Google bringt Android in Millionen Autos

Navi, Sprachassistent & Co

Google bringt Android in Millionen Autos

Google ist nicht nur mit seiner Schwester-Firma Waymo, die bei der Technik für autonome Fahrzeuge weltweit führend ist, im Autobereich aktiv, sondern ist auch mit seinem Betriebssystem Android Auto dick im Geschäft. Und Letzteres wird künftig in Millionen von Autos eine noch wichtigere Rolle spielen.

Mega-Deal

Der amerikanische IT-Riese hat nämlich einen neuen Mega-Deal abgeschlossen. In Zukunft wird Google alle Modelle von RenaultNissan und Mitsubishi mit intelligenten Infotainment-Systemen auf Android-Basis ausrüsten. Damit landet das Betriebssystem auf einen Schlag in Millionen Autos. Geplant seien außerdem Online-Updates für die Fahrzeug-Software und Cloud-basierte Fahrzeug-Diagnostik. Das ist sogar völlig neu. Denn bisher wird meist nur das sogenannte "Mirroring" angeboten, bei dem Kunden die Oberfläche ihrer Android-Handys oder iPhones (Apple CarPlay) auf dem Bildschirm des Touchscreens im Armaturenbrett spiegeln und von dort aus bedienen können.

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Auch Fahrzeugfunktionen steuerbar

Zu den Infotainment-Funktionen und Diensten in Fahrzeugen der Allianzpartner gehören neben der Navigation auf Basis von Google Maps auch Automotive Apps aus dem Google Play Store sowie die intelligente Sprachsteuerung per Google Assistant aller Anwendungen. Darüber hinaus sollen sich über den intelligenten Sprachassistenten auch grundlegende Fahrzeugfunktionen verwalten und steuern lassen. Jede Marke habe dabei die Möglichkeit, ihre individuelle Schnittstelle zu gestalten und diese um Zusatzfunktionen zu ergänzen, heißt es in einer Aussendung. Zudem werde die neue Plattform auch mit anderen Betriebssystemen wie Apple iOS kompatibel sein.

Vorteile für beide Seiten

Renault-Nissan-Mitsubishi ist laut eigenen Angaben die weltweit größte Automobilallianz. Die neue Kooperation mit Google wurde gleich über mehrere Jahre vereinbart. Die ersten Modelle aus dieser Zusammenarbeit würden 2021 auf den Markt kommen. Google hat mit dem Deal nun einen Fuß in der Tür und erhöht damit den Druck auf Apple oder Zubehörspezialisten wie TomTom. Renault, Nissan und Mitsubishi können sich durch die Kooperation einen immensen Entwicklungsaufwand sparen. Hersteller wie BMW ("Hey BMW"), PSA (gemeinsam mit Soundhound)  oder Mercedes (MBUX mit "Hey Mercedes") vertrauen hingegen auf eigenständige Sprachassistenten mit künstlicher Intelligenz.

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