So fährt sich der neue Golf Sportsvan

Golf Plus minus Fadesse

So fährt sich der neue Golf Sportsvan

Volkswagens neuester Streich überzeugt mit einem souveränen Auftritt.

Was für eine Metamorphose: Hat es dem Golf Plus, um es gelinde zu sagen, ein wenig an Raffinement gemangelt, zeigt sich der Nachfolger namens Sportsvan in einem ganz anderen Licht. Nicht nur, dass die neue XL-Version des Wolfsburger Dauerbrenners seinen Vorgänger visuell schwer deklassiert. Selbst dem aktuellen "normalen" Golf steht der Sportsvan punkto visueller Dynamik um fast nichts nach. Wie berichtet, hat VW vor kurzem die Preise des jüngsten Golf-Ablegers verraten . In den heimischen Handel kommt er am 13. Juni. Wir konnten den Newcomer nun bereits fahren.

Diashow: Fotos vom VW Golf Sportsvan

Fotos vom VW Golf Sportsvan

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    Verantwortlich für die gelungene Optik ist neben einer etwas auffrisierten Front auch eine zugeschärfte seitliche Charakterlinie, die sich durch beide Türgriffe zieht.  Zum schnittigeren Gestus tragen auch der auf 2,68 Meter verlängerte Radstand und die daraus resultierenden verkürzten Überhänge bei. Den Sportsvan kann man sich sogar gut als GTI-Version vorstellen.

    Praktiker
    Auch bezüglich der Praktikabilität hat der Sportsvan zugelegt: Der Kofferraum ist um 76 auf 500 Liter gewachsen und die Rücksitzbank lässt sich serienmäßig um 18 Zentimeter verschieben. In vorderster Position arretiert passen dann 590 Liter ins Gepäckabteil. Legt man die Lehnen flach ergibt sich ein ebener Laderaum, der bis zu 1.520 Liter fasst. Da steht auch einem größeren Einkauf im Möbelhaus nichts mehr im Weg. Für die maximal fünf Passgiere steht ebenfalls ausreichend Raum zur Verfügung. Im Cockpit fühlen sich VW-Fahrer sofort wohl. Die verbauten Materialien sind hochwertig, die Verarbeitung penibel und der in der Mittelkonsole weit oben angesiedelte Monitor liegt perfekt im Blickfeld.

    Fahreindruck
    Gewohnt souverän gibt sich der Sportsvan, der mit seiner Länge von 4,33 Metern genau die Lücke zwischen Fünftürer und Kombi ( Variant ) passt. Das Fahrwerk ist auf Komfort getrimmt. Wer es gerne sportlicher wünscht, kann das adaptive Dämpfersystem DCC ordern, das drei unterschiedliche Fahrmodi bereit stellt. Im Sportmodus kommt sogar so etwas wie Fahrspaß auf. Weitere neue Ausstattungshighlights sind ein Totwinkel- und ein Ausparkassistent. Darüber hinaus sind auch alle anderen Assistenzsysteme aus dem normalen Golf zu haben. Ein großer Pluspunkt des Sportsvan ist seine hervorragende Übersicht. Die großen Glasflächen und schmalen Blechsäulen sorgen im Zusammenspiel mit der hohen Sitzposition (plus 6 cm im Vergleich zum normalen Golf) für einen hervorragenden Ausblick. Da kann man sich sogar die Einparkhilfe oder Rückfahrkamera sparen.

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    Antriebe und Kosten
    Die Motorenpalette umfasst zum Marktstart zwei Benziner (1,2 und 1,4 TSI) in drei Leistungsstufen (85, 110, 125 PS) und zwei Diesel. Der 1,6 TDI leistet 110 und der 2-Liter-Selbstzünder 150 PS. Für fast alle Aggregate ist das gelungen Doppelkupplungsgetriebe zu haben.  Einen Allradantrieb gibt es (vorerst) aber nicht. Die Preise starten bei selbstbewussten 21.000 Euro. Das sind rund 3.000 Euro mehr als beim Standard-Golf und um rund 1.500 mehr als beim Variant. Trotzdem wird der Sportsvan seine Anhänger finden. Denn er vereint die bewährten Golf-Tugenden mit noch mehr Raum und Flexibilität – und das, bei äußerst kompakten Abmessungen. Zum Vergleich: Ein normaler Mazda3 oder ein Opel Astra sind um rund 10 Zentimeter länger.  (set/zac)

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    Technische Daten
    Motoren: 2 Diesel, 2 Benziner mit 85,110,125 und 150 PS
    Normverbrauch: 3,9 (1.6 TDI) bis 5,5 l (1.4 TSI)
    Abmessungen: 4,33/1,80/1,58 m (L/B/H)
    Kofferraum: 500 bis 1.520 Liter
    Preis: ab 21.000  bis 35.150 Euro