Der „neue“ Peugeot 208 im Test

Gelungene Modellpflege

Der „neue“ Peugeot 208 im Test

Drei Jahre nach dem Start bekommt der Franzose eine Frischzellenkur.

Bei seinem Debüt 2012 läutete der 208 bei Peugeot eine neue Ära ein. Der Kleinwagen führte nicht nur die neue Designlinie ein, sondern sagte auch dem stetigen Größenwachstum den Kampf an. Wie die guten Verkaufszahlen zeigen, ging die Strategie auf. Am 11. Juni kommt der facegeliftete 208 , der wie berichtet, bereits einen Verbrauchsrekord erzielte und mit einem innovativen Strukturlack punkten will, in den Handel. Wir konnten nun kurz vor der Markteinführung hinterm Steuer Platz nehmen.

Diashow: Fotos vom Test des "neuen" Peugeot 208

Drei Jahre nach dem Start bekommt der Peugeot 208 eine Frischzellenkur. Optisch hat sich nicht allzu viel getan.

Vorne gibt es einen breiteren Grill, überarbeitete Scheinwerfer und neue Tagfahrleuchten. Diese Änderungen lassen den Franzosen etwas breiter wirken.

Zudem gibt es neue Farben wie das auffällige Orange, das auf den Fotos zu sehen ist.

Am Heck prangen nun LED-Rückleuchten in Krallenoptik.

Im Cockpit gibt es hochwertigere Materialien, kleine Design-Retuschen sowie neue Stoffe.

Die Armaturen inklusive Info-Display zwischen den analogen Rundinstrumenten sind wie gehabt über...

...dem kleinen Lenkrad angeordnet. Am 7-Zoll-Touchscreen können nun auch Smartphone-Inhalte angezeigt werden.

Auch Rückfahrkamera und der automatische City-Notstopp sind neu. Hervorragend gelungen ist die Überarbeitung des Touchscreens. Dieser...

...reagiert nun so schnell auf Befehlseingaben, wie man sich das erwartet. Zudem gefällt die grafische Darstellung nun besser.

Das Menü ist in schlüssige Unterpunkte eingeteilt und nach wenigen Minuten durchschaut.

Im Fond gibt es auch für zwei Erwachsene ausreichend Platz und der...

...Kofferraum liegt mit 331 bis 1.152 Litern leicht überm Klassenschnitt.

Top-Modell ist der 208 PS starke GTi, den es wie das 30-Jahre-Jubiläumsmodell auch in....

...zweifarbiger Lackierung gibt.

Als GT Line wirkt der kleine 208 richtig luxuriös.

Der innovative Strukturlack sieht aus wie eine Mattlackierung, ist aber Waschstraßen-tauglich. Außerdem kostet er nur so viel wie ein Perlmut-Lack.

Design und Bedienung
Optisch hat sich nicht allzu viel getan. Vorne gibt es einen breiteren Grill, überarbeitete Scheinwerfer und neue Tagfahrleuchten. Diese Änderungen lassen den gallischen Polo-Gegner etwas breiter wirken. Am Heck prangen nun LED-Rückleuchten in Krallenoptik. Zudem gibt es neue Farben und Ausstattungsdetails. Im hochwertigeren Cockpit können am 7-Zoll-Touchscreen dank "MirrorLink"-Technologie nun auch Smartphone-Inhalte angezeigt werden. Auch Rückfahrkamera und der automatische City-Notstopp sind neu. Hervorragend gelungen ist die Überarbeitung des Touchscreens. Dieser reagiert nun so schnell auf Befehlseingaben, wie man sich das erwartet. Zudem gefällt die grafische Darstellung nun besser. Das Menü ist in schlüssige Unterpunkte eingeteilt und nach wenigen Minuten durchschaut. Praktisch: Im Gegensatz zum großen Bruder 308 wird die Klimaanlage beim 208 nach wie vor über normale Tasten und Drehräder bedient. Das geht schneller und lenkt auch weniger vom Straßengeschehen ab.

>>>Nachlesen: Das kostet der „neue“ Peugeot 208

Fahrverhalten
Die Armaturen inklusive Info-Display zwischen den analogen Rundinstrumenten sind wie gehabt über dem kleinen Lenkrad angeordnet. Letzteres liegt toll in der Hand und steuert den 208 flink und agil durch Kurven. Dennoch bietet das Fahrwerk erstaunlich viel Komfort. Die Lenkung arbeitet nun noch etwas direkter und lässt mit der passenden Motorisierung schon fast Gokart-Feeling aufkommen – „Fahrspaß à la francaise“ sozusagen. Auch die Sitze bieten ordentlichen Seitenhalt und sich langstreckentauglich gepolstert. Im Fond gibt es für zwei Erwachsene (bis 1,80 m) ausreichend Platz und der Kofferraum liegt mit 331 bis 1.152 Litern leicht über dem Klassenschnitt. Obwohl der 208 unter der vier Meter Marke bleibt, klopft er vom Eindruck her ziemlich stark an der Kompaktklasse an.

>>>Nachlesen: Serien-Peugeot-208 brauchte nur 2,0l/100km

Motoren
Alle Motoren (4 Diesel und 6 Benziner) erfüllen die Euro 6 Norm und gehen durch die Bank sparsamer zu Werke. Für unsere Ausfahrt stand der 100 PS starke Diesel bereit. Dieser macht seine Sache wirklich gut. Das Triebwerk ist ordentlich gedämmt und dreht auch willig hoch. Nach einem kleinen Turboloch geht es im leichten 208 flott voran. Das gut gestufte Getriebe lässt sich einfach schalten. Auf der Autobahn würde man sich jedoch einen sechsten Gang wünschen. Dieser bleibt jedoch dem 120 PS starken Diesel und den stärkeren Benzinern vorbehalten. Den Normverbrauch von 3 Litern auf 100 km konnten wir zwar nicht erreichen, aufgrund der zügigen Fahrweise und der hügeligen Strecke gehen die 4,2 Liter, die der Bordcomputer nach der Testfahrt anzeigte, jedoch völlig in Ordnung. Bei sparsamer Fahrweise sollte eine 3 vor dem Komma locker drinnen sein.

>>>Nachlesen: Peugeot 208 mit 1. Struktur-Lackierung

Fazit
Peugeot hat bei der Modellpflege des 208 an den richtigen Rädchen gedreht. Die Stärken wurden beibehalten und in einigen Punkten gibt es eine deutliche Verbesserung. Da auch das Ausstattungsangebot erweitert wurde und die Preise nach wie vor am Boden bleiben, scheint einer Fortsetzung der Erfolgsstory nichts im Wege zu stehen. Los geht es am 11. Juni 2015 ab 13.450 Euro. Dafür bekommt man den Dreitürer mit dem kleinen Benziner (siehe Tabelle unten).

Noch mehr Infos über Peugeot finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten
Motoren: 6 Benziner & 4 Diesel
Leistung: 75 bis 120 PS (Diesel); 68 bis 110 PS (Benziner); GTi: 208 PS
Verbrauch: 3,0 bis 4,5 l/100 km
Abmessungen: 3,97 x 1,73 x 1,46 m (LxBxH)
Gewicht: ab 1.035 kg
Kofferraum: 331 bis 1.152 Liter 

Preis: ab 13.450 Euro

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Alle Preise des neuen 208 im Überblick

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