Großes Facelift

So fährt sich der „neue“ Avensis

Japaner haben ihre Mittelklasse umfangreich aufgefrischt.

Toyota hat auf dem Genfer Autosalon 2015 nicht nur den überarbeiteten Auris , der gerade in den heimischen Handel kommt, vorgestellt, sondern auch den Avensis . Hier fiel das Facelift äußerst umfangreich aus: Über 50 Prozent Neuteile werden bei dem Mittelklasse-Modell, das es wieder als Limousine (4,75 m lang; 509 l Kofferraum) und Kombi (4,82 m lang; 543 – 1.609 l Kofferraum) gibt, verbaut. In seiner Gesamterscheinung wirkt der „neue“ Avensis gegenüber dem Vorgänger deutlich dynamisiert. Die modifizierte Front erinnert nun sogar etwas an das hochmoderne Brennstoffzellen-Auto Mirai. Optional sind nun auch Voll-LED-Scheinwerfer erhältlich. Eine maßgebliche Aufwertung erfuhr auch der Innenraum mit neuer Architektur und hochwertigeren Materialien. Hier muss sich der Japaner vor seinen Konkurrenten nun nicht mehr verstecken. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, die Softtouch-Oberflächen fühlen sich hervorragend an und die Bedienung erfolgt weitestgehend intuitiv. Selbst das Menü des großen Touchscreens in der Mittelkonsole gibt kaum Rätsel auf.

© Toyota
So fährt sich der „neue“ Avensis
× So fährt sich der „neue“ Avensis

In Österreich entscheidet sich  die Mehrheit der Käufer für den praktischen Kombi.

Motoren und Fahrwerk
Motorisch setzt man auf zwei neue Diesel (1,6 u. 2,0 l), die im österreichischen BMW-Werk in Steyr gefertigt werden. Darüber hinaus bleiben auch die zwei Benziner (1,6 u. 1,8 l) im Angebot. Letztere spielen hierzulande jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Alle Triebwerke erfüllen die Euro-6-Norm. Die Selbstzünder mit 112 (270 Nm; 4,2 l/100 km) und 143 PS (320 Nm; 4,5 l/100 km) sind durchzugsstark und leise. Die Saug-Benziner (132 PS; 160 Nm und 147 PS; 180 Nm) können punkto Antritt nicht ganz so überzeugen, zeichnen sich aber durch gute Laufkultur aus. Das stufenlose CVT-Getriebe gibt es nur in Verbindung mit den Benzinern.Gearbeitet hat man auch am Fahrwerk. Es ist Komfortabel, aber straff genug. Dazu kommt eine Lenkung, die das Prädikat "ausgezeichnet" verdient. Auch die Sitze sind hervorragend gepolstert. Da schreckt man auch vor längeren Etappen nicht zurück.

© Toyota
So fährt sich der „neue“ Avensis
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Das neue Cockpit macht bei Haptik und Optik gleich zwei Schritte nach vorne.

Ausstattung und Sicherheit
Die neuen Ausstattungsvarianten heißen Avensis, Comfort, Business Editionund Executive. Bei der Ausstattung punktet schon der Basisbenziner mit Lederlenkrad, Klima, elektrischen Fensterhebern und Multimedia-Audio-Systemen Toyota Touch2. Ausgeweitet wurde auch die Liste der verfügbaren Sicherheitsausstattung: Kollisionswarner, Berganfahrhilfe, Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent sind dank dem Facelift verfügbar. Bereits in der Grundversion verfügt der Avensis serienmäßig über das laser-kamerabsierte Pre-Collision System (PCS) inklusive dem Front-Kollisionswarner und dem Notbremsassistenten mit autonomer Notbremsfunktion.

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Verfügbarkeit
Aktuell verhandelt der heimische Importeur mit seinen Kollegen aus Japan noch die Preise. Sie werden sich aber am Vormodell orientieren, was einen Einstieg ab etwa 26.000 Euro bedeutet. Der Markteinführungstermin ist der 1. September.