Letzte Chance für Auto-Schnäppchen

Ab 1. September teurer

Letzte Chance für Auto-Schnäppchen

Wie berichtet, wird mit 1. September die Messmethode zur Feststellung des Pkw-Spritverbrauchs (WLTP statt NEFZ) realitätsnaher, wodurch bei manchen Modellen die Normverbrauchsabgabe (NoVA) höher ausfallen wird. Je nach Modell können die Preise zwischen einigen Hundert und 4.000 Euro steigen, rechnete der ÖAMTC unlängst vor. Die Händler vermelden deswegen bereits im Vorfeld einen verstärkten Andrang der Käufer, und erwarten daher etwas weniger Geschäft in der zweiten Jahreshälfte. Die Fahrzeuge, die noch nicht für die ab 1. September geltende neue Abgasnorm (Euro 6c) zertifiziert sind, müssen noch verkauft bzw. angemeldet werden. Deshalb gibt es derzeit bei fast allen Marken noch extrem hohe Nachlässe. Schnäppchenjäger, denen die neue Zertifizierung egal ist, haben also noch rund eine Woche Zeit, um einen Neuwagen mit hohem Rabatt zu ergattern.
 
 

Keine Faustregel

Österreichs größter Autoimporteur, Porsche Austria (VW, Audi, Seat, Skoda, Porsche, etc.), vermerkte zuletzt eindeutig ein gestiegenes Interesse der Kunden an Vorziehkäufen. Die Branche erwarte eines der besten Jahre in ihrer Geschichte, so Sprecher Richard Mieling. Wobei es dem VW-Konzern gelungen sei, noch einmal seinen Marktanteil auszubauen. Welche Modelle oder Marken von der NoVA-Erhöhung besonders betroffen sind, lässt sich laut Experten nicht sagen. Die Faustregel, dass es umso teurer wird, je stärker motorisiert das Fahrzeug ist, gilt jedenfalls nicht, wurde auf APA-Anfrage versichert. Mieling geht davon aus, dass die Preissteigerungen im VW-Konzern bei ein bis zwei Prozent liegen werden.
 
 

WLTP-Umstellung kann auch für Verzögerungen sorgen

Bei einigen Modellen könne es durch den Mangel an Prüfständen auch Verzögerungen bei der Auslieferung geben, wurde von einigen Herstellern bereits in den letzten Wochen gewarnt. Viele stellen ihre Modelle gleich auf die noch strengere Abgasnorm Euro 6d-Temp um, die erst ab 1. September 2019 verpflichtend wird. Hintergrund für den erwarteten Anstieg bei der Normverbrauchsabgabe ist der neue Abgastest WLTP, der ab 1. September 2018 für alle neuzugelassenen Pkw in der EU gilt. Der WLTP-Zyklus löst den alten Fahrzyklus NEFZ ab und soll realitätsnähere Verbrauchsangaben liefern.
 
 

Mehrkosten von bis zu 4.000 Euro

Bei einer NoVA-Erhöhung von bis zu drei Prozentpunkten für ein rund 30.000 Euro teures neues Auto können künftig schon einmal 900 Euro an zusätzlicher Normverbrauchsabgabe fällig werden, hieß es seitens der Automobilimporteure. Beim ÖAMTC gibt es auch anderslautende Rückmeldungen: "In einem Fall ist eine NoVA-Erhöhung von sieben Prozentpunkten belegt - das hätte beim Kauf des Fahrzeuges Mehrkosten von rund 4.000 Euro entsprochen", heißt es in der Aussendung.

 
 
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