Ruf nach Hardware-Nachrüstung für heimische Dieselautos

Ohne Kosten für Fahrer

Ruf nach Hardware-Nachrüstung für heimische Dieselautos

Nach monatelangem Streit zeichnet sich in Deutschland nun eine baldige Lösung für leidgeplagte Dieselfahrer ab. Das bringt die Debatte nun auch in Österreich in Schwung: Sollte es Entschädigungen für Dieselautokunden in Deutschland geben, müsse das auch in Österreich kommen, forderte die Arbeiterkammer (AK) am Mittwoch, fünf Tage vor entscheidenden Polit-Beschlüssen zu dem Thema in Berlin. Die österreichische Regierung müsse sich dafür einsetzen, dass auch heimische Dieselfahrer nicht auf den Folgekosten manipulierter Abgaswerte sitzen bleiben, so AK-Direktor Christoph Klein.

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Merkel für kostenlose Hardware-Nachrüstung

In Deutschland mache jetzt Kanzlerin Angela Merkel Druck, damit die Autohersteller die Kosten übernehmen, so Klein in einer Aussendung. In Deutschland seien derzeit drei Optionen einer Entschädigung für Dieselbesitzer im Gespräch: ein Rückkauf der Wagen, eine Nachrüstung mit SCR-Katalysatoren oder ein Umtausch auf Wagen mit weniger Schadstoffausstoß - die Einzelheiten sollen am Montag in Berlin präsentiert werden. "Für jede Option muss die Autoindustrie zahlen", so die AK - und österreichische Autokunden dürften nicht schlechter gestellt werden.

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"Nachrüstungen besser als Fahrverbote"

"Nachrüstungen wären jedenfalls besser als Fahrverbote, weil diese einer kalten Enteignung gleichkommen", meinte dazu am Mittwoch der Autofahrerclub ÖAMTC. Allerdings seien Fahrverbote in Österreich "nirgendwo ein Thema", da keine EU-Vertragsverletzungsverfahren wegen schlechter Luftqualität im Raum stünden. Wie ein gemeinsamer Test von ÖAMTC und ADAC im Mai 2017 gezeigt habe, sei der nachträgliche Einbau eines Selective Catalytic Reduction Systems (SCR-Filter) samt AdBlue-Einspritzung "eine sehr wirksame Lösung zur Reduktion von Stickoxiden. Bei minimalem Mehrverbrauch habe der nachträgliche SCR-Einbau eine 90-prozentige NOx-Verringerung gebracht.

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