Neuer Mini 5-Türer im Fahrbericht

Familienzuwachs

Neuer Mini 5-Türer im Fahrbericht

Brite bietet mehr Komfort und Platz im Fond bei gleichem Fahrspaß.

Ein wenig enttäuscht Mini mit seinem neuesten Wurf schon - nominell. Nach kreativen Ergüssen bei der Namensgebung anderer Marken-Derivate wie Countryman oder Paceman, benennt die BMW-Tochter den Fünftürer, von dem vor wenigen Wochen erstmals offizielle Informationen veröffentlicht wurden, schlicht 5-Türer . „Backdoorman“ böte sich an, aber das hätte wohl im englischsprachigen Raum nicht ganz jugendfreie Fehlinterpretationen zur Folge. Wir konnten das neueste Familienmitglied, das in dieser Woche auf dem Pariser Autosalon 2014 (ab 4. Oktober) seine offizielle Weltpremiere feiert, bereits fahren. Dabei zeigt sich, dass die Addition zweier Türen dem Grundcharakter nicht geschadet hat.

Diashow: Fotos vom Mini 5-Türer (2014)

Mini baut seine Modellpalette weiter aus. Auf Basis des neuen Dreitürers kommt nun ein 5-Türer auf den Markt.

Dieser soll den markentypischen Fahrspaß und die bekannte Ausstrahlung mit einer besseren Alltagstauglichkeit kombinieren.

Der Mini 5-Türer wurde gegenüber dem neuen Mini noch einmal um 161 auf 3.982 Millimeter gestreckt. Die Breite bleibt gleich, dafür ist der Fünftürer aber um 11 Millimeter höher und...

... verfügt über einen 72 Millimeter längeren Radstand. Der Größenzuwachs kommt natürlich dem Platzangebot zugute.

Im Fond gibt es um 72 Millimetern mehr Fußraum und Beinfreiheit, 15 Millimeter mehr Kopffreiheit und 61 Millimeter mehr Innenraumbreite.

Außerdem ist der Gepäckraum mit 278 Litern um 67 Liter größer als beim dreitürigen Modell. Die Fondsitzlehne ist zweigeteilt im Verhältnis 60:40 umklappbar.

Das Cockpit wird vom Dreitürer übernommen. Das bedeutet, dass der Tacho hinterm Lenkrad sitzt, die Fensterheber in den Türverkleidungen stecken und es ein großes, rundes Zentralinstrument gibt.

Größenwahn
Den Sermon, dass Mini mit dem knapp vier Meter langen 5-Türer das Grundkonzept (eben Mini zu sein) komplett über Bord geworfen habe, kann man sich sparen. Das mag zwar stimmen, aber mit dem Kompakt-SUV Countryman ist ohnehin bereits der Damm gebrochen.Fakt ist jedenfalls: Die Fondtüren sind praktisch und entbinden Hinterbänkler von jeglichen Verrenkungsübungen. Die Karosserie-Extension von 16 Zentimetern gerieren zudem eine Beinfreiheit in der zweiten Reihe, die auch längere Fahrten nicht vollends zur Tortur werden lassen. Plus: der Kofferraum wuchs um 67 Liter.

>>>Nachlesen: Neuer Mini bekommt jetzt mehr Motoren

Minibleibt Mini
Optisch gibt es am 5-Türer nicht viel auszusetzen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig wirken die verschobenen Proportionen aber schon.  Den Mini-Appeal beherrscht er ebenso wie der 3-Türer. Das gilt auch für das Fahrgefühl: knackig, direkt, behände. Abermals konnte der 136 PS starke 3-Zylinder-Benziner mit feiner Tonalität, gutem Durchzug und kultiviertem Lauf überzeugen. Der zweite Sparringpartner war der 192 PS starke 4-Zylinder im Cooper S, der auch im 70 Kilo schwereren 5-Türer für helle Freude sorgt.

Ein Schnäppchen ist zwar auch das neuste Familienmitglied nicht gerade, die im Vergleich zum 3-Türer 1.000 Euro Aufpreis sind das Komfort-Plus jedoch wert. (zac)

Hier geht es zu den besten gebrauchten Mini-Modellen >>>

Noch mehr Infos über Mini finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten
Motor: 3- bzw. 4-Zylinder-Diesel und -Benziner
Leistung: Benziner - 102, 136 und 192 PS; Diesel – 95, 116 und 170 PS
Verbrauch: 3,5 (ONE D) - 6,0 (Cooper S) Liter
Abmessungen: 3,98/1,50/1,42 Meter (L/B/H)
Gewicht: 1.220 bis1.305 Kilogramm
Kofferraum: 278 bis 719 Liter
Preis: ab 18.870 Euro

>>>Nachlesen: Mini zeigt den neuen Clubman