Mazda MX-5 in der 160 PS Version im Test

Turnschuh auf Rädern

Mazda MX-5 in der 160 PS Version im Test

Jüngste Generation des Kult-Roadsters besinnt sich auf ihre Wurzeln zurück.

Mit dem MX-5 beweist Mazda seit über 25 Jahren, dass sich Fahrspaß und leistbare Preise nicht ausschließen müssen. Die Fans des Kultroadsters bedanken sich dafür mit Loyalität und Treue. Mittlerweile hat der MX-5 als erster Roadster der Welt die Millionen-Marke geknackt - wohl ein Rekord für die Ewigkeit.

© Christian Zacharnik
Knackiges Heck mit vom Jaguar F-Type inspirierten Rückleuchten.

Fahrspaß ohne Ende

In der jüngsten Generation besinnt sich der offene Zweisitzer auf seine Wurzeln zurück. Er ist nur 3,91m lang und bringt gerade einmal eine Tonne auf die Waage. Wenn diese Ausgangsbasis wie in unserem Testwagen auf den stärkeren der beiden Motoren trifft, ist Fahrspaß ohne Ende garantiert. Der 2,0l-Sauger giert geradezu nach Drehzahlen, bringt seine 160 PS über die Hinterräder auf die Straße und bildet mit dem knackigen 6-Gang-Getriebe ein kongeniales Duo. 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 213 km/h Spitze mögen am Stammtisch zwar niemanden vom Hocker reißen, doch wie diese Werte in die Tat umgesetzt werden, ist schon fast sensationell. Kurven lassen sich über die ausgestellten vorderen Radhäuser perfekt anpeilen und selbst mit aktiviertem ESP erlaubt der offene Sportler leichte Heckschwenks. Die 0,5-Liter mehr Hubraum und 30 Zusatz-PS gegenüber dem Basismodell machen sich vor allem bei kurvigen Bergaufpassagen bemerkbar. Hier hat das Top-Modell doch deutlich mehr Schmalz.

© Christian Zacharnik
Das Cockpit des MX-5 passt wie ein perfekt geschnürter Turnschuh.

Mensch und Maschine bilden eine Einheit

Fahrer und Auto bilden beinahe eine Einheit. Lenkrad, Pedalerie und Schalthebel scheinen mit den Händen und Füßen zu verschmelzen. Wenn man in den MX-5 einsteigt, fühlt es sich an, als ob man in einen perfekt sitzenden Turnschuh schlüpft. Das knappe und leichte Stoffverdeck ist ohnehin ein Gedicht. Das manuelle Öffnen und Schließen gelingt mit einer Hand und dauert keine fünf Sekunden. Kleine Kritikpunkte wie das fehlende Handschuhfach und die etwas (zu) leise Freisprecheinrichtung macht der Mazda mit seiner opulenten Ausstattung – bei der 160 PS Version ist die Linie „Revolution“ obligat, einem absperrbaren Fach zwischen den Sitzen sowie einen alltagstauchglichen Kofferraum wett. Letzter reicht mit seinen 130 Litern für den Wochenendtrip zu zweit locker aus.

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Echtes Schnäppchen

Dass die Top-Version inklusive Leder, Navigationssystem und LED-Scheinwerfer dann vergleichsweise bescheidene 32.690 Euro kostet, ist dann nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Danke, Mazda!

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Technische Daten

2,0-Liter-Vierzylinder Saugbenziner mit 160 PS und 200 Nm
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,3 Sekunden; Spitze: 213 km/h
Leergewicht: 1.015 Kilogramm
Abmessungen: 3,91 x 1,73 x 1,23 (L x B x H in Meter)
Kofferraum: 130 Liter (offen und geschlossen)
Normverbrauch: 6,6 Liter auf 100 km; Test: 7,4 Liter/100km
Preis: ab 32.690 Euro (160 PS Version)

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