Land Rover Freelander

Der 2,2 TD4_e im Test

Der kleine SUV ist der erste seiner Art der über eine Start-Stopp Automatik verfügt und daher vor allem im Stadtverkehr die Ressourcen schont.

Der kleine SUV ist der erste seiner Art der über eine Start-Stopp Automatik verfügt und daher vor allem im Stadtverkehr die Ressourcen schont.

Diashow:

Bilder: Hersteller

Da die beliebten SUVs viel öfter in der Stadt als im Gelände anzutreffen sind, lohnt sich eine Start-Stopp Automatik auch für diese Fahrzeugkategorie eindeutig. In Kombination mit einem kleinen Dieselmotor und der Schaltanzeige lassen sich trotz beinahe 2 Tonnen Leergewicht ansehnliche Verbrauchswerte erzielen. 

Technik
Mit der Einführung der neuen Spritspartechnik realisiert Land Rover sein bisher sparsamstes Modell. Ein Normverbrauch von 6,7 Liter (minus 0,8 Liter zur Version ohne Start-Stopp System) sind in dieser Klasse ein hervorragender Wert und obwohl der Freelander im Test gut 1,5 Liter mehr konsumierte, gehen auch die 8,3 Liter Testverbrauch durchaus in Ordnung. Ab sofort gibt es den 152 PS Diesel ohnehin nur mehr mit dem Start-Stopp System. Der Einstiegspreis blieb mit 29.900 Euro auf dem Niveau des „Vorgängers“. Für die gut ausgestattete SE-Version unseres Testwagens muss man knapp 42.400 Euro berappen. Wählt man die Automatik-Version muss man auf die hervorragend funktionierende Spritspartechnik verzichten. Nachdem sich der Motor beim Anhalten automatisch abstellt, herrscht eine ungeahnte Ruhe, die man nicht mehr missen möchte. Per Knopfdruck kann man das System auch deaktivieren.
 

Fahren

Hat man die Fuhre einmal in Schwung gebracht, reichen die Fahrleistungen in jeder Lebenslage aus. Bei Überhohlmanövern muss man zwar öfters einen Gang zurück schalten, da das Getriebe jedoch sehr gut zu bedienen ist und der Motor auch bei höheren Drehzahlen sehr dezent bleibt, ist das nicht unbedingt ein Nachteil. Einen solchen findet man in der markanten Anfahrschwäche aufgrund des deutlich spürbaren Turbolochs. So kann es bei den ersten Ausfahrten vermehrt zum Abwürgen des Motors kommen. Die Lenkung ist äußerst leichtgängig, bietet aber genügend Rückmeldung. In zu schnell gefahrenen Kurven bremst das ESP ein nach außen drängendes Heck spürbar ein. Die Bremsen erfüllen ihre Zwecke auch nach mehreren Einsätzen hintereinander ohne zu mucken. Bei der Fahrwerksabstimmung stand eindeutig der Komfort im Vordergrund – eine positive Entscheidung im Vergleich zu manchen Konkurrenten aus Deutschland. Mit dem Terrain-Response System stellt der Landy im Gelände seine Konkurrenz in den Schatten (Watttiefe 0,5 m). Die vier wählbaren vordefinierten Modi (Sand, Schnee, etc) mit automatischer Abstimmung erleichtern Fahrten im gröberen Terrain eindeutig. Otto-Normalverbraucher werden die Offroad-Leistungen des Freelander nicht an die Grenzen bringen können. Traktionsmängel sind ihm völlig fremd. 
 

Innenraum/Platzverhältnisse

Fünf Personen reisen dank der großzügigen Platzverhältnisse auch über eine längere Zeit äußerst komfortabel. Die eingesetzten Materialien sind großteils hochwertig und an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Das Cockpit-Design ist eine Mischung aus Tradition und Moderne und die Schalter geben keine Bedienungsrätsel auf. Mit einem Kofferraumvolumen von 755 – 1670 Liter setzt der Freelander in seiner Klasse Maßstäbe. Einzig die 80 Zentimeter hohe Ladekante wirkt sich negativ auf die Bandscheiben des Fahrers aus. Dank des kantigen Designs ist die Karosserie sehr übersichtlich und Einparken wird schon fast zum Kinderspiel. Beim SE ist die Serienausstattung ziemlich komplett (Klimaautomatik, CD-Radio, 17-Zoll Alureder, Leder/Alcantara Polsterung, Tempomat, Multifunktionslenkrad, klappbare Außenspiegel, Einparkhilfe, Licht und Regensensor etc.). Sicherheitstechnisch gibt sich Land Rover ebenfalls keine Blöße und liefert alle gängigen Fahrhilfen (inkl. Bergabfahrkontrolle) und passiven Sicherheitsfeatures (Knieairbag) serienmäßig mit. Dass man aber eine dritte Kopfstütze im Fond extra bezahlen muss (55 Euro), ist ziemlich kleinlich.
 

Technische Daten

2,2l Vierzylinder mit 152 PS, max. Drehmoment von 400 Nm
Fahrleistungen: 0-100 km/h in 11,7 Sekunden, Spitze: 181 km/h
Abmessungen L/B/H: 4500/1910/1740 mm;
Radstand: 2660 mm
Kofferraumvolumen: 755-1670 Liter; Leergewicht: 1980 kg
Normverbrauch: 6,7l auf 100 km/179g CO2/km
Preis: ab 29.990 Euro; SE ab 41.329 Euro