BMW 330xd Touring im Test

Muskulöser Klein-Laster

BMW 330xd Touring im Test

Das Unangenehme zuerst: Der uns zu Testzwecken zur Verfügung gestellte, zugegebenermaßen voll ausgestattete BMW 330xd Touring kostet 65.000 Euro. 65.000 Euro!

Pardon meine Herren und Damen, aber das ist eine Million in Friedenswährung, sprich: Schilling, wenn die Konvertierung erlaubt ist. Eine Mille also für ein Mittelklasseauto. Unweigerlich fällt so der Gassenhauer aus anno 1949 von Jupp Schmitz ein: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat soviel Pinkepinke…

Das Geld wert

Aber: Auch wenn dieser Betrag Schwindel erregt, ist man bereits nach wenigen Kilometern geneigt zu sagen: Dieses Auto ist sein Geld wert. Da ist zum einen die neue Optik: Viel cooler als im neuen 3er Touring kann man derzeit in einem Kombi nicht unterwegs sein. Mit gekonnten Retuschen haben die BMW-Designer ihren Bestseller visuell optimiert. Derart nämlich, dass der Vorgänger im direkten Vergleich alt aussieht.

In sechs Sekunden bei Hunderter-Marke

Hinterm Steuer des 330xd Touring beginnt man dann vollends, seine eigene Finanzlage auf den Erwerb dieses Fahrzeugs hin zu überprüfen (es geht sich nicht aus, sei an dieser Stelle verraten). Der äußerst homogene Sechszylinder-Diesel mit 245 PS schiebt an, dass es nur so rauscht. In sechs Sekunden ist die Hunderter-Marke erreicht. Wer es nicht allzu eilig hat, kann den muskelbepackten 3er auch mit 8,3 Liter durch die Gegend chauffieren.

Stabile Straßenlage

Das straffe Fahrwerk, gepaart mit dem Allradantrieb hält den Dreier unverrückbar in der Bahn. Bei Schneelage und im leichten Gelände wird die Frage evident, was eigentlich genau die Vorteile eines hochgestellten SUV für Otto-Normal-Fahrer sind.
Eine Antwort auf diese Frage gibt vielleicht dann doch die Ladekapazität des 3er Touring: Ein Meister in dieser Disziplin ist der Feschak aus Bayern nicht. Irgendwann hatten Kombis doch auch mal eine andere Funktion als einfach lifestylig zu sein . . .?