Gute Alternative

Hyundai i40 1,7 CRDi mit 136 PS im Test

Neuer Koreaner wird Passat, Mondeo und Insignia das Leben schwerer machen.

Egal wie die Wirtschaftslage gerade aussieht - Kombis haben immer Konjunktur. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Hyundai in Sachen Mittelklasse-Kombis ein Angebot entwickelte, um dem Mitbewerb Familienväter, Firmenflotten und Leihwagenfirmen abspenstig zu machen. Als Ergebnis kam der i40 heraus, der sich technisch, optisch und preislich nicht verstecken braucht.

Abmessungen
Mit einer Länge von 4,77 Metern hat der Korea-Kombi ein sehr ähnliches Format wie der aktuelle VW Passat Variant , auch das Kofferraumvolumen mit bis zu 1.719 Liter ist ansprechend -der i40 orientiert sich also an den Großen seiner Zunft. Dazu zählen auch der Ford Mondeo und der Opel Insignia . Die Fondlehnen sind kinderleicht umzulegen und dank der niedrigen Ladekante und der breiten Öffnung, gibt sich der i40 auch bei der Beladung keine Blöße.

Diashow: Fotos vom Hyundai i40 Kombi

Fotos vom Hyundai i40 Kombi

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    Von außen gibt sich der Koreaner chic. Die Silhouette wirkt dynamisch, Dachspoiler und Dachreling unterstreichen den sportlichen Look.

    Platzangebot
    Innen fällt dann vor allem eines auf: Es gibt unheimlich viel Platz! Beine ausstrecken, im Heck herumlümmeln -alles ganz locker machbar. Auch genügend Ablagen sind mit an Bord. Die Materialien wirken ansprechend und an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

    Fahrverhalten
    Beim Losfahren verwundert es dann irgendwie, wie ruhig und leichtgängig sich dieses große Teil bewegt. Die Mega-Beschleunigungsleistung ist nicht unbedingt vorhanden, wird aber auch nicht wirklich erwartet. Für Überholvorgänge bietet der 136 PS starke Diesel aber immer genügend Reserven. Das Sechsgang-Getriebe ist leichtgängig zu schalten. Optional gibt es eine Sechsstufenautomatik. Den ambitionierten Normverbrauch von 4,5 Litern auf 100 km haben wir zwar nicht erreicht, aber aufgrund der Größe und des Gewichts gehen auch die 5,8 Liter Testverbrauch in Ordnung.

    Was zählt, sind Komfort und Sicherheit. Komfort vermittelt als erstes die Einparkhilfe, wenn man die Maße des Koreaners noch nicht ganz überblickt hat. Klimaanlage, Mittelarmlehne und Multifunktionslenkrad sind zwar inzwischen beinahe Standard, aber nichtsdestotrotz angenehm. Das serienmäßige MP3-Radio inklusive Bluetooth kostet bei den Gegnern jedoch schon Aufpreis. Sicher fühlt man sich in einem solchen "Schiff", das unaufgeregt dahingleitet und sämtliche Straßenunebenheiten schluckt, allemal. Bei der Abstimmung des Fahrwerks ist den Ingenieuren wirklich ein guter Kompromiss aus Komfort uns Sportlichkeit gelungen. Natürlich sind auch alle elektronischen Fahrhilfen und sieben Airbags immer mit an Bord.

    Vernünftig, doch keinesfalls langweilig
    Insgesamt kann man sagen, dass Hyundais Kombi-Debüt gut gelungen ist. Die einzigen Kritikpunkte waren die etwas gefühllose Lenkung und die sehr hohe Sitzposition. An beides kann man sich jedoch schnell gewöhnen - die Klassenbesten können das aber besser. Der i40 beweist eindrucksvoll, dass auch ein "vernünftiges" Auto durchaus stylisch sein kann. Und mit einem Preis ab 24.990 bremst er die Konkurrenz doch weitgehend aus. Überhaupt wenn man die wirklich gute Basismitgift berücksichtigt. (pre/set)

    Noch mehr Infos über Hyundai finden Sie in unserem Marken-Channel.

    Technische Daten
    1,7-l-Vierzylinder Diesel mit 136 PS und 325 Nm Drehmoment
    Fahrleistungen: 0-100 km/h in 10,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h.
    Abmessungen: 4,70 x 1,815 x 1,47 m (LxBxH); Leergewicht: 1.648 kg
    Normverbrauch: 4,5 Liter auf 100 km
    Preis: ab 24.990 Euro