Kleiner Crossover

Nissan Juke mit Dieselmotor im Test

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Der Selbstzünder kommt mit dem kompakten Japaner gut zurecht.

Seit dem Start des Juke liegt auch am heimischen Automarkt Musik in der Luft. Neben den Benzin-Modellen setzt Nissan jetzt auch auf  "Diesel-Beat". Mit 4,13 Metern Länge ist die fünftürige Jukebox ein praktischer City-Offroader. Die hohe Sitzposition bietet guten Überblick. Am Design scheiden sich die Geister. Einige finden den Juke extrem cool, andere einfach nur hässlich. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Eine mutige Kreation, die für verdrehte Köpfe sorgt, ist der kleine Japaner allemal.

Nissan Juke mit Dieselmotor im Test
© TZ ÖSTERREICH/Furich

Das Navigationssystem ist leicht zu bedienen.

Cockpit
Das Interieur gibt sich weitaus unauffälliger. Die Instrumente sind gut ablesbar, das Navigationssystem mit fünf Zoll großem Display lässt sich leicht bedienen. Der untere Teil der Mittelkonsole soll an einen Motorradtank erinnern. Ein praktisches Feature ist die Bluetooth-Unterstützung, mit der sich auf einfachste Weise ein Handy an die Freisprechanlage koppeln lässt.

Platzangebot
Die vorderen Sitze sind bequem, hinten wird es allerdings für zwei erwachsene Personen eng. Hier kneift es überm Scheitel und vor den Knien. Der Kofferraum misst 251 Liter, kann aber bei umgeklappten Rücksitzen auf immerhin 830 Liter ausgeweitet werden. Beim Juke wurde eindeutig mehr Wert auf die Optik, als auf die Praktikabilität gelegt.

Nissan Juke mit Dieselmotor im Test
© TZ ÖSTERREICH/Furich

Der Juke ist eine Mischung aus Kleinwagen & SUV.

Fahreindruck
Die 110 PS-starke 1,5-Liter-Diesel-Variante beschleunigt in 11,2 Sekunden auf Tempo 100 und macht eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h möglich. Die direkte Lenkung und das exakte Sechsganggetriebe bieten jede Menge Fahrspaß. Allerdings wird es bei Fahrbahnunebenheiten etwas ruppig. Dafür durcheilt der Juke selbst starke Kurven mit relativ wenig Seitenneigung. Der Geräuschpegel liegt für ein Auto dieser Klasse angenehm niedrig. Bei der Dämmung hat Nissan nicht gespart. Auf der Autobahn sorgt der sechste Gang für relativ niedrige Drehzahlen, was der Geräuschkulisse ebenfalls zugute kommt. Der Testverbrauch von 5,8 Litern Diesel auf 100 km ist zwar nicht rekordverdächtig, geht angesichts der gebotenen Leistung aber in Ordnung.

Preis
Die gar nicht karg ausgestattete Basisvariante mit Klimaanlage, CD-Radio, sechs Airbags und ESP ist ab 19.290 Euro zu haben. Ab der Ausstattungslinie Tekna wird es schon fast luxuriös. Mit dem Mini Countryman hat der Juke eigentlich nur einen echten Gegner. Allerdings zielen auch Minivans wie der Hyundai ix20 , Skoda Roomster oder Opel Meriva auf eine ähnliche Zielgruppe ab. Sie sind zwar deutlich praktischer, aber nicht so sportlich wie der japanische Crossover. Einen Allradantrieb gibt es nur für den 190 PS-starken Top-Benziner .

Noch mehr Infos über Nissan finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten
1,5l Vierzylinder-Turbodiesel mit 110 PS
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 11,2 Sekunden.; Spitze 175 km/h
Abmessungen:  4,13 x 1,76 x 1,57 m (L x B x H) Gewicht: 1.162 kg
Preis: Diesel ab 19.290 Euro (Ausstattung VISIA)

Nissan Juke mit Dieselmotor im Test
© TZ ÖSTERREICH/Furich

Basiskofferraum von 251 Litern kann auf 830 Liter ausgeweitet werden.

Nissan Juke im Test

Die Front des Juke polarisiert. Manche finden sie sportlich, andere einfach nur hässlich.

Ein kesser Hüftschwung sorgt am Heck für eine sportliche Note.

Die coupéhafte Form schränkt das Kofferraumvolumen stark ein.

Weit ausgestellte Radhäuser sorgen für einen glaubhaften Geländelook.

Die Scheinwerfer sind in drei Etagen unterteilt.

Bedientasten am Lenkrad sind in der 190 PS-starken Version serienmäßig mit dabei.

Die Mittelkonsole ist übersichtlich angeordnet und kinderleicht zu bedienen.

Am Display kann der Fahrer unterschiedliche Informationen abrufen.

Fotos vom Test des Nissan Qashqai 1,6 dCi

Optisch halten sich die Neuerungen beim Modelljahr 2012 in Grenzen. Kein Wunder, schließlich ist das umfangreiche Facelift noch nicht allzu lange erhältlich.

Die wichtigste Änderung spielt sich also unter der Haube ab und betrifft die Einführung des neuen Dieselmotors, der bis auf eine Ausnahme den bisherigen 2,0 dCi ersetzt. Der neue 1,6 dCi ist bei identischem Drehmoment (320 Nm) deutlich verbrauchsärmer und emittiert weniger CO2 als der Zweiliter-Diesel.

Im Test konnte das 130 PS starke Selbstzünder auf ganzer Linie überzeugen. Er bietet in jeder Lebenslage ausreichende Kraftreserven, hält sich beim Ton vornehm zurück und ist dank exakter Lenkung und standfesten Bremsen auch für schnelle Überlandfahrten stets bereit.

Der geschäumte Armaturenträger und die Türtafeln greifen sich gut an.

Das Multifunktionslenkrad erleichtert die Bedienung, die sportlich gestalteten Instrumente sind auch bei Sonneneinstrahlung gut abzulesen und...

...die Platzverhältnisse sind für fünf Passagiere inklusive Gepäck durchaus üppig.

Die Rückfahrkamera erleichtert das Einparken. Nur das Hartplastik an der Mittelkonsole wirkt nicht unbedingt hochwertig.

Im Kofferraum ist ordentlich Platz. Wenn einmal mehr als fünf Personen transportiert werden müssen, können beim...

...Qashqai+2 zwei weitere Sitze aus dem Kofferraumboden geklappt werden.

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