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Winterreifentest 2010/2011

Die Top- und Flop- Winterreifen der Saison

Der Starttermin für die Winterreifenplficht rückt immer näher. Zeit zum Reifenwechsel.

Eine perfekte Orientierungshilfe für die Wahl des richtigen Reifens bietet der alljährliche Winterreifentest, der von den europäischen Autofahrerclubs durchgeführt wird. Österreich ist hierbei schon seit Jahren durch den ÖAMTC vertreten.

Großangelegter Test
28 Reifen in zwei Dimensionen kamen heuer in die Wertung: In der Dimension 185/65 R15 T wurden 13 Modelle sowie zusätzlich zwei Ganzjahresreifen auf ihre Fahreigenschaften getestet, in der Dimension 225/45 R17 H wurden 13 Reifen geprüft. Der Großteil der Produkte befindet sich im guten Mittelfeld, sechs Reifen wurden mit "sehr empfehlenswert" beurteilt, drei Modelle aus China fielen durch.

Alle Ergebnisse auf einen Blick

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Dimension 185/65 R15 T

In der Dimension 185/65 R15 T holte sich der Dunlop SP Winter Sport 3D MO den Spitzenplatz. "Sehr gut auf Schnee, bester bei Nässe und gut auf trockener Fahrbahn", lautete das Urteil. Ähnliches gilt für den Goodyear UltraGrip 7+ und den Esa-Tecar Super Grip 7. "Ein Winterreifen muss nicht nur auf Eis und Schnee halten. Schwächen auf nasser Fahrbahn führen zu längeren Bremswegen", warnte ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel. Durchgefallen ist der chinesische Billigreifen Star Performer Winter mit gravierenden Mängeln auf nasser und trockener Fahrbahn.


Dimension 225/45 R17 H

In der größeren Dimension 225/45 R17 H erhielten drei Reifen ein "Sehr empfehlenswert": der brandneue Michelin Alpin A4, der Continental ContiWinterContact TS830P und der Dunlop SP Winter Sport 3D. Dazu bekommen noch sieben Pneus ein "Empfehlenswert". Wie der kleine Bruder ist der Yokohama W.drive V902A nur "bedingt empfehlenswert", diesmal durch schlechte Noten auf Schnee. Durchgefallen durch katastrophale Mängel auf nasser Fahrbahn sind der Interstate Winter IWT-2 und der Westlake SW 601 Snowmaster, beide aus China.

Nur Serienreifen - namhafte Produkte fehlen im Test 
Viele bekannte Namen fehlen im heurigen Test. "Das hat einen einfachen Grund. Bei den Reifentests kommen nur die Produkte in die Endwertung, von denen Serienlieferungen überprüft werden können. Das sind jene Reifen, die auch der Kunde im Geschäft erwerben kann. Vorserienreifen, mit denen oft andere Tests durchgeführt und deren Ergebnisse publiziert werden, können sich nämlich von der Serienproduktion unterscheiden", erklärt Eppel. So konnten z. B. Bridgestone, Michelin, Pirelli und Hankook in der vorgegebenen Zeit keine Serienreifen liefern. Einen Rückzieher hat Vredestein gemacht. Ein geplantes Neuprodukt bei Winter-Breitreifen kommt heuer noch nicht.

Auch an Platz für Schneeketten denken

Die Wahl zwischen breiteren oder schmäleren Reifen ist in den Fahrzeug-Genehmigungsdokumenten (Typenschein) festgelegt. "Wer wählen kann, sollte neben den Kosten auch einige fahrtechnische Argumente beachten", rät der Eppel. So bieten breitere Reifen auf hartem Schnee, trockener Fahrbahn und oft auch bei Nässe Vorteile, schmälere Reifen sind auf frisch gefallenem Schnee oder Schneematsch besser. "Killerkriterium Nummer Eins für breite Reifen ist die Schneekette. Wenn bei zu groß dimensionierten Reifen keine Kette mehr angelegt werden kann, muss man das Auto bei Kettenpflicht stehen lassen. Daher muss man bei der Wahl der Reifendimension immer auf die Angaben in der Betriebsanleitung achten", gibt der Reifeneexperte zu bedenken.

 

Weitere Informationen zum Test und zu den Reifen finden Sie hier.

Hier kommen Sie zum Winterreifentest 2009

Hier kommen Sie zum Sommerreifentest 2010