So fährt sich der Seat Leon ST Cupra

Bärenstarker Kombi

So fährt sich der Seat Leon ST Cupra

Spanier nehmen die Poleposition bei den kompakten Power-Kombis ein.

Kompakte Kombis mit einem Leistungskonvolut weit jenseits der 200 PS sind interessanterweise rare Erscheinungen. Der bis dato einzige Vertreter dieser Kategorie war der (jüngst überarbeitete) Ford Focus ST Traveller mit 250 PS. Nun ist auch der VW-Konzern auf die Attraktivität der Kombination von hoher Dynamik, ebensolchem Nutzwert und erschwinglichen Anschaffungskosten gestoßen. Bis im Frühsommer der 300 PS starke Golf R Variant die Leitfunktion übernimmt, bildet ab April Seat mit dem neuen Leon ST Cupra die Leistungsphalanx.

© Seat
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Perfekt austariert

Und das tut der Spanier nicht nur am Papier, sondern auch realiter. Der 280 PS starke 2.0 TFSI geizt weder mit performanten noch mit akustischen Reizen. Begleitet von heisersonorem Sound nimmt das Aggregat dankbar und unmittelbar jeden Gasbefehl an und münzt ihn temperamentvoll in Vortrieb um. Kaum ein Tourenbereich, in dem der Turbo-Benziner die Drehmomentpuste ausginge. Dazu gesellt sich ein perfekt abgestimmtes Sportfahrwerk mit Frontdifferenzial, eine präzise Lenkung und ein - manuell wie automatisiert (6-Gang-DSG) - akkurat zu Werke gehendes Getriebe. Lediglich beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven, spürt man leichte Antriebseinflüsse im Lenkrad. Ansonsten ist vom Frontantrieb jedoch nichts zu spüren. Darüber hinaus spendieren die Spanier dem praktischen Leon standfeste Bremsen.

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Design
Optisch hält sich der Sportkombi brav zurück. Wer nicht die mattgraue Lackierung mit den orangen Akzenten wie auf den Fotos wählt, wird im Straßenbild nicht großartig auffallen. Lediglich dezent gestaltete Cupra-Insignien wie die größeren Lufteinlässe, der Wabengrill, die Seitenschweller, die größeren Räder sowie die modifizierte Schürze inklusive Doppelauspuff signalisieren Kennern, das hier ein extrem schneller Kompakt-Kombi daherkommt. In den schwarz gehaltenen Innenraum fühlt man sich auf Anhieb wohl. Die Bedienung funktioniert intuitiv, die Sportsitze bieten einen tollen Seitenhalt und das Lenkrad liegt hervorragend in der Hand. Auf das Kofferraumvolumen hat die Leistungskur keine negativen Auswirkungen. Das Ladevolumen von 587 bis 1.470 Liter reicht im Alltag locker aus.

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Preis-Leistung
Mit einem Preis ab 37.190 Euro ist der praktische Dynamiker alles andere als überbezahlt. Zum Vergleich: Der Golf R Variant leistet zwar 20 PS mehr und verfügt über einen Allradantrieb, dafür kostet der Wolfsburger Bruder aber auch rund 50.000 Euro.

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Technische Daten
Motor: 2.0 TSI mit 280 PS und 350 Nm Drehmoment
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 6,1 bzw. 6,0 (mit DSG) Sekunden, Spitze: 250 km/h
Normverbrauch: 6,6 (DSG) bzw. 6,6 Liter/100 km
Leergewicht: ab 1.440 Kilogramm
Kofferraum: 587 bis 1.470 Liter
Preis: ab 37.190 Euro, mit 6-Gang-DSG ab 39.090 Euro

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Diashow: Fotos von der Seat-SUV-Studie 20V20

Mit seinen 20 Zoll großen Rädern, den weit ausgestellten Radhäusern und dem entschlossenen Blick aus den adaptiven Voll-LED-Scheinwerfern steht das SUV äußerst kraftvoll auf der Straße.

Die Silhouette des SUV mit der schräg stehenden D-Säule erinnert schon fast an ein viertüriges Sportcoupé.

Hinten stechen die schmalen, zweigeteilten Rückleuchten und die stark eingezogene Kofferraumklappe ins Auge.

Das 12,3 Zoll große virtuelle Display kennen wir bereits aus Audi TT, R8 und Q7 sowie dem neuen Passat und ist wie bei den Konzernbrüdern frei programmierbar.

Im gesamten Interieur dominieren edle Materialien wie naturbelassenes Leder, Aluminium und dunkles Glas.

Bei voller Besetzung soll der Kofferraum immerhin 600 Liter schlucken. Im Boden des Gepäckraums verstecken sich zwei perfekt integrierte Gepäcktrolleys.