Erste Hyperloop-Strecke ist in Betrieb

Auto als "Rohrpost"

Erste Hyperloop-Strecke ist in Betrieb

Mit einer Woche Verspätung (ursprünglich wurde der Start für 10. Dezember anekündigt) hat eine Firma des Tesla- und SpaceX-Gründers Elon Musk am Dienstag (Ortszeit) bei Los Angeles einen Testtunnel für den sogenannten Hyperloop eingeweiht. Die Technologie sieht vor, dass Autos samt Passagieren wie in einer Rohrpost von Stadt zu Stadt rasen. Laut Musk soll dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h erreicht werden. Langfristiges Ziel seien Geschwindigkeiten von mehr als 480 Stundenkilometern.

>>>Nachlesen:  Erste Hyperloop-Strecke ist fertig

Test mit Tesla-SUV

Der 1,8 Kilometer lange und 3,65 Meter breite Testtunnel in Hawthorne südlich von Los Angeles wurde von Musks Firma The Boring Company für rund zehn Mio. Dollar (8,8 Mio. Euro) gebaut. Hyperloop ist eines der vielen High-Tech-Projekte von Musk. Beim Test befand sich ein umgebautes Model X auf der Trasse - der Tesla-Chef veröffentlichte via Twitter ein Foto. Später sollen auch andere Fahrzeuge mit einer Art Fahrstuhl zum Tunnel herabgesenkt werden. Bei der kostenlosen Testfahrt für Journalisten und andere Interessierte durch den Tunnel wurden 65 Stundenkilometer erreicht. Musk hatte im Mai angekündigt, dass mit der neuen Technologie das Stadtzentrum von Los Angeles vom internationalen Flughafen aus in weniger als zehn Minuten erreicht werden könne. Unterstützer des Projekts halten eine Verkürzung der Reisezeit von Los Angeles nach San Francisco von fünf bis sechs Stunden auf 30 Minuten für möglich. 

hyperloop-musk-tesla-960st.jpg © Elon Musk (Twitter) Tesla Model X am 18. Dezember im Testtunnel.

Anderes System mit über 1.200 km/h

Theoretisch denkbar sind auch Geschwindigkeiten jenseits der Schallgrenze. Dabei handelt es sich jedoch um ein anderes Hyperloop-System. Dieses sieht vor, dass elektrisch angetriebene Kapseln - eine Art High-Tech-Zug -, in denen die Passagiere sitzen, mit bis zu 1.220 km/h durch eine Röhre mit niedrigem Luftdruck sausen. Die Kapseln des Hyperloop gleiten reibungsarm auf Luftpolstern, die durch einen Kompressor mit vor den Kapseln abgesaugter Luft erzeugt werden, durch eine Fahrröhre. Die Vorwärtsbewegung erfolgt mittels Magnetschwebetechnik. Die Energiezufuhr erfolgt über Solarpaneele auf der Fahrröhre. Derzeit werden bereits mehrere dieser oberirdischen Röhrensysteme gebaut. Hier geben vor allem die Vereinten Arabischen Emirate ordentlich Gas. In den Scheich-Staaten wird gerade eine rund 150 Kilometer lange Strecke zwischen Dubai und Abu Dhabi realisiert. Der Trip zwischen den beiden Tourismus-Städten damit in 12 Minuten absolviert werden. 

>>>Nachlesen:  Hyperloop-Test: Musk "versenkt" einen Tesla

>>>Nachlesen:  Hier wird die erste Hyperloop gebaut

>>>Nachlesen:  Tesla-Chef darf ersten Hyperloop bauen

>>>Nachlesen:  Teslas Elektro-SUV Model X im großen Test

Diashow Tesla Model X 100D im Test

Model X im Test

Während die Front des Teslas von den meisten neugierigen Elektroauto-Interessenten während des Tests als gelungen eingestuft wurde,...

tModel X im Test

...schieden sich am Heckdesign die Geister. Dieses wurde von vielen als etwas pummelig eingestuft. Doch spätestens wenn sich...

Model X im Test

...die hinteren Flügeltüren ("Falcon Doors") in spektakulärer Art und Weise öffnen, mutiert das Hinterteil zur Nebensache. Es werden Smartphones gezückt, Fragen gestellt und Wiederholungen des Prozederes gefordert.

Model X im Test

Das Interieur mit hellem Leder und penibler Verarbeitung hat einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Selbst bei den aufwendigen Doppelnähten waren keinerlei Fehler zu finden. Hier ist Tesla mittlerweile auf dem Niveau von deutschen Premiumanbietern angekommen. Die Bedienung...

Model X im Test

...erfolgt fast ausschließlich über den 17 Zoll großen Touchscreen. Während sich das bei vielen Herstellern als mühsam erweist, hat es Tesla geschafft, die Menüs selbsterklärend und intuitiv zu gestalten. Dabei profitieren die Amis natürlich auch von der schieren Größe des Displays. Neben dem hervorragenden Navigationssystem sammelte das Model X auch mit dem kostenlosen Spotify-Zugang Pluspunkte.

Model X im Test

Das Kombiinstrument ist ebenfalls als Display ausgeführt. Hier werden alle fahrrelevanten Infos angezeigt. Die Restreichweitenanzeige der Batterie erwies sich dabei als äußerst präzise. Die...

Model X im Test

...Flügeltüren sind nicht nur Show. Sie erleichtern auch den Zugang in den Fond. Bei unserem Testmodell war die 6-sitzige Lounge-Ausführung verbaut. Tesla bietet das Model X auch als 5- oder 7-Sitzer an. Auf den...

Model X im Test

vorderen Sitzen fühlen sich Fahrer und Beifahrer gut aufgehoben. Sie sind langstreckentauglich und verfügen über einen weiten Verstellbereich.

Model X im Test

Selbst wenn alle Sitze aufgestellt sind, bleibt noch Platz für etwas Gepäck. Die hintersten Sitze verschwinden übrigens voll elektrisch im Boden. Im...

Model X im Test

...Fach unter dem Kofferraumboden finden die Ladekabel Platz. Der Anschluss...

Model X im Test

...befindet sich links hinten. Er wird über das Touch-Display geöffnet. Außer man lädt das Auto an einem Tesla Supercharger auf. Dann ploppt die Klappe automatisch auf, sobald man sich mit dem Ladekabel nähert.

1 / 11

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten