Bild: Saab

Verhandlungen erreichen Endphase

Saab will in Zukunft auf BMW-Motoren setzen

Die beiden Autobauer verhandeln derzeit über eine Kooperation. Am Mittwoch (29. September) soll alles unter Dach und Fach sein. Es könnte auch ein kleiner Saab 9-2 auf Mini-Basis kommen.

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen geht der Autobauer BMW eine weitere Partnerschaft ein: Die Münchner verhandeln mit der schwedischen Traditionsmarke Saab über die Lieferung von Teilen (wir berichteten), wie beide Seiten am Montag bestätigten. Details wollte weder BMW noch die niederländische Saab-Mutter Spyker nennen.
 
Branchenkreisen zufolge ist geplant, dass BMW künftig Motoren für Saab liefert. Die Schweden haben für Mittwoch zu einer Pressekonferenz in Stockholm eingeladen, bei der die Einzelheiten präsentiert werden sollen.
 

Kleiner Saab mit Mini-Technik?

Über eine Partnerschaft der beiden Autohersteller war seit Monaten spekuliert worden. Im Juni wurde gemutmaßt, BMW könnte, wie berichtet, auch Motoren und Getriebe für die neue Variante des Saab 9-2 liefern, einem Kleinwagen auf der Plattform des populären Mini aus dem Hause des Münchner Konzerns, und Dieselmotoren für den neuen Saab-Geländewagen 9-4X.
 

Kooperation mit PSA

BMW hatte sich im Zuge einer strategischen Neuausrichtung 2007 entschlossen, Kooperationen einzugehen und auch eigene Motoren an Dritte zu liefern. Beides galt im Unternehmen zuvor als verpönt. Vorstandschef Norbert Reithofer setzte allerdings auf neue Wege, um Kosten zu sparen, zusätzliche Einnahmen zu generieren und so die Eigenständigkeit des - im Vergleich zu anderen Autobauern - kleinen Premiumherstellers zu sichern. Eine Motorenpartnerschaft mit PSA Peugeot Citroen aus Frankreich, Europas zweitgrößtem Pkw-Konzern, wird derzeit ausgeweitet. Mit dem US-Spezialhersteller Carbon Motors schlossen die Münchner einen Vertrag über die Lieferung von 240.000 Dieselmotoren für Polizeiautos. Die Einkaufskooperation mit dem Stuttgarter Oberklasse-Rivalen Daimler wird ausgeweitet.
 

Spyker als Retter

Saab war Anfang des Jahres von der niederländischen Luxusautoschmiede Spyker vor dem Aus bewahrt worden. Die Niederländer kauften den schwedischen Traditionshersteller für 400 Millionen Dollar (298 Mio. Euro) vom gebeutelten US-Konzern General Motors. Sie wollen den Absatz der Marke Saab bis 2012 auf 85.000 Fahrzeuge verdoppeln. Durch den Zukauf geriet Spyker aber selbst in finanzielle Bedrängnis.

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