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ÖAMTC-Test

Navigationsgeräte und Handy-Navis im Test

Bei der Navi-Software für Handys gibt es noch gravierende Schwachpunkte, die getesteten "richtigen" Navigationsgeräte konnten hingegen überzeugen.

Mobiltelefone sind längst nicht mehr nur zum Telefonieren da - sie sind inzwischen neben Fernseher, Fotoapparat und Radio immer öfter Navigationsgerät. Der ÖAMTC hat Navi-Software für Handys getestet. Abgesehen davon, dass es für technische Laien oft sehr kompliziert ist, diese zu bedienen, kann bei manchen Produkten auch die Handyrechnung - besonders im Ausland - empfindlich hoch ausfallen. Generell sind die Wegweiser am Handy den mobilen Navigationsgeräten noch weit unterlegen, so das Testergebnis. Der Club hat außerdem fünf neue mobile Navi-Geräte geprüft. Das Ergebnis war durchwegs positiv.

Navis konnten überzeugen
Der Hauptzweck eines Navigationsgeräts, die Routenplanung, funktioniert bei allen Neuerscheinungen unter den mobilen Geräten (Merian Scout P, Navigon 7310, Garmin Nüvi 765 T, TomTom Go 940 Live, Blaupunkt Traveller 500) gut. "Jedes der getesteten Geräte erfüllt seinen Zweck", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Ausschlaggebend für die Entscheidung beim Kauf wird wohl eher die Sympathie für Extras, wie eingebaute Videokamera, Kurvenwarner oder Fernsehempfang, sein.

Einfach in der Handhabung sind Garmin, TomTom und Blaupunkt. Besonders schnell und zuverlässig beim Aufbau zum Satellitenkontakt ist das Navigon, auch Blaupunkt und Garmin halten mit. Verzögerungen gibt es manchmal bei TomTom. Die Sprachanweisung kommt bei Merian, Navigon und TomTom klar und rechtzeitig, hieß es beim Club. Garmin hatte teilweise aber Schwächen bei der Grammatik. Ein Minus gab es für Garmin und TomTom für gelegentliche Programmabstürze im Test.

Handy-Software schwer zu vergleichen
Schwer vergleichbar waren die sieben Software-Angebote für Handys, da die einzelnen Produkte viele spezifische Funktionen aufweisen, so der ÖAMTC. Wer mit dem Mobiltelefon navigieren will, darf keine Berührungsängste mit Software-Installationen und manchmal längeren Telefonaten mit Anbieter-Hotlines haben, sagte Kerbl. Ein weiteres Minus sind die Kosten: Viele Funktionen benötigen einen Internetzugang und das kann ins Geld gehen.

Auf dem Prüfstand: Garmin XT Mobile mit Sony Ericsson XPERIA X1 (Windows Mobile 6.1), Sygic McGuider mit HTC Touch HD (Windows Mobile 6.1), Route 66 mit Samsung SHG i900 Omnia (Windows Mobile 6.1), NavGear mit Simvalley PX 65 (Windows Mobile 6.1), Nokia Map 2.0 mit Nokia 6210 Navigator (Symbian 60, 3th-Edition), Navigon MN7 mit Nokia N96 (Symbian 60, 3th-Edition) und TomTom Navigator 7 mit O2 XDA (Windows mobile 6.1).

Beim TomTom Navigator 7 fiel auf, dass die Dauer zum ersten Satellitenkontakt recht lang dauert und die Schrift am Display klein ist. NavGear hat eine schnelle Software, der TMC-Empfang funktioniert aber nur mit einem zusätzlichen über Bluetooth gekoppelten Empfänger. Bei McGuider gibt es keine Verkehrsnachrichten, außerdem hat sich das Programm im Test mehrmals aufgehängt. Garmin XT braucht lange bis zum ersten Satellitenkontakt, als "seltsam" wurde die Routenwahl bezeichnet. Route 66 hat eine teilweise irreführende Bedienungsanleitung, Mobile Navigator 7 ist kompliziert zu installieren und Nokia Maps 2.0 wird teuer bei Abruf von Verkehrs-und Wettermeldungen.
(APA)

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