Opel Mokka 1,4 Turbo Cosmo im Test

Mini-SUV mit Allrad

Opel Mokka 1,4 Turbo Cosmo im Test

Kompakt-Offroader aus Rüsselsheim trifft den Zahn der Zeit.

Für Opel ist der Mokka ein echter Segen. Das kleine Kompakt-SUV trifft genau den Zahn der Zeit und ist, wie berichtet, ein echter Bestseller . Die Vorteile dieser Fahrzeuggattung liegen auf der Hand: bequemer hoher Einstieg, komfortable Platzverhältnisse, gute Übersicht und parkplatzfreundliche Abmessungen. Wir haben den kleinen Offroader nun mit dem stärksten Benziner und Top-Ausstattung getestet.

Diashow: Fotos vom Test des Opel Mokka 1,4 Turbo

Die modern gezeichnete Front ist im aktuellen Opel-Design gestaltet. Das...

...Heck kommt jedoch deutlich bulliger daher. Hinter der Klappe...

...verbirgt sich ein maximal 1.372 Liter großer Kofferraum.

Unser Testwagen hatte auch noch den praktischen Flex-Ride-Fahrradträger mit an Bord, der wie eine Schublade aus dem hinteren Stoßfänger ausgefahren werden kann.

Im Innenraum hat sich Opel um einen wertigen Eindruck bemüht. In Kombination mit der Top-Ausstattung und den hervorragenden Ledersitzen ist das auch gelungen.

Die hinterschäumten Materialien greifen sich gut an. Auch an der Verarbeitung gibt es bei dem in Korea gefertigten SUV nichts auszusetzen.

In Sachen Bedienung braucht es zunächst etwas Eingewöhnung, denn die Mittelkonsole ist mit Schaltern geradezu überfrachtet.

Ausreichend kräftig
Setzt man den Rüsselsheimer Mini-SUV dann in Bewegung, erfreut zum einen die akustische Zurückhaltung des 1,4-l-Benziners. Da sich auch die Wind- und Abrollgeräusche in angenehmen Grenzen halten, muss die Stimme im Gespräch mit dem Beifahrer selbst bei Autobahntempo nicht unangenehm erhöht werden. Die Leistung von 140 PS ist für das Kampfgewicht von 1.400 Kilo gut bemessen. Zum Sportwagen mutiert der Mokka jedoch nicht. Dennoch erreicht er respektable Fahrleistungen: Der Sprint von null auf 100 ist beispielsweise in 9,8 Sekunden absolviert, maximal sind 186 km/h möglich. Dank Allrad ist stets für hervorragende Traktion gesorgt – egal ob man auf nasser Straße, oder engen Kurven unterwegs ist. Der Testverbrauch hat sich bei 7,5 Litern eingependelt, was zwar kein herausragender aber immerhin ein annehmbarer Wert ist. In der Stadt hilft das schnell ansprechende Start-/Stopp-System beim Spritsparen. Wenn es im Fahrbetrieb etwas zu bemängeln gibt, dann das etwas hakelige Getriebe. Und auch die Lenkung könnte etwas mehr Rückmeldung bieten. Dafür trifft das Fahrwerk einen guten Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort. Die Bremsen sind ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.

Hochwertiges Interieur
Im Innenraum hat sich Opel um einen wertigen Eindruck bemüht. In Kombination mit der Top-Ausstattung und den hervorragenden Ledersitzen ist das auch gelungen. Der Mokka hinterlässt einen soliden Eindruck. Die hinterschäumten Materialien greifen sich gut an. Lediglich im unteren Bereich, wo man nicht so genau hinsieht, wird eher billig wirkendes Hartplastik verbaut. An der Verarbeitung gibt es bei dem  in Korea gefertigten SUV aber nichts auszusetzen. Gleiches gilt für das Platzangebot. Dank der großzügigen Kopf- und Beinfreiheit reisen zwei groß Gewachsene selbst im Fond äußerst bequem. Und mit 356 bis 1.372 Liter bietet der 4,28 Meter lange, 1,77 Meter breite und 1,65 Meter hohe Mokka (Radstand: 2,55 m) auch einen ausreichend großen Kofferraum. Unser Testwagen hatte zusätzlich den praktischen Flex-Ride-Fahrradträger mit an Bord, der wie eine Schublade aus dem hinteren Stoßfänger ausgefahren werden kann. In Sachen Bedienung braucht es zunächst etwas Eingewöhnung, denn die Mittelkonsole ist mit Schaltern geradezu überfrachtet. Wie der Test zeigte, hat man das Ganze aber dann doch relativ schnell im Griff. Viele der Tasten muss man ohnehin nicht täglich benutzen.

Fazit
Im dichten Konkurrenzumfeld der Mini-SUVs nimmt der Mokka eine Topposition ein. Schon allein, weil es ihn im Vergleich zu einigen Mitbewerbern auch mit Allrad gibt. Der Preis unseres voll ausgestatteten Mokka (Leder, Navi, Kollisionswarner, 18-Zoll-Alus) belief sich auf 30.508 Euro. Für das Einstiegsmodell werden knapp 20.000 Euro fällig. Der härteste Gegner kommt aber ausgerechnet aus den eigenen Reihen. Chevrolet bietet nämlich seit wenigen Wochen in Österreich den Trax an. Bei dem handelt es sich quasi um den Zwillingsbruder des Mokka. Preislich unterbietet der ebenfalls in Korea gebaute Ami den Deutschen jedoch. Dafür muss man im Cockpit mit einfacheren Materialien Vorlieb nehmen.

Noch mehr Infos über Opel finden Sie in unserem Marken-Channel.

>>>Nachlesen: Der neue Chevrolet Trax im Test

Diashow: Fotos vom Test des Chevrolet Trax

Obwohl der Trax nur 4,25 Meter lang ist, wirkt er ziemlich erwachsen. Dafür sorgen vor allem die breit ausgetellten Radhäuser, die stattliche Höhe und die bullige Front.

Am Heck sorgen die markanten Rückleuchten für einen eigenständigen Abgang.

Die schicken Alufelgen sorgen für eine sportliche Note.

Im übersichtlichen Cockpit dominiert viel Hartplastik. Dieses ist sauber verarbeitet und neigt selbst auf schlechten Pisten nicht zum Knistern.

Der große Digitaltacho ist hervorragend abzulesen.

Klimaanlage, MP3-Radio mit AUX-Eingang, Tempomat, Zentralverriegelung, etc. und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung sind selbst beim Einstiegsmodell mit dabei.

Die runden Lüftungsdüsen sind Geschmackssache lassen sich aber perfekt justieren.

Das wahre Highlight wartet jedoch in der Mittelkonsole, und hört auf den Namen „MyLink“. Dieses Multimedia-System zählt zu den besten, die derzeit am Markt sind.

Das System wird per Kabel mit dem Smartphone (iPhone oder Android) verbunden und bringt dann alle wichtigen Inhalte (Musik, Kontakte, etc.) direkt auf das große Display.

Am Handy des Testwagens war auch eine günstige (ca. 50 Euro) Navigations-App installiert. Diese funktionierte hervorragend und kann auch offline verwendet werden.

Die Rückfahrkamera ist sehr empfehlenswert. Nach hinten ist der Trax nämlich etas unübersichtlich.

Die zahlreichen Ablagen sind im Alltag eine echte Hilfe.

Das Kofferraumvolumen liegt mit 356 Litern im Klassenschnitt. Nach umklappen der Rücksitzlehnen steigt das Volumen auf 1.370 Liter.

Ein doppelter Boden sorgt für eine ebene Ladefläche. Darunter liegt ein weiteres großes Staufach.