Nissan X-Trail Tekna 1,6 DIG-T im Test

Ungewohnte Kombination

Nissan X-Trail Tekna 1,6 DIG-T im Test

Das große Japan-SUV zeigt, dass es nicht immer Diesel sein muss.

Kann ein ausgewachsenes SUV, das auf Wunsch bis zu sieben Personen befördert, mit einem kleinhubigen 1,6-Liter-Turbo-Benziner so inhärent harmonieren wie Yin und Yang? Im Test überzeugte uns der X-Trail jedoch von dieser leicht schal anmutenden Kombination.

Der neu erhältliche Vernunft-Benziner leistet solide 163 PS und bewegt den 4,64 Meter langen Nissan ausreichend agil durch dichtes Stadtgewusel oder andächtig entspannt Überland. Ein Komplize für erdrückende Beschleunigungsekstasen ist der ausgewachsene Crossover erwartungsgemäß keiner. Dennoch gelingt der Sprint auf Tempo 100 knapp unter der 10-Sekunden-Marke. Die Kraft auf den Fahrbelag überträgt ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Und zwar stets an die Vorderachse – Allradantrieb gibt es für diesen Benziner nämlich nicht. Dafür überzeugt der seidenweiche Lauf, den auch kein noch so gut gedämmter Diesel hinbekommt. Für Genießer, die nicht allzu viele Kilometer im Jahr fahren, ist der X-Trail 1,6 DIG-T also durchaus eine Alternative.

© TZ ÖSTERREICH
Nissan X-Trail Tekna 1,6 DIG-T im Test
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Der X-Trail transportiert bis zu 7 Personen und nimmt es mit bis zu 1.982 Liter Gepäck auf.

Großzügiger Innenraum
Innen punktet der X-Trail mit bequemen Sitzen und formidablen Platzverhältnissen. Eine unprätentiöse Geräuschkulisse erhöht das Reisevergnügen immens. Die Fahrwerksabstimmung trifft exakt den süßen Punkt zwischen Komfort und Erdverbundenheit. Die Lenkung könnte zwar etwas direkter agieren, vermittelt aber dennoch einen ausreichenden Fahrbahnkontakt. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität passen zum Preisniveau. In Premium-SUVs kommt zwar deutlich weniger Hartplastik zum Einsatz, dafür kosten sie aber auch gleich einige Tausender mehr.

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Bis auf den (zu) kleinen Touchscreen gibt es im Cockpit nicht viel auszusetzen.

Umfangreiche Ausstattung
Die hohen europäischen Ansprüche erfüllt der X-Trail in der „Tekna“-Ausstattungslinie. Die japanische Autoschmiede ruft hierfür einen Basispreis von 35.740 Euro auf. Begehrlichkeiten wie Voll-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Panoramaglasdach und mannigfaltige Fahrassistenten sind darin abgegolten. Und wenn der Gasfuß nicht allzu schwer ist, kommt man mit knapp acht Liter auf 100 km über die Runden. Das ist zwar mehr als ein ähnlich starker Diesel schluckt, schießt aber nicht übers Ziel hinaus. Lediglich der Touchscreen in der Mittelkonsole könnte etwas größer sein. Das wäre nicht nur beim Navigieren, sondern auch bei der Bedienung von Vorteil.

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Technische Daten
1,6l 4-Zylinder-Turbobenziner mit 163 PS und 240 Nm
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 9,7 Sek.; Spitze: 200 km/h
Antrieb: Frontantrieb, manuelles 6-Gang-Getriebe
Verbrauch: Norm: 6,4l/100km; Test: 8,3l/100km
Abmessungen: 4,64 x 1,83 x 1,71 Meter (LxBxH)
Gewicht: ab 1.505 Kilogramm
Kofferraum: 550 bis 1.982 Liter
Preis: ab 25.750 Euro

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