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Vorab-Check: Kia Venga

Los geht´s mit dem Kia Venga

Venga bedeutet auf deutsch soviel wie "los!" oder "vorwärts!". Und der neue Minivan von Kia wird seinem Namen durchaus gerecht.

Im Vergleich mit bereits etwas angegrauten Minivans (Opel Meriva, Renault Modus, Nissan Note) wirkt der neue Venga ziemlich erfrischend. Hier merkt man sofort, dass das Auto für Europa und in Europa entwickelt wurde. Die Proportionen stimmen, das Gesicht blickt freundlich in die Welt und auch am Heckdesign gibt es nichts auszusetzen.

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Platzangebot/Innenraum
Im Innenraum setzt sich der positive Eindruck weiter fort. Die Instrumente und der Armaturenträger sind ansehnlich gezeichnet, gut verarbeitet und die Bedienung gibt keine Rätsel auf. Auf den gut konturierten Vordersitzen dürften selbst längere Etappen keinerlei Probleme hervorrufen. Hinten haben zwei Erwachsene ebenfalls ausreichend Platz, hier überzeugt vor allem die großzügig bemessene Kopffreiheit. Wegen der relativ geringen Innenbreite sollte man den Fond jedoch höchstens drei Kindern zumuten. Für seine relativ kompakten Abmessungen (liegt genau zwischen Polo und Golf, L/B/H: 4,07/1,76/1,60 Meter) fällt auch das Kofferraumvolumen (440 - 1253 Liter) erfreulich groß aus. Zudem lassen sich die Rücklehnen blitzschnell umlegen, und geben dank doppeltem Ladeboden eine Ebene Ladefläche frei.

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Fahren
Als Fahrer genießt man die etwas erhöhte Sitzposition und den gut in der Hand liegenden Schalthebel. Alle Motoren werden in Österreich ausschließlich mit Start-Stopp-System ausgeliefert, wodurch sich vor allem im Stop and Go-Verkehr viel Treibstoff einsparen lässt. Die beiden stärkeren Diesel (90 und 115 PS)  verfügen über ein gut abgestuftes Sechsgang-Getriebe, der schwächste Diesel und die Benziner sind mit einer Fünfgang-Schaltung ausgestattet. Überraschend war, dass der 90 PS Diesel im Vergleich mit seinem gleichstarken Benziner-Pendant ruhiger wirkte. Zwar ist der Selbstzünder stets präsent, wirkt aber in keiner Weise aufdringlich. Im Benziner geht es jedenfalls deutlich lauter zu. Automatikliebhaber bekommen ihr Wunschgetriebe in Kombination mit dem stärkeren Benziner.

Ab Jänner kann der Venga bei den heimischen Kia-Händlern begutachtet werden. Der Einstiegspreis liegt bei relativ selbstbewussten 15.990 Euro. Dafür bekommt man aber auch ein ansehnliches, gut ausgestattetes Auto inklusive 7 Jahres (!)-Garantie.


Technische Daten
Benziner:
1,4 l CVVT mit 90 PS, 0-100 in 12,8 Sek., 5,9 Liter/100km
1,6 l CVVT mit 125 PS, 0-100 in 10,9 Sek., 6,2 Liter/100km


Ab April schickt dann Opel den neuen Meriva ins Rennen. Dieser kommt mit gegenläufig öffnenden hineren Türen (Selbstmördertüren) und soll den dadurch den Einstieg in den Fond erleichtern.

Diesel:
1,4 l CRDi mit 75 PS, 0-100 in 17,4 Sek., 4,5 Liter/100km
1,4 l CRDi mit 90 PS, 0-100 in 16,1 Sek., 4,5 Liter/100km
1,4 l CRDi mit 125 PS, 0-100 in 11,1 Sek., 4,5 Liter/100km