Range Extender sei ein Muss für E-Autos

Motorensymposium 2

Range Extender sei ein Muss für E-Autos

Nur in Kombination mit einem Verbrennungsmotor haben Elektroautos eine Chance.

Das reine E-Fahrzeug eignet sich im Alltag nach Ansicht der Universitätsprofessoren Dr. Christian Beidl, TU Darmstadt, und Dr. Günter Hohenberg, IVD Graz, nur für begrenzte Anwendungen. "Der Kunde ist grundsätzlich mit höheren Kosten und potenziell geringerem Nutzwert konfrontiert", zogen die Wissenschaftler Freitag Vormittag in einem gemeinsamen Vortrag vor dem Internationalen Wiener Motorensymposium ein Fazit zum Thema Elektrofahrzeug. Naheliegend sei es deshalb, den Weg zur E-Mobilität über eine verbrennungsmotorische Unterstützung, den so genannten Range Extender , zu erleichtern: "Die Kombination von E-Motor und Verbrennungsmotor ist als 'Enabler' der E-Mobilität zumindest heute sinnvoll."

Marktentwicklung
Nach Prognosen wird der Markt für Fahrzeuge mit elektrischer Reichweite und verbrennungsmotorischer Unterstützung im Jahr 2020 drei- bis viermal so groß sein wie der für rein batterieelektrische Fahrzeuge. Aufgrund des größeren Marktpotenzials und des für den Nutzer problemloseren Betriebs ist durch Fahrzeuge mit Range Extender (Opel Ampera ) mit einer deutlich höheren Zahl elektrischer Fahrten bzw. Elektrokilometer zu rechnen. Prof. Beidl: "Wenn ein Fahrzeug eine elektrische Reichweite von 50 Kilometer hat, werden 70 Prozent der Fahrten elektrisch durchgeführt. Kunden können ohne Reichweitenangst die Vorteile des elektrischen Fahrens gezielt nutzen."

Kunde entscheidet über Erfolg
Den Erfolg der Elektromobilität wird nach Meinung von Prof. Beidl letztlich der Kunde bestimmen. "Ein wesentlicher Erfolgsfaktor kann also darin bestehen, dass man die Kunden mit Range-Extender-Lösungen in ihrer bisherigen Erfahrungswelt abholt", regte der Wissenschaftler an und forderte von den Politikern verlässliche und technisch sinnvolle Rahmenbedingungen.

Motorensymposium
An dem vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz veranstalteten 32. Internationalen Wiener Motorensymposium in der Wiener Hofburg nehmen 1000 Motorenexperten aus aller Welt teil. Es handelt sich um den weltweit größten derartigen Kongress, in mehr als 40 Vorträgen geben die Experten einen Überblick über den Stand der Technik und diskutieren Zukunftsszenarien der Mobilität.
 

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