Der neue Seat Leon im Fahrbericht

Spanischer Golf

Der neue Seat Leon im Fahrbericht

Sportliches Design und günstige Preise machen den Leon zum Geheimtipp.

Mit dem brandneuen Leon kommt am 23. November 2012 nach dem Audi A3 und dem Golf VII bereits das dritte Modell in den heimischen Handel, das auf dem neuen, modularen Querbaukasten des VW-Konzerns basiert. Dessen Technik bringt auch dem kompakten Seat zahlreiche Vorteile wie modernste Assistenzysteme, geringes Gewicht oder großzügige Platzverhältnisse. Im Vergleich zum konservativ gestalteten Golf VII wirkt der Leon ungleich dynamischer. Sein stimmiges Design, die aktuelle Technik und die günstigen Preise machen das Auto auch zum echten Geheimtipp in der Kompaktklasse. Das dürfte auch dem kompakten Wolfsburger einige Käufer kosten. Darüber hinaus werden sich auch die aufstrebenden Koreaner sowie diverse deutsche und französische Hersteller warm anziehen müssen.

Diashow: Fotos vom neuen Seat Leon III (2013)

Der neue Leon setzt die aktuelle Designsprache von Seat nahtlos fort. Der 4,26 Meter lange Fünftürer erinnert stark an den aktuellen Ibiza, setzt aber doch eigenständige Akzente.

Die Außenlänge wurde um fünf Zentimeter verkürzt. Da der Radstand gleichzeitig um sechs Zentimeter gewachsen ist, gibt es innen dennoch mehr Platz. Außerdem verleihen die neuen Abmessungen dem Leon ausgewogene Proportionen mit kurzen Überhängen und eine leicht nach hinten gerückte Fahrerkabine.

Das Heck des neuen Leon ist ziemlich dynamisch gezeichnet. Das große Logo dient wieder als Öffner für die Heckklappe. Die leicht keilförmig geschnittenen Rückleuchten lassen das Auto breiter wirken.

Vom Vorgänger kennen wir die trapezförmige C-Säule und das kurze, nach oben ziehende dritte Seitenfenster. Die hinteren Türgriffe wandern wieder an ihre gewohnte Stelle. Bisher waren sie in der C-Säule versteckt.

Die kantige Linie der Leuchten ist typisch für die Marke. Zum ersten Mal in der Kompaktklasse sind Voll-LED-Scheinwerfer verfügbar. Hier ist die sportliche FR-Version zu sehen.

Im Innenraum setzt sich die sportliche Linienführung fort. Der flache Armaturenträger sorgt für ein großzügiges Raumgefühl. Alle Schalter und Tasten sind übersichtlich angeordnet.

Die LED-Scheinwerfer verleihen dem Gesicht des Leon einen äußerst markanten Ausdruck, gerade auch durch ihr spezielles LED-Tagfahrlicht.

Durch die völlig neu entwickelte Fahrzeugarchitektur (MQB) konnten die Entwickler die Vorderachse um 40 Millimeter nach vorn verlagern. Das Ergebnis ist eine ausgewogenere Verteilung der Achslasten.

Seat schickt den neuen Leon mit den aktuellen TDI- und TSI-Triebwerken von 1,2 bis 2,0 Liter Hubraum ins Rennen. Alle Motoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung.

Design und Platzangebot
Obwohl das kantige Design stark an den aktuellen Ibiza erinnert, wirkt der Leon eigenständig. Die sportliche Front mit dem zweigeteilten Grill und den großen Lufteinlässen wirkt angriffslustig. Seitlich fallen die gelungen gezeichneten Lichtkanten auf. Auch das Heck kann sich sehen lassen. Die Falten über den schmalen Rückleuchten wirken fast wie Augenbrauen. Darüber hinaus wurde der Leon um fünf Zentimeter kürzer (4,26 m). Gleichzeitig fällt aber auch der Radstand um fast 5,8 Zentimeter länger aus. Das sorgt für kurze Überhänge und gelungene Proportionen. Außerdem gibt es im Fond nun deutlich mehr Platz und das Kofferraumvolumen steigt ebenfalls auf 380 Liter - genau wie beim neuen Golf und beim kommenden A3 Sportback . Der Einstieg in den Fond gelingt dank den serienmäßigen hinteren Türen problemfrei.

Neue Qualität im Innenraum
Im Cockpit fühlt man sich auf Anhieb wohl. Die Materialqualität hat gleich mehrere Schritte nach vorn gemacht. Egal wo das Auge hinfällt, alles wirkt hochwertig. Im oberen Bereich fühlen sich die Materialien auch hochwertig an. Im Fußraum und bei Verkleidungen die weiter unten angebracht sind, kommt dann aber doch Hartplastik zum Einsatz. Doch das ist bei vielen anderen Herstellern auch nicht anders. Die sportlichen Rundinstrumente sind hervorragend abzulesen. Alle Schalter und Hebel sitzen dort, wo sie hingehören. Der große Bildschirm des optionalen Navigationssystems verfügt über einen Näherungssensor. Man muss ihn also gar nicht berühren, um Menüpunkte angezeigt zu bekommen.

