Toyota baut seine Roboterautos mit Uber

Japaner investiren 500 Mio.

Toyota baut seine Roboterautos mit Uber

Toyota setzt in der Entwicklung des autonomen Fahrens auf eine erweiterte Partnerschaft mit Uber. Der japanische Autobauer will 500 Millionen US-Dollar (430 Mio. Euro) in den US-Fahrdienstvermittler  investieren, wie Toyota am Dienstag in Tokio mitteilte. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits in anderen Bereichen zusammen. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" über den neuen Deal berichtet. Uber wird laut der Zeitung insgesamt mit 72 Mrd. Dollar bewertet.

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Waymo, Mercedes und GM sind schon weiter

Mit dem Einstieg bei Uber suchen die Japaner den Anschluss an die Konkurrenz. Aktuell liegen im Rennen um die neue Technologie noch der US-Autokonzern General Motors, die Alphabet-Tochter Waymo sowie die deutsche Allianz von Mercedes und Bosch vorn. Auch weitere deutsche, amerikanische und asiatische Autobauer sowie Zulieferer arbeiten unter Hochdruck an eigenen Systemen, unter anderem in Kooperationen mit Technologieriesen wie Intel und Roboterwagen-Start-ups wie Aurora. Toyota hatte bisher das Ziel ausgegeben, eigene autonom fahrende Autos bis zum Jahr 2020 auf die Straße zu bringen.

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Umgebaute Minivans

Als Teil des Abkommens werden Toyota-Minivans des Modells Sienna mit Roboterwagen-Technologie von Uber und Fahrassistenztechnik der Japaner ausgestattet. Die Fahrzeuge sollen ab 2021 in einem Pilotprojekt beim Fahrdienst-Vermittler zum Einsatz kommen. Uber hatte zuletzt mehrfach signalisiert, man wolle die Plattform auch für Roboterwagen anderer Anbieter öffnen. Der vor allem in den USA aktive Konkurrent Lyft fährt ebenfalls einen solchen Kurs.

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Uber ist auf das Geld angewiesen

Auch Uber kann die Schützenhilfe durch Toyota gut gebrauchen: Nach einem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden SUV des Fahrdienstvermittlers im März im US-Bundesstaat Arizona hatte der US-Konzern die Entwicklungskosten in seiner verlustreichen Roboterauto-Sparte verringert. Laut einem vorläufigen Untersuchungsbericht von Unfallermittlern der Verkehrsbehörde NTSB kam es zu der Kollision, weil die Software des Uber-Autos die Frau schlecht erkennen konnte und bei den Fahrzeugen keine automatische Notbremsung vorgesehen war.

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Chef verspricht lehren aus Unfall zu ziehen

Uber-Chef Dara Khosrowshahi versicherte mehrfach, man werde aus dem Unglück lernen und arbeite daran, die Fahrzeuge sicher auf die Straße zurückzubringen. US-Medienberichten zufolge erwog Uber aber auch eine Einstellung des Programms. Es verschlang dem "Wall Street Journal" zufolge allein im vergangenen Jahr 750 Mio. Dollar.

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