Mercedes und Opel starten Diesel-Rückruf

In Österreich

Mercedes und Opel starten Diesel-Rückruf

Wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen müssen mehrere Modelle beider Marken in die Werkstatt.

Ein gutes Jahr nach dem "Diesel-Gipfel" mit der deutschen Bundesregierung beginnt  Mercedes  mit dem  angekündigten Software-Updates  für seine Autos in Österreich. Darüber hinaus ist jetzt auch  Opel  wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung amtlich verpflichtet, mehrere Diesel-Modelle zurückzurufen. Das deutsche Kraftfahrtbundesamt in Flensburg veröffentlichte am Freitag den bereits  zu Wochenbeginn angekündigten amtlichen Rückruf  auf seiner Homepage.

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Bei Opel weltweit 96.000 Fahrzeuge

Bei Opel sind weltweit 96.000 Fahrzeuge der Typen Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016 betroffen. Auch in Österreich wurden solche Fahrzeuge verkauft - wie viele genau, steht noch nicht fest. Vielen Besitzern von den in Deutschland verkauften Fahrzeugen belibt der aktuelle Rückruf erspart. Denn von den insgesamt rund 32.000 Autos wurden bereits 23.000 freiwillig einem Software-Update unterzogen. Deshalb müssen unter dem Strich in Deutschland nur rund 9.000 in die Werkstätten.

18.000 Mercedes-Fahrzeuge in Österreich

Bei Mercedes wurden am Freitag keine Zahlen genannt, im Sommer war von rund 18.000 Fahrzeugen hierzulande die Rede. Nach Angaben des deutschen Verkehrsministeriums geht es neben dem Kleintransporter Vito, bei dem das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schon vorher eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, nun insbesondere um ein Modell der  C-Klasse  sowie um eine Variante des Mittelklasse-SUVs GLC. Die Daimler-Tochter teilte am Freitag auf Anfrage mit, dass sie "gewährleistet, dass das Software-Update keinen relevanten Einfluss auf die zertifizierten Werte zum Kraftstoffverbrauch und zu CO2-Emissionen und auch nicht auf die Motorleistung, das Drehmoment, die Geräuschemissionen und die Dauerhaltbarkeit der Fahrzeuge hat".

>>>Nachlesen:  Mercedes-Rückruf: Bei uns 18.000 Autos betroffen

Experte skeptisch

Oliver Jaindl, Geschäftsführer der Dieselskandal-Sammelklagen-Aktion "dieselklage.at", ist da nicht ganz so zuversichtlich: "Wir haben bereits im Fall VW Kunden befragt und sind bei unserer Umfrage mit mehr als 500 Teilnehmern zum Ergebnis gelangt, dass zwei Drittel der VW-Fahrzeuge nach dem Update Schäden aufweisen. Da nun auch bei Mercedes-Benz Fahrzeuge zurückgerufen werden, schauen wir uns an, ob nun auch bei diesem Autobauer Schäden nach der Nachrüstung auftreten werden."
 
Jaindl weist aber auf einen entscheidenden Unterschied hin: "Anders als Volkswagen kündigt allerdings Mercedes sogleich an, für derlei Schäden eintreten zu wollen."

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