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Hybrid-Riese

Porsche Cayenne S Hybrid im Kurz-Check

Am 8. Mai kommt die zweite Generation des Porsche Cayenne in Österreich auf den Markt. Wir konnten nun vorab die Hybrid-Version kurz testen.

Weltpremiere feierte der Premium-SUV im Rahmen des Genfer Automobilsalons (4. - 14. März). Sein Plattformbruder VW Touareg wurde zur selben Zeit präsentiert. Nun steht die Markteinführung des sportlichen Geländegängers kurz bevor.


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Leichter, stärker und sparsamer

Am 8. Mai feiert einer der wohl spektakulärste SUV des Jahres seine Österreich-Premiere. Der neue Porsche Cayenne S Hybrid verbraucht dank intelligenter Antriebstechnik um bis zu 23 Prozent weniger Sprit als sein Elektromotor-loser Vorgänger. Seine 380 PS Gesamtsystemleistung sorgen in Kombination mit dem Allradantrieb und der seidenweich schaltenden Achtstufenautomatik für standesgemäßen Antrieb. In beinahe spielerischen 6,5 Sekunden beschleunigt der 2,2 Tonnen Koloss von 0 auf 100 und bietet eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h. Trotz der größeren Abmessungen (Länge und Breite) wirkt das Auto viel schlanker und sportlicher als sein Vorgänger. Hierfür zeigen sich vor allem die niedrigere Höhe und die gestrafften Proportionen verantwortlich. Des Weiteren wurde nun auch das neue Frontdesign besser an das Familien-Design angepasst. Hier sieht man nun auf den ersten Blick, dass es sich bei dem Auto um eine Porsche handelt. Beim Heckdesign müssen sich die Zuffenhausener jedoch ziemlich viel Kritik gefallen lassen. Denn die Rückleuchten könnten auch einen koreanischen oder asiatischen SUV entstammen. Doch China und Indien sind wichtige Absatzmärkte und deshalb musste Porsche diesen Kompromiss eingehen. Im Schnitt konnte Porsche das Gewicht bei den einzelnen Varianten um rund 200 kg reduzieren. Beim Hybrid wird die Ersparnis durch die aufwendige Technik (E-Motor und schwere Batterien) jedoch wieder ausgeglichen.


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Fahreindruck/Verbrauch
Rein elektrisch fährt der Cayenne S Hybrid nur, wenn man das Gaspedal wirklich streichelt. Ein kleiner Druck genügt und der kompressorgeladene V6 (333 PS) wird aus dem Schlaf geweckt. Im Stadtverkehr ist das Einsparpotenzial also am größten. Hier spielt auch die Start-/Stopp-Automatik ihre Vorzüge voll aus. Auf der Autobahn spart der Hybrid eigentlich nur beim sogenannten "Segeln". Geht der Fahrer vom Gas schaltet sich nämlich der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h automatisch ab. Das kann sonst nur noch der baugleiche Touareg. Die Werksangabe liegt bei 8,2 Liter pro 100 km. Wer sparsam fährt kann tatsächlich eine 9 vor dem Komma erreichen. Bei normaler Fahrweise laufen dann aber doch zwischen 11 und 12 Liter durch die Einspritzdüsen. Im Vergleich zum Vorgänger und ähnlich starken SUVs ist das dennoch ein echter Fortschritt. Dennoch ist die Dieselversion (240 PS) deutlich wirtschaftlicher. Zunächst spart der Käufer bei der Anschaffung rund 20.000 Euro und dann liegt auch noch der Praxis-Verbrauch (und der Dieselpreis) deutlich unter dem Hybridmodell.


Die Preise für die neuen Modelle betragen in Österreich
Cayenne (Handschalter)                         69.350 Euro
Cayenne Tiptronic                                  70.700 Euro
Cayenne Diesel Tiptronic                        69.700 Euro
Cayenne S Tiptronic                               88.600 Euro
Cayenne S Hybrid Tiptronic                     89.400 Euro
Cayenne Turbo                                     140.000 Euro