Mitsubishi i-MiEV

Verkauf des ersten Serienelektroautos gestartet

Der Autobauer Mitsubishi hat am Mittwoch sein neues Elektroauto endgültig vorgestellt. Der i-MIEV ist das weltweit erste in Großserie gebaute Elektro-Fahrzeug. Wir haben den i-MiEV bereits getestet.

Der i-MiEV wird in Japan ab sofort verkauft und soll voraussichtlich Ende 2010 auch in Europa (dann allerdings als Linkslenker) erhältlich sein. Der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer hat einen Elektromotor mit einer Leistung von 47 Kilowatt beziehungsweise 64 PS. Der Autobauer will den Wagen in den kommenden Wochen auch an zahlreichen Standorten in Deutschland zeigen. 

Nach Herstellerangaben kann der 1.100 Kilogramm schwere Wagen mit einer Batterieladung 144 Kilometer weit und bis zu 130 Stundenkilometer schnell fahren. Die Batterie könne innerhalb von sieben Stunden an jeder Haushaltssteckdose geladen werden, eine Schnellladung an einer speziellen Ladestation soll etwa eine halbe Stunde dauern. Wie viel das Fahrzeug in Österreich kosten wird, konnte das Unternehmen zunächst nicht sagen. In Japan kostet der Wagen umgerechnet etwa 34.000 Euro. Dort gibt es aber eine ordentliche staatliche Förderung, welche den Anschaffungspreis erheblich senkt.


Hier können Sie den Testbericht zum i-Miev lesen:

Ein Auspuff fehlt
Sonst unterscheidet den Mitsubishi i MiEV äußerlich nichts von seinen Verbrennungsmotorkollegen. Auch im Inneren haben benzin- beziehungsweise dieselgeeichte  Autofahrer keinen Kulturschock zu befürchten. Alles zur Bedienung eines mehrspurigen Fahrzeugs ist ist an seinem angestammten Platz.

Diashow:

Bilder: Mitsubishi

Lautlos
Gewöhnungsbedürftig wird’s nach Betätigung des „Zündschlüssels“: keinen Mucks gibt der Kleinwagen von sich. Unschlüssig darüber, ob es denn schon losgehen kann, steigt man aufs „Gaspedal“. Der Effekt ist erstaunlich: wie an einer unsichtbaren Schnur wird der i MiEV auf Tempo gezogen. Die 180 Newtonmeter des 64 PS starken permanentmagnetischen Synchronelektromotors stehen ad hoc zur Verfügung. In unter neun Sekunden beschleunigt das E-Auto auf 100. Spitze sind 130 km/h – was braucht man mehr?

Nur ein leises Surren und die Abrollgeräusche der Reifen als vordringlichstes Geräusch dringen in die Fahrgastzelle des Viersitzers vor. Erhöhte Vorsicht geboten ist bei Fußgängern, die das herannahende Auto erst sehr spät bemerken.
„Volltanken“ um drei Euro. Das schönste Gefühl am Steuer des i MiEV aber ist die Gewissheit, mit null Emission unterwegs zu sein. Ein Gefühl, das allerdings maximal 144 Kilometer lang anhält. Dann muss nachgeladen werden. Per hausüblicher Steckdose dauert der Vorgang sieben Stunden. Dafür kostet eine Tankfüllung gerade einmal drei Euro. Dem gegenüber stehen allerdings (noch) hohe Anschaffungskosten.
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