Model 3, Scala, GLE & Co. im Crashtest

Sechs aktuelle Autos

Model 3, Scala, GLE & Co. im Crashtest

Neue Modelle von Tesla, Skoda, Mercedes, Kia und DS geschrottet.

Für den neuesten  EuroNCAP Crashtest , dessen Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht wurden, wurden sechs aktuelle Autos auf ihre Fahrzeugsicherheit überprüft:  DS 3 Crossback , Kia  Ceed , die Mercedes-Modelle  B-Klasse  und  GLE , Skoda  Scala  sowie Tesla  Model 3 . Aus Österreich war wie immer der ÖAMTC mit von der Partie. "Grundsätzlich sind die Ergebnisse einmal mehr sehr positiv. Alle Testkandidaten erreichen mit fünf Sternen die Höchstwertung", fasst Max Lang, EuroNCAP-Experte des heimischen Autofahrerclubs, zusammen. Allerdings benötigen DS 3 Crossback und Ceed dafür ein optional erhältliches Safety Pack.

Crashtest-Video: DS 3

Sicherheit dürfe keine Preisfrage sein

Ohne diese kostenpflichtigen Sicherheitsfeatures – beim DS-Modell ist es ein automatisches Notbremssystem, beim Kia eine erweiterte Variante des serienmäßigen Notbremsassistenten – reicht es bei beiden Autos nur für vier Sterne. Beim Koreaner erhöht sich mit dem Sicherheitspaket die Fußgänger- und Radfahrersicherheit, beim Franzosen zusätzlich auch die Erwachsenensicherheit. "An diesen Ergebnissen sieht man, dass es geht – auch günstigere und kleinere Autos können durch Fahrerassistenten noch sicherer werden. Eine Preisfrage darf das aber nicht sein", kritisiert Lang.

Crashtest-Video: Kia Ceed

Erwachsenen- und Kindersicherheit

Abgesehen davon gibt es bei den Fahrzeugen im aktuellen Crashtest kaum Auffälligkeiten. Generell beeindrucken vor allem die hohen Werte bei der Erwachsenensicherheit, die sich zwischen 97 (Scala) und 88 Prozent (Ceed) bewegen. Ähnlich gut ist die Kindersicherheit mit Werten zwischen 90 (beide Mercedes-Modelle) und 85 Prozent (Kia). Das heißt laut den Testern aber nicht, dass man gar nichts mehr verbessern könnte – beispielsweise habe der Ceed mit und ohne Safety Pack Probleme beim Pfahltest. Dennoch zeige sich mittlerweile deutlich, welche Fortschritte die Fahrzeugsicherheit dank der Kombination aus aktiven und passiven Sicherheitssystemen sowie einer steigenden Anzahl an immer besser funktionierenden Fahrerassistenten bringe. "Dem tragen auch die EuroNCAP-Crashtests Rechnung, die laufend adaptiert und verschärft werden", so der ÖAMTC-Experte. Am meisten Aufholbedarf gibt es nach wie vor beim Schutz von Fußgängern und Radfahrern, aber auch hier sind inzwischen deutliche Verbesserungen zu erkennen.

Crashtest-Video: Tesla Model 3

Tesla

Mit dem  Model 3  von Tesla ist im aktuellen Crashtest auch ein Elektrofahrzeug der Mittelklasse vertreten. Unterschiede in der Fahrzeugsicherheit konnten gegenüber den Autos mit Verbrennungsmotor nicht festgestellt werden – in Sachen Insassenschutz gehört der US-Stromer sogar zu den besten. Besonders beeindruckend: Seine Ausstattung mit Fahrerassistenten, die in praktisch allen Testszenarien hervorragende Ergebnisse lieferten. "Nur beim Schutz von Fußgängern und Radfahrern konnte das Model 3 nicht ganz überzeugen, ist aber auch nicht wesentlich schwächer als der Rest des Feldes. Der Grund sind die harten A-Säulen, die bei einem Aufprall zu schwersten Verletzungen führen können", so Lang abschließend. Das Model 3 schnitt übrigens auch beim ebenfalls  sehr strengen US-Crashtest bestens ab .

