Der geölte Blitz

So fährt sich der neue Corsa OPC

Opel meldet sich in der Liga der kleinen Heißsporne zurück.

Oh ja, so mögen wir Opel: alles andere als kleinlaut und seine traditionell hohe Kompetenz im Bau dynamischer Kompaktgeräte ausspielend. Das begann vor rund 30 Jahren mit dem Corsa GSi (106 PS), fand 2007 mit dem Corsa OPC 207 eine rühmliche Fortsetzung und mündet nun in die stärkste, schnellste und technisch versierteste Version des Rüsselsheimer Baby-Racers, den Corsa OPC II . Nachdem der Hersteller in den letzten Wochen immer mehr Details über seinen jüngsten Spross war es nun endlich soweit: Der neue Corsa OPC stand für eine intensive Testfahrt bereit.

© GM Company

207 PS, tiefergelegtes Sportfahrwerk und mechanische Differenzialsperre

Scharfe Optik
Schon allein die Optik des Hot-Hatch zeigt: Hier haben sich die Kollegen von Opel nicht mit halben Sachen begnügt. Die Front wurde mit großen Lufteinlässen und einer angedeuteten Hutze auf der Motorhaube ordentlich auffrisiert. Das Fahrwerk duckt sich 10 mm tiefer gen Asphalt und die Extremitäten zieren 18-beziehungsweise optional 19-Zoll-Bicolorfelgen. Feiste Edelstahl-Endrohre von Remus und ein markanter Dachspoiler komplettieren das dynamische Bodykit des neuen Corsa OPC.

© GM Company

Hochwertig und sportlich konfiguriert - nur der Monitor sitzt (zu) tief.

Top Performance
Das Schönste allerdings an der knackigen Aufmachung: Es ist keine Mogelpackung. Der quicke Hesse fährt sich so, wie er aussieht. Der 207 PS starke 1,6-l-Turbobenziner röhrt kernig und treibt den 1.200-Kilo-Knilch ebenso voran. Schon von weit unten heraus beißt der Corsa OPC mit Inbrunst an. Das satte Drehmoment von 245 Nm steht bis weit nach 5.000 Touren zur Verfügung. Kurzfristig lassen sich sogar 280 Nm abrufen (Overboost). Diese hohe Elastizität macht vor allem in kurvigem Terrain helle Freude. Den Standardspurt hakt das kleinste OPC-Modell in 6,8 Sekunden ab, auf der deutschen Autobahn sind bis zu 230 Sachen möglich. Von solchen Werten können herkömmliche Kleinwagenfahrer nur träumen.

>>>Nachlesen: Neuer Opel Corsa OPC startet

Empfehlenswertes Performance-Paket
Perfekt gemanagt wird die Performanz von einem absolut rennsporttauglichen Fahrwerk. Der Corsa pickt auf dem Asphalt und auch Nässe bringt ihn kaum aus der Fassung. Im hochwertig anmutenden Innenraum nimmt man auf tollen Sportsitzen Platz und hat ein griffiges Lenkrad in den Händen. Einziger Kritikpunkt ist der etwas zu tief sitzende Touchscreen für Navi, Multimedia und Co. Addiert man zum Einstandspreis von 22.590 Euro noch mal 2.400 dazu, gibt es das OPC-Performance-Paket mit Brembo-Bremsanlage und mechanischem Sperrdifferenzial. In dieser Konfiguration stellt der Corsa OPC dann in seiner Liga das derzeit preislich wie kompetenztechnisch schärfste Paket am Markt dar. (Christian Zacharnik)

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Technische Daten
1,6l-4-Zylinder-Turbobenziner; 207 PS und 245 Nm (kurz bis zu 280 Nm)
Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 6,8 Sekunden
Leergewicht: 1.203 Kilogramm
Normverbrauch: 7,5 Liter auf 100 km ‚
Abmessungen: 4,02/1,74/1,74 m (L/B/H)
Kofferraum: 280 bis 1.090 Liter
Preis: ab 22.590 Euro

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