Sommerreifentest 2014: Die Tops & Flops

33 Modelle geprüft

Sommerreifentest 2014: Die Tops & Flops

Ergebnis fällt ganz gut aus; Aber: Vier Pneus erhielten "nicht empfehlenswert".

In Österreich zieht bereits der Frühling ins Land. Und auch wenn die Winterausrüstungspflicht erst am 15. April endet, ist es bereits höchste Zeit an die passende Bereifung für den Sommer zu denken. Für alle Autofahrer, die neue Sommerreifen brauchen, sind die Tests der Autofahrerclubs immer eine gute Entscheidungshilfe. Da passt es gut, dass der ÖAMTC am Donnerstag die Ergebnisse des Sommerreifentests 2014 veröffentlicht hat, der gemeinsam mit den europäischen Partnerclubs durchgeführt wurde. In diesem Jahr wurden insgesamt 33 neue Reifen getestet. Überprüft wurden die zwei gängigen Dimensionen 175/65 R14 T und 195/65 R15 V. "Diese beiden Reifengrößen sind in den Segmenten der Kleinwagen bzw. Kompakt- bis hin zur Mittelklasse sehr weit verbreitet", sagte ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel.

175/65 R14
Von den 16 Fabrikaten der kleineren Dimension 175/65 R14 T fielen drei mit "nicht empfehlenswert" durch. Der Debica Passio 2, der Kormoran Impulser b2 und der Kleber Dynaxer HP3 schnitten speziell bei den Nassgriffeigenschaften schwach ab. "Alle drei Modelle können mit guten bis sehr guten Verschleißwerten punkten. Dadurch andere Schwächen zu kaschieren, ist beim ÖAMTC-Reifentest aber nicht möglich", so Eppel. Auch der Avon ZT5 hatte mit dem Nassgriff zu kämpfen - schaffte aber noch die Note "bedingt empfehlenswert".

Ergebnis im Überblick: (Grafik öffnet sich per Mausklick)


Grafik: (c) ÖAMTC

Sechs der 16 Testkandidaten erreichten die Note "sehr empfehlenswert" und sind damit die ausgewogensten Produkte in der Dimension 175/65 R14 T. Bei den restlichen sechs Modellen sorgten einmal mehr die Nassgriffeigenschaften für die Abwertung auf das Urteil "empfehlenswert".

Das schwache Abschneiden vieler Modelle bei den Nassgriffeigenschaften muss den Herstellern zu denken geben, so der ÖAMTC. Dabei handelt es sich um ein sicherheitsrelevantes Kriterium, das der Konsument beim Reifenkauf nicht sehen kann. "Das gefährliche daran ist, dass mangelnde Haftung auf nasser Fahrbahn oft so lange nicht bemerkt wird, bis es zu spät ist", so der Experte.

195/65 R15 V
Ein Produkt erhielt die Note "bedingt empfehlenswert", vier fielen mit "nicht empfehlenswert" durch. In der Dimension 195/65 R15 V wurden 17 Modelle getestet. Im Vergleich zu früheren Tests zeigte sich heuer, dass sich der durchschnittliche Reifenverschleiß eher erhöht hat. Gleichzeitig war aber auch eine Verbesserung bei den Nassgriffeigenschaften zu beobachten. Ein klassischer Zielkonflikt, wie ÖAMTC-Experte Eppel erklärte: "Reifeneigenschaften sind eine diffizile Angelegenheit. Die Hersteller können kaum eine Änderung an einer Stelle vornehmen, ohne eine andere zu beeinflussen."

Ergebnis im Überblick: (Grafik öffnet sich per Mausklick)


Grafik: (c) ÖAMTC

Im aktuellen Sommerreifentest wurden auch zwei Premiumprodukte Opfer dieses Konflikts. Sowohl der Bridgestone Turanza T001 als auch der Continental ContiPremiumContact 5 wurden trotz sehr guter Nassgriffeigenschaften wegen zu geringer Verschleißfestigkeit auf "empfehlenswert" abgewertet. Umgekehrt war es beim Michelin Energy Saver+, der länger hält als jeder andere Testkandidat in dieser Dimension, dafür aber auf nasser Fahrbahn hinterher hinkt und ebenfalls mit "empfehlenswert" abschnitt.

Im Spitzenfeld der Dimension 195/65 R15 V lagen einmal mehr die sieben Modelle mit den ausgewogensten Eigenschaften. Sie alle wurden mit "sehr empfehlenswert" beurteilt. Die restlichen Produkte erhielten die Note "empfehlenswert", lediglich ein Reifen, der Federal Formoza FD2, wurde mit "nicht empfehlenswert" bewertet. "Bei diesem Modell waren die Nassgriffeigenschaften so schwach, dass keine bessere Gesamtnote möglich war", erklärte der ÖAMTC-Experte.

Notenschlüssel

© ÖAMTC
Sommerreifentest 2014: Die Tops & Flops
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Europaweit
Der Reifentest ist ein europaweites Projekt, in dem sich die größten europäischen Mobilitätsclubs und Konsumentenschutzorganisationen zusammengeschlossen haben. Neben dem ÖAMTC zählen dazu unter anderem der Verein für Konsumenteninformation (Österreich), der ADAC (Deutschland), die Stiftung Warentest (Deutschland) und der TCS (Schweiz). Die Projektleitung und Durchführung übernimmt der ADAC.

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