Crashtest-Video: Mercedes B-Klasse

Crashtest-Video: Mercedes GLE

Crashtest-Video: Skoda Scala



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Diashow: Tesla Model 3 AWD Long Range im Test

Das 4,70 Meter lange Model 3 wirkt zwar nicht wie aus einer anderen Welt, hebt sich von normalen Fahrzeugen aber doch deutlich ab.

Schweinwerfer wie Klupschaugen und der fehlende Grill lassen den Stromer freundlich blicken.

Die spezielle Form ist der hervorragenden Aerodynamik geschuldet.

Die Heckansicht wirkt durchaus stämmig und passt somit zu den Fahrleistungen.

Wer einmal in einem Model 3 gesessen ist, weiß, wie ein auf das Wesentliche reduzierte Cockpit tatsächlich aussieht.

Ein solches Interieurkonzept ist zwar vergleichsweise günstig zu produzieren, wirkt aber dennoch hochwertig und futuristisch.

Eigentlich gibt es nur ein Lenkrad mit zwei frei belegbaren Bedientasten, zwei Lenkstockhebel und einen 15 Zoll großen Touchscreen.

Der Warnblinkschalter und der SOS-Knopf sind im Dach (vor dem Innenspiegel) verbaut.

Das Platzangebot reicht auch im Fond für Erwachsene völlig aus. Gut an kühlen Tagen: Die Rücksitzbank ist beheizbar.

Normalerweise kritisieren wir immer, wenn Hersteller zu viele Funktionen im Touchscreen unterbringen. Bei Tesla ist das jedoch nicht der Fall.

Obwohl so gut wie alles über das große Display gesteuert wird, klappt das genau so einfach wie am iPhone oder iPad.

Der 15 Zoll große Monitor bietet eine hervorragende Grafik, reagiert extrem flott auf Befehlseingaben (zoomen, tippen, wischen, etc.) und ist sowohl von Fahrer- wie Beifahrersitz aus gut erreichbar.

Besonders beeindruckend ist die Echtzeit-Navigation via Google Maps.

Die Steuerung der Klimaanlage ist besonders innovativ. Hier kann man den Luftstrom per Wichgeste genau dorthin steuern, wo man ihn haben möchte. Tesla-Fahrer...

...haben dank ständiger Online-Anbindung auch Zugriff auf den Musik-Streamingdienst Spotify. Somit stehen rund um die Uhr über 50 Millionen Songs zur Wahl. Die...

...Rückfahrkamera liefert ebenfalls ein tolles Bild und blendet zusätzliche Hilfslinien ein.

Im "Tesla"-Menü finden sich zahlreiche Spielereien. Wer Mitfahrern einen Streich spielen will, kann den "Furzkissen"-Modus aktivieren. Mit diesem...

...lässt sich einstellen, dass es sich so anhört, als hätte ein Mitfahrer - egal auf welchem Platz er sitzt - einen fahren lassen.

Der an sich gut nutzbare, 365 Liter große Kofferraum ist nur durch eine vergleichsweise kleine Luke erreichbar. Die Ladekabel...

...sind im darunter liegendem Fach verstaut. Dank der...

...Elektroplattform gibt es auch unter der vorderen Haube einen 60 Liter großen Kofferraum.

Der Ladeanschluss befindet sich vor dem Rücklicht an der linken Seite.

Vor der Rückfahrt nach Wien haben wir das Model 3 an einer Starkstromleitung (400 V) von einer Restreichweite von ca. 70 km auf eine Reichweite von 500 km aufgeladen. Das dauerte etwas über sieben Stunden. An Teslas Superchargern geht es deutlich flotter.

Nach unserer mehrtägigen Testfahrt kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von rund 18 Kilowattstunden, was für ein derart großes und schnelles Auto ein sehr guter Wert ist.