Nachlesen: Alle Preise und Ausstattungen des neuen Leon

Fahreindruck
Zur Ausfahrt stand ein Leon mit dem neuen auf 150 PS erstarkten 2.0-Liter-Diesel zur Verfügung. Das Triebwerk dreht willig hoch und animiert zum sportlichen Fahren, geht aber nicht gerade leise zu Werke. Wer sparsam unterwegs sein will, sollte die Ganganzeige beachten und die serienmäßige Start-/Stopp-Funktion aktiviert lassen. Dass knackige Getriebe und die direkte Lenkung bereiten dem Fahrer viel Freude. Obwohl das Fahrwerk straff abgestimmt ist, bietet es genügend Restkomfort. Hier hat der neue Leon im Vergleich zum Vorgänger deutlich zugelegt. Die Dosierbarkeit der Bremsen ist den Entwicklern ebenfalls gut gelungen. Ein weiteres Highlight stellt die Beleuchtung dar: Als erster Hersteller der Kompaktklasse bieten die Spanier beim neuen Leon optional Voll-LED-Scheinwerfer an, die ein integriertes Tagfahrlicht besitzen. Auch die Rückleuchten sind in reiner LED-Technik erhältlich. So ausgerüstet schaut das Auto noch etwas besser aus.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom neuen Seat Leon.

Fazit
Mit dem neuen Leon ist Seat ein großer Wurf gelungen, der auch einigen Konzernbrüdern ordentlich zusetzen könnte. Ab 23. November steht der neue Leon bei den heimischen Händlern. Die Preise für den Fünftürer starten bei 15.990 Euro (1,2 TSI mit 86 PS). Den 150 PS-Diesel gibt es ab 24.790 Euro. Der günstigste Diesel steht ab 18.990 Euro in der Liste. Damit ist der Leon rund 3.000 Euro günstiger als ein vergleichbarer Golf. Wer sich bis 24. November für einen neuen Leon entscheidet, bekommt noch einmal einen Frühbucherbonus von 1.000 Euro.

Mit vier Ausstattungslinien, sechs Benzin- und vier Dieselmotoren sowie zahlreichen Optionen geht das Auto von Beginn an mit einer großen Angebotsvielfalt an den Start.

Noch mehr Infos über Seat finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fotos vom Audi A3 Sportback

Diashow: Fotos vom neuen Audi A3 Sportback (2013)

Die stark geneigten C-Säulen und der dezente Dachspoiler sollen den sportlichen Anspruch betonen. Hinten gibt es auch beim Sportback die geteilten Leuchten.

Die Linienführung mit den drei Seitenfenstern wirkt wohl proportioniert. Seitlich sticht die markante Tornadolinie ins Auge. Über den Schwellern zieht eine weitere Linie zum Heck hin nach oben.

Bis zur B-Säule ist der Fünftürer mit dem Dreitürer ident. Am wichtigsten sind jedoch die zusätzlichen Türen, die den A3 deutlich praktischer machen. Dank ihnen gelingt der Einstieg in den Fond deutlich komfortabler.

Der Gepäckraum fasst jetzt 380 Liter Volumen (vorher 350). Bei geklappten Lehnen wächst das Volumen auf 1.220 Liter (vorher 1080).

Die Ausstattungslinien und das Extra-Angebot werden 1 : 1 vom Dreitürer übernommen.

Auf Wunsch gibt es extrem sportliche Vollledersitze.

2013 debütiert ein 110 PS starker TCNG-Motor für den Betrieb mit "Audi e-gas" – einem Kraftstoff, den der Hersteller selbst produziert.

In der ganzheitlichen Well-to-Wheel-Bilanz soll der CO2-Ausstoß des A3 Sportback TCNG unter 30 Gramm pro km bleiben.

Die TCNG-Version hat gleich zwei Tankdeckel - einen für Benzin, den anderen für das e-Gas.

Fotos vom Fahrbericht des VW Golf VII

Diashow: Fotos vom Fahrbericht des neuen Golf VII

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, fällt vor allem auf, das nichts auffällt - nur wer aufs Detail achtet, erkennt den Neuen.

Er wurde zwar länger und flacher, sieht dem Vorgänger auf den ersten Blick aber dennoch zum Verwechseln ähnlich.

Die Proportionen wirken aufgrund des längeren Radstands und der kürzeren Überhänge stimmiger. Dennoch: Nur wenn die beiden Modelle direkt nebeneinander stehen, fällt die dynamischere Note auf.

Auch am Heck halten sich die Unterschiede in Grenzen. Und die typische C-Säule ist ohnehin ein absolutes Muss.

Trotzdem wurde beim Golf VII die Messlatte in puncto Verarbeitung, Qualität, Materialanmutung, Sicherheit, Ergonomie und Fahrspaß noch einmal ein Stück nach oben gerückt.

Insgesamt überzeugt die Abstimmung des Kompakten. Lenkung, Schaltung und Bremsen sind sehr leichtgängig aber dennoch äußerst präzise und direkt. Hier kommt jeder Autofahrer auf Anhieb klar.

Alle Schalter, Hebel und Tasten sitzen dort, wo sie erwartet werden. Die Bedienung erfolgt hier wirklich intuitiv.

Zusätzlich bringt das neue gestylte Armaturenbrett etwas Schwung in die Bude. Überhaupt dann, wenn der 8-Zoll große Touchscreen mit der hochauflösenden Darstellung mit an Bord ist.

Alles wirkt äußerst solide und hochwertig. Das gilt auch für die hervorragenden Sitze. Am Platzangebot gibt es ebenfalls nichts auszusetzen.

Fünf Erwachsene kommen in dem 4.255 mm langen Auto (plus: 56 mm) problemlos unter. Die Fondpassagiere profitieren vor allem vom um 59 mm gewachsenen Radstand (2.637 mm).

Das Kofferraumvolumen legte um 30 Liter - auf jetzt 380 Liter - zu. Nur bei der Variabilität sind einige Konkurrenten besser.

Die stärkeren Triebwerke laufen äußerst kultiviert, hängen gut am Gas, sind sehr durchzugsstark und gehen überaus kultiviert zu Werke.