht im Ton vergreifen: Das beim Anblick des zahmen Fiat 500 übliche „süüߓ oder „herzig“ ist bei seiner Abarth-Version mehr als unangebracht. Der kleine Turiner mit dem Skorpion als Wappentier ist dem Kindchenschema entwachsen und zeigt angriffslustig seinen giftigen Stachel.

Des kleinen Spinnentieres hochpotentes Toxin: Ein turbogeladener 1,4-Liter-Benziner mit 136 PS. Den Spurt auf 100 schafft er in 7,9 Sekunden. Der Weg dorthin führt über ein maximales Drehmoment von 206 Newtonmeter.

Leichtfüßiger Fahrspaß

So viel zum trockenen Zahlenmaterial. In der Praxis offenbart sich im Fiat 500 Abarth waschechtes Gokart-Feeling: Direkte Lenkung, knackiges 5-Gang-Getriebe und ein brettlhartes Sportfahrwerk sind die Ingredienzien dafür. Pflicht, um die dem kleinen Racer innewohnende Performance in vollem Umfang abrufen zu können, ist der Druck auf den Sport-Knopf. Dann wird ein Overboost generiert, der das bereits zitierte Drehmoment frei lässt. 6,5 Liter Sprit schießen im Schnitt durch die Eingeweide der Rennsemmel - allerdings nur dann, wenn man ihn sehr vorsichtig bewegt.

Vermutungen, der Mini-Sportler ist mit alldem, vor allem auf nasser Straße, heillos überfordert, sind unbegründet: Wie auf den viel zitierten Schienen zieht das Wägelchen rasant um enge Kurven. Ausschlaggebend dafür ist nicht zuletzt die Torque Transfer Control (TTC), die den 500 mittels verbesserter Übertragung des Drehmoments auf die Vorderräder in der Spur hält.

Fazit
Nicht nur optisch ist der Fiat 500 eine absolut runde Sache. Der Preis von 18.590 Euro ist gerechtfertigt.

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