Fords neuer Geniestreich

Test: Focus RS

Fords neuer Geniestreich

Ex-Ski- und Motorsportler Hans Knauss hat Fords neuen Sportler unter die Lupe genommen.

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Wer oder was ist GTI? Fords neuester Streich, der Focus RS, ist eine klare Kampfansage nach Wolfsburg. Denn er trägt nicht umsonst die zwei Buchstaben am Ende. Sie stehen für Rallye Sport – und seine Herkunft kann der Focus nicht leugnen. Davon überzeugte sich auch Hans Knauss (38), siebenfacher Ski-Weltcupsieger und leidenschaftlicher Motorsportler, der den Focus RS für ÖSTERREICH testete.

305 PS: Pure Kraft

Der Schladminger lässt sich nicht lange bitten, den RS rund um seine Heimat zu testen. 305 PS leistet der 2,5-Liter-Fünfzylinder (5,9 Sekunden von 0 auf 100), eine Kraft, die nur auf die Vorderräder übertragen wird. Lässt man diese aus, ist das Fahren richtige Arbeit. Das bekam auch Knauss zu spüren. „Bei Spurrillen ist er fast unfahrbar, da braucht man einen Meter beidseitig Platz“, beschreibt der 38-Jährige, der fast ausschließlich Wagen mit Allrad- und Hinterradantrieb fährt, das unruhige Verhalten. Sonst ist Knauss, der den Wagen auch in Serpentinen testete, hellauf begeistert. „Bodenwellen absorbiert er super, in den Kurven liegt er sehr gut“, hat es ihm das RS-Sportfahrwerk sichtlich angetan. Dass Knauss in den kurvigen Strecken nicht den Halt verliert, dafür sorgen die Recaro-Sportsitze, die einen hervorragenden Seitenhalt bewirken. Und dann wäre da noch der Sound. „Da muss man mit offenem Fenster fahren, um die „Musik“ zu genießen“, ist Knauss vom Turbo-Klang begeistert.

 

© oe24
Fords neuer Geniestreich
(c) Michele Pauty


Aber schon beim Anblick ist Knauss dem RS verfallen: „Geile Optik, der berührt einen ja schon im Stehen.“ Die Front verdeutlicht die Verwandtschaft zum WRC-Focus: Großzügige Lufteinlässe, Kühlergrill im RS-Design, Lüftungsschlitze auf der Motorhaube und die Spurverbreiterung lassen schon erahnen, wie viel Kraft im Inneren lauern wird. Nicht weniger einladend ist das Heck. Eine Doppelrohr-Auspuffanlage, ein Diffusor und ein Dachspoiler, ebenfalls vom Rallye-Vorbild, runden die Optik ab. „Das Positive ist, dass er sehr sportlich aussieht, aber nicht zu extrem aufdringlich ist“, so Knauss.

 

 

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(c) Michele Pauty

 

Auch im Inneren kann der Ford überzeugen 2-Zonen-Klimanalage, Karbon-Look, zusätzliche Armaturen für Turbolader-Druck, Öldruck und- temperatur. „Absolut ausreichende Ausstattung für einen Sportler“, so Knauss. Spaßgarantie. Zu haben ist der RS ab 39.000 Euro. „Die ist er vom Fahrspaß auch wert. Aber einem 18-Jährigen würde ich ihn nicht empfahlen. Die Kraft des Focus RS braucht schon Erfahrung, um sie zu bändigen“, lautet Knauss Resümee.

Thomas Werth