Immer mehr Probleme beim E-Tanken

Tarifdschungel & Co.

Immer mehr Probleme beim E-Tanken

So wird das wohl nichts, mit der - von vielen heimischen Politikern gewünschten - schnellen Verbreitung von Elektroautos. Denn laut der Arbeiterkammer (AK) nehmen Probleme beim "Tanken" von E-Fahrzeugen derzeit zu. "Einem Kunden wurde ein Preis verrechnet, der etwa das Sechsfache über der Angabe an der Ladesäule war", führte AK-Energieexperte Michael Soder in einer Aussendung exemplarisch an. Der ÖAMTC bekräftigte indes seinen Ruf nach einem Aus für den Tarifdschungel bei E-Tankstellen.

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Appell an Politik

Die Verbraucher-Anfrage häufen sich rund ums E-Tanken jedenfalls, so die AK, die vor kurzem eine Analyse der Preise vorgelegt hat. Diese zeigt, dass die Kosten fürs E-Tanken intransparent sind und es enorme Preisunterschiede gibt. "Die uns vorliegenden Fälle von verunsicherten E-Autofahrern machen klar, dass es höchst an der Zeit ist, dass die Politik hier tätig werden muss", fordert Soder.

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EU-Vorgaben würden helfen

Unter vielen anderen Punkten müsse die geltende Rechtslage an die EU-rechtlichen Vorgaben angeglichen werden. Der Gesetzgeber gehe davon aus, dass die bestehende Rechtslage im Preisauszeichnungsgesetz und im Dienstleistungsgesetz für die Umsetzung genügt. Dies ist laut AK jedoch nicht der Fall. Weder das Preisauszeichnungsgesetz noch das Dienstleistungsgesetz enthalte Vorschriften, die auf eine einfache und eindeutige Vergleichbarkeit der Preise abstellten. Um den wie in den EU-Recht geforderten Vorgaben zu entsprechen, sollte es deshalb Änderungen in den dafür entsprechenden Gesetzen geben.

Zudem gehöre die Preisvergleichbarkeit durch Vertrags-, Verrechnungs- und Preistransparenz gestärkt. Auch ein Preismonitoring müsse etabliert werden, so die AK.

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Autofahrerclub sieht es ähnlich

Auch dem ÖAMTC zufolge sind die Preise "nach wie vor nicht eindeutig vergleichbar". Besonders problematisch sei, dass die Tarife an vielen E-Ladestationen zeitabhängig sind - man zahle, solange das Auto angesteckt ist. "Die tatsächlich abgegebene Strommenge spielt dabei keine Rolle", kritisiert Martin Grasslober vom Autofahrerclub.

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