So viel kostet der Strom für ein E-Auto

Bei 15.000 km pro Jahr

So viel kostet der Strom für ein E-Auto

Egal wie man dazu stehen mag, den Elektroautos wird die Zukunft gehören. Mittlerweile haben sich neben den Politikern vieler Länder auch zahlreiche Autobauer dieser Antriebsform verschrieben. Nach und nach kommen auch immer mehr reine E-Autos auf den Markt. Und auch die heimischen Autofahrer kommen immer mehr auf den Geschmack. Österreich hatte im Jahr 2018 den zweithöchsten Anteil an Elektroautos in der EU. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist der Verkaufsanteil zwar noch sehr gering, dennoch geht es stetig bergauf. Laut einer Umfrage von Innofact wäre bereits für jeden zehnten Österreicher beim Neukauf ein Elektroauto die erste Wahl. Für potenzielle Käufer ist es dabei natürlich besonders interessant, wie hoch die Stromrechnung für derartige Fahrzeuge ausfällt.

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Stromtarif gibt Ausschlag

Trotz des permanent wachsenden Angebots von Ladestationen werden Elektroautos häufig zu Hause geladen. Die Kosten dafür hängen jedoch auch von der Wahl des Stromtarifs ab. Wie viel sich eine Familie beim Wechsel des Stromanbieters sparen kann, zeigt das Energievergleichsportal compera.at. Laut der aktuellen Analyse liegen die jährlichen Stromkosten für eine 4-köpfige Familie bei durchschnittlich 15.000 gefahrenen Kilometern und einem sparsamen Elektroauto bei 495 Euro. Wenn sich die Familie ein Zweitauto leistet, dann liegen die Kosten bei 990 Euro. Die Stromkosten für ein E-Auto hängen nicht nur vom Modell ab, sondern auch vom Stromtarif, für den man sich entscheidet. „Bei einem Wechsel des Stromanbieters sind Einsparungen von über 400 Euro möglich“, erläutert compera.at-Geschäftsführer Marc Schuler. Die Rechnung wurde anhand eines BMW i3 erstellt, der bei einer Fahrleistung von 15.000 km rund 2.550 kWh pro Jahr verbraucht. 

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Ersparnis gegenüber Benziner

Bei der Anschaffung des vergleichsweise teureren E-Mobils stellt sich auch die Frage nach dem Vergleich mit dem herkömmlichen Benziner. Die Kosten des klassischen Verbrennungsmotors liegen bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern, einem Benzinpreis von 1,25 Euro und einem Verbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer bei rund 1.500 Euro. Dem Elektromobil-Besitzer bleiben damit 1.000 Euro mehr in der Tasche. Selbst bei einem Benzinverbrauch von sechs Litern auf 100 km lässt sich noch sparen. Darüber hinaus fallen bei Elektroautos geringere Steuern und Wartungs- bzw. Ersatzteilkosten (kein Ölwechsel, kein Auspuff etc.) an. So entfällt beim Kauf eines E-Autos die NoVA und man spart sich die motorbezogene jährliche Versicherungssteuer. Für Unternehmer sind darüber hinaus E-Autos mit einem Anschaffungspreis von bis zu 40.000 Euro zur Gänze vorsteuerabzugsberechtigt. „Das Elektromobil ist damit nicht nur eine umweltschonende, sondern auch eine langfristig günstige Alternative. Es zahlt sich in barer Münze aus, wenn man die große Auswahl der Stromanbieter ausnutzt und alle Angebote vergleicht“, ergänzt Schuler. 
 

Förderpaket

Auch die heimische Regierung hat sich die E-Mobilität groß an die Fahnen geheftet. Deshalb startete am 1. März 2019 die neue Förderaktion des Verkehrs- und des Umweltministeriums, bei der die Anschaffung von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen in den Jahren 2019 und 2020 mit insgesamt 65,5 Mio. Euro gefördert wird. Pkw mit reinem Elektroantrieb werden mit 3.000 Euro gefördert.
 
 

Euphoriebremse

Bei aller Euphorie darf man aber nicht vergessen, dass Elektroautos auch Probleme mit sich bringen. Wer keine eigene Garage hat, kann sein Elektroauto kaum an der heimischen Steckdose aufladen. Bei der Installation von Wallboxen in Mehrparteienhäusern müssen alle anderen Bewohner zustimmen. Im ländlichen Raum fehlt es nach wie vor an einer flächendeckenden Infrastruktur. Die Reichweite wird zwar immer besser, dennoch hängt sie stark vom Fahrverhalten und den Wetterbedingungen ab. Wer jeden Tag mehrere Hundert Kilometer abspulen muss und dabei unter Zeitdruck steht (Außendienstler), wird mit aktuellen Elektroautos kaum glücklich. Darüber hinaus hängt die Umweltbilanz nicht nur von der Stromgewinnung, sondern auch vom Ressourcenaufwand ab. Die Frage nach dem Recyceln der Batterien ist noch immer nicht geklärt, die benötigten Rohstoffe werden teils unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut und die Produktion der großen Akkus verursacht einen hohen CO2-Ausstoß. Auch diese unschönen Dinge muss man in Bezug auf die Elektromobilität berücksichtigen.
 
 

Externer Link

www.compera.at

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