So fährt sich der neue Audi TT

Präzisionssportler

So fährt sich der neue Audi TT

Neuauflage ist ein Perfektionist - aber darin besteht auch ein wenig sein Problem.

Während wir uns auf den neuen TT Roadster , der derzeit auf dem Pariser Autosalon 2014 (bis 19. Oktober) seine Weltpremiere feiert, noch bis zum Frühjahr 2015 gedulden müssen, kommt die neue Coupé-Version bereits am 24. Oktober in den Handel. Kurz vor der Markteinführung konnten wir nun in Marbella überprüfen, wie sich der neue TT fährt.

Diashow: Fotos vom neuen Audi TT (2014)

An der Front des neuen TT dominieren die Horizontalen. Der Singleframe-Grill ist...

...breit und flach gezeichnet. Zwei Konturen ziehen sich V-förmig über die Motorhaube. Hier ist übrigens das 310 PS starke Top-Modell TTS zu sehen.

Das Profil des neuen Coupés erinnert stark an die erste Generation. Die Schwellerkontur formt eine starke Lichtkante, die breiten Radläufe bilden eigene geometrische Körper.

Am Heck sorgen horizontale Linien dafür, dass der TT breiter wirkt. Die Stege in den Rückleuchten nehmen das Motiv der Frontscheinwerfer auf.

Neu ist auch die Position der Vier Ringe, diese befinden sich jetzt mittig auf der Motorhaube und zeigen somit die Verwandtschaft zum Supersportler R8. Die Scheinwerfer sind mit Trennstegen strukturiert, die das Tagfahrlicht abstrahlen.

Die dritte Bremsleuchte verbindet die beiden Rücklichter miteinander. Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h fährt ein Spoiler aus dem Gepäckraumdeckel aus

Das Interieur wirkt extrem hochwertig, ist stylisch und penibel verarbeitet.

Herzstück des Cockpits ist das volldigitale Kombiinstrument, das auf den etwas sperrigen Namen "Audi virtual cockpit" hört.

Dieses lässt sich umfangreich konfigurieren und verströmt echtes Science-Fiction-Flair. Je nach Wunsch kann der Fahrer die Instrumente...

...oder Zusatzfunktionen wie die Navigation größer oder kleiner einblenden.

Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen. Schärfer bekommt das derzeit auch kein FullHD-Fernseher hin. Die Bedienung erfolgt über...

...Tasten im Lenkrad oder den MMI-Schalter auf der Mittelkonsole.

Generell ist das Interieur hervorragend gelungen. So ist u.a. auch die Steuerung der serienmäßigen Klimaautomatik...

...direkt über die runden Luftausströmer ein absolutes Highlight.

Kurvenräuber mit Science-Fiction-Appeal
Vorne der neue Kühlergrill, hinten Detailveränderungen und in der Mitte ein komplett neues Cockpit. So präsentiert sich der sportliche Audi in seiner 3. Auflage. Gelungen ist das Armaturenbrett: Statt einer zentralen Anzeige in der Mittelkonsole hat der TT ein 12,3 Zoll großes, hochauflösendes Digital-Display („Audi virtual cockpit“) dort, wo sonst die Rundinstrumente sitzen. Dieses lässt sich umfangreich konfigurieren und verströmt echtes Science-Fiction-Flair. Je nach Wunsch kann der Fahrer die Instrumente oder Zusatzfunktionen wie die Navigation größer oder kleiner einblenden. Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen. Schärfer bekommt das derzeit auch kein FullHD-Fernseher hin. Die Bedienung erfolgt über die Tasten im Lenkrad oder den bekannten MMI-Schalter in der Mittelkonsole. Generell ist das Interieur hervorragend gelungen. So ist u.a. auch die Steuerung der serienmäßigen Klimaautomatik direkt über die runden Luftausströmer ein absolutes Highlight. Die zweisitzige Rückbank lässt sich freilich nach wie vor nur von Personen mit bilateraler Unterschenkel-Amputation als Sitzplatz nutzen. Dank der Umklappmöglichkeit lässt sich der über die große Heckklappe einfach zu beladende Kofferraum erweitern.

In Fahrt
Aber ein Sportwagen muss vor allem eines können: Spaß machen. In diesem Punkt wollen wir uns hingebungsvoll den Quattro-Versionen des TT widmen. Auf Landstraßen sind die, egal ob als Handschalter oder mit S-tronic (Doppelkupplungs-Getriebe), echte Kurvenräuber. Erstaunlich, wie sich der TT dank intelligenten Abbremsens der Innenräder an den Kurven-Scheitelpunkt ansaugt. Vermessen und quantifiziert ist der TT sicher einer der flottesten und ausgereiftesten Vertreter seiner Preisklasse. Was auch darin liegt, dass er trotz seiner Frontantriebsplattform kaum eine Tendenz zum Untersteuern aufweist. Allerdings: In seiner Perfektion wirkt der neue TT auch ein wenig steril aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

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Preise
Der Einstiegspreis in die TT-Welt liegt bei 41.900 Euro (Frontantrieb, 230 PS, Handschaltung), Allradantrieb plus S-Tronik-Automatik kosten exakt 6.000 Euro mehr. Den 184 PS starken Diesel gibt es nur mehr als Fronttriebler (ab 42.100 Euro). Der Preis des etwas späer startenden 310 PS starken TTS steht noch nicht fest - für ihn wird man wohl schnell in der 60.000-Euro-Region landen.

>>>Nachlesen: So kommt der neue Audi TT RS

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Diashow: Fotos vom neuen Audi TT Roadster

Der neue TT Roadster steht kompakt und flach auf der Straße. Mit 4.177 Millimetern fällt der Zweisitzer 21 Millimeter kürzer aus als das Vorgänger-modell.

Der Radstand ist jedoch um 37 Millimeter auf 2.505 Millimeter gewachsen, entsprechend kurz sind die Überhänge.

Mit einer Breite von 1.832 Millimetern ist der neue TT Roadster zehn Millimeter schmaler als sein Vorgänger, die Höhe beträgt 1.355 Millimeter (minus drei Millimeter).

Ähnlich wie beim R8 ist der Singleframe-Grill breit und flach – im Stil des Supersportwagens sitzen auch die Vier Ringe auf der Haube.

Am Heck unterstreichen horizontale Linien die Breite des offenen Sportlers. Die Stege in den serienmäßigen LED Rückleuchten greifen das Motiv der...

...Frontscheinwerfer auf. Ab einem Tempo von 120 km/h sorgt ein elektrisch ausfahrender Spoiler für zusätzlichen Abtrieb auf der Hinterachse.

Wie im Coupé, löst auch hier das digitale Kombiinstrument mit seinen umfangreichen Darstellungen die analogen Instrumente und den MMI Monitor in der Mittelkonsole ab.

Das 12,3 Zoll große Display lässt sich auf zwei Ebenen umschalten. In der klassischen Ansicht dominieren Tacho und Drehzahlmesser, im „Infotainment“-Modus rücken Themen wie die Navigationskarte in den Vordergrund.