Neues BMW 320d Cabrio im Test

Der offene 3er verspricht Freude am Fahren

Mit neuem Motor und dezentem Facelift trat das BMW 320d Cabrio zum Test an. Und der neue Diesel passt ganz gut zum offenen Bayern. Mit Video.

Bei der Einführung des 3ers mit dem Kürzel E90 (aktuell E93) verabschiedete sich BMW vom klassischen Stoffverdeck für sein Mittelklasse-Cabrio. Das klappbare Stahldach hat zwar viele Vorteile (Innenraumgeräusch, wintertauglich, Verwandlung zum Coupé) aber auch einige Nachteile (hohes Gewicht, hoher Schwerpunkt, kleiner Kofferraum bei offenem Dach). Traditionalisten verschmähen das faltbare Hardtop ohnehin. Deshalb haben sich Audi (A5 Cabrio) und Mercedes (E-Klasse Cabrio) bei ihren Segment-Vertretern für eine klassische Stoffhaube entschieden. Doch das ist Geschmackssache und in wichtigen Märkten wie den USA oder China sind die Coupé-Cabrios äußerst beliebt. Und auch bei BMW verkauft sich der offene 3er besser als seine Vorgänger.

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Neuer sparsamer Motor
Vor wenigen Wochen unterzog BMW seinem CC und dem Coupé ein dezentes Facelift und spendierte ihnen überarbeitete Motoren. Wir konnten nun den neuen 2.0 Diesel mit 184 PS und Stopp-Start-Automatik testen. Bei geschlossenem Dach ist vom typischen Nageln nichts zu hören und wer offen fährt, kann den Selbstzünder auch nur wenige Minuten als solchen identifizieren.  Quasi ohne Turboloch schiebt das Triebwerk den 1.730 kg schweren Bayern nach vorn.  Darüber hinaus dreht der Motor bei Bedarf locker bis zum roten Bereich. Wer sich an die Schaltpunktanzeige hält, wird solche Regionen jedoch nie erreichen. Denn die ermahnt zum frühen Hochschalten, was wiederum mit extrem günstigen Verbrauch belohnt wird. Bei entsprechender Fahrweise kommt man mit fünf Litern aus. In der Praxis wird sich der Wert zwischen 6 und 7 Liter einpendeln. Viel mehr Saft entlocken dem Triebwerk selbst extreme Bleifüße kaum. Dazu trägt das bekannte Efficient Dynamics Paket (Stopp-Start, Bremsenergie-Rückgewinnung, bedarfsgerechte Steuerung  von Klima, Servo und Co., etc.) bei. Die Stopp-Start Automatik des manuellen Sechsgang-Getriebes funktioniert eigentlich perfekt, nur der Ganghebel vibriert bei jedem (automatischen) Startvorgang ziemlich stark.

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Tolles Handling und viel Platz
Ansonsten fühlt man sich im Auto bestens aufgehoben. Die Verarbeitung und Materialqualität liegt auf hohem Niveau und die Sportsitze passen wie ein gut geschnürter Turnschuh. Offen finden auf der Rückbank selbst zwei Erwachsene ausreichend Platz, geschlossen kommt das Verdeck den Köpfen jedoch bedrohlich nahe. Wer offen verreisen will muss entweder auf die Fondpassagiere oder das Gepäck verzichten. Denn ist das Dach geöffnet, findet in dem verschachtelten Kofferraum höchstens Kleinkram Platz. Die Öffnungsprozedur ist nach wie vor ein echter Hingucker, funktioniert aber leider nicht während der Fahrt. Ansonsten liegt das Cabrio hervorragend auf der Straße und ist merklich komfortabler abgestimmt als das Coupé. Aufgrund der präzisen Lenkung und der exakten (wenn auch schwergängigen) Schaltung macht das Cruisen auf kurvigen Straßen besonders viel Spaß.

Wie üblich lässt sich BMW die Freude am Fahren teuer bezahlen. Mit einigen Extras ist die 60.000 Euro-Marke für den offenen 3er mit Vierzylinder schnell durchbrochen. Los geht es bei 47.700 Euro - das beliebte Österreich-Paket mit praktischen Features (PDC, Klimaautomatik, Tempomat, besseres Radio, Durchladeöffnung, etc.) kostet 2.570 Euro.

Technische Daten:
2.0 l Diesel mit 184 PS und 380 Nm Drehmoment
Abmessungen: L x B x H in mm: 4.612 x 1.782 x 1.384; Radstand: 2.760
Fahrleistungen: 0-100 km/h in 8,3 Sekunden; Spitze: 228 km/h
Verbrauch: 5,1 Liter
Preis: ab 47.700 Euro