Mit dem asymmetrisch gestalteten Heck fällt der Cube auf alle Fälle auf. Bild: Nissan

Test: Nissan Cube

Nissan bringt den Cube nach Österreich

Quadratisch, praktisch, Cube - Japans Kult-Auto kommt nach Europa. Wir konnten den neuen Nissan bereits testen.

Wenn sich Autodesigner an Vorbildern wie einer Bulldogge mit Sonnenbrille (Front) und den Rundungen von Jennifer Lopez (Heck) orientieren, kann nur ein außergewöhnliches Fahrzeug entstehen: Der Nissan Cube. In Japan, wo in zwei Generationen bereits rund 1 Million Autos verkauft wurden, genießt der 3,98 Meter kurze Stadtwagen längst Kultstatus. Die dritte Version bringt Nissan nun erstmalig auch nach Europa, wo der Cube ab 30. Jänner auch in Österreich erhältlich ist.

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Nissan bringt den Cube nach Österreich

Eine Bulldogge mit Sonnenbrille diente den Designern als Vorlage zur Front des Nissan Cube.

Auffälliges Desigen

Der Name „Cube“ (engl. für Würfel) kommt nicht von ungefähr. Doch gerade mit seiner fast quadratischen Form hat er die Herzen seiner Kunden im Sturm erobert. Vor allem das Heck des Kultautos ist ungewöhnlich. So geht die Heckscheibe auf der rechten Seite um die Ecke und der Kofferraum lässt sich seitlich und in mehreren Stufen öffnen.

Raumangebot/Ausstattung
Im Inneren präsentiert sich der 1,70 Meter breite und 1,65 Meter hohe Cube sehr großzügig. Sofa-ähnliche Sitze, ein großes Glasdach, weit nach außen platzierte A-Säulen für einen besseren Ausblick – all das trägt zum Wohlgefühl bei. Zudem strotzt er nur vor Details, etwa einer Gummibandhalterung für Getränkedosen und bunt beleuchtetem Fußraum. Auch die Basis-Ausstattung geht voll in Ordnung, bei der Aufpreispolitik könnten sich die Japaner aber an den Europäern orientieren. So gibt es für den Cube drei Pakete (zwischen 500 und 700 Euro), die aufeinander aufbauen. Wer also ein Navigationssystem will (gibt es nur im dritten Paket), muss auch das erste (Alufelgen) und das zweite (Klimaautomatik) Paket dazu bestellen. Diese Logik hat aber auch mit den geplanten Stückzahlen zu tun. Nissan rechnet für das Jahr 2010 in Österreich mit nur rund 250 verkauften Exemplaren.


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Nissan bringt den Cube nach Österreich

Der Innenraum ist gemütlich und strotzt vor netten Details. Benziner und Diesel
In Europa steht der Cube nur in zwei Motorenmodellen zur Verfügung, ein 1,6-Benziner mit 110 PS (5-Gang, wahlweise mit CVT-Automatik) und ein gleichstarker 1,5 dCi-Diesel (6-Gang), die den Fronttriebler durchaus zügig in Bewegung setzen. Der Benziner gibt sich mit 6,6 Litern, der Diesel mit 5,2 Litern zufrieden. Fahrerisch gesehen zeigt sich der Cube im positiven Sinne unauffällig. Entgegen seinem Aussehen lässt er sich agil lenken, leichte Erschütterung steckt das Fahrwerk gut weg. (wet)

Technische Daten
Motorisierung: 1,6-l-Benziner oder 1,5-l-dCi-Diesel, jeweils 110 PS
Abmessungen: 3.980 x 1.695 x 1.670 mm (Länge x Breite x Höhe)
Verbrauch: Benziner: 6,6l/100km; Diesel: 5,2l/100km
P
reis: Benziner: ab 19.277 € (Auto­matik 20.755 €), Diesel: ab 21.370 €