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Aktuelle Studie zeigt

Auto bleibt liebstes "Spielzeug" der Österreicher

Zwei Drittel der Autobesitzer nutzen den Pkw nahezu täglich, nur jeder Zehnte kann sich grundsätzlich vorstellen, auf das Auto zu verzichten. Hohe Treibstoffpreise bremsen die Nutzung jedoch etwas ein.

Zu diesen und weiteren interessanten Ergebnissen ist nun eine repräsentative Studie von der Generali gekommen, bei der 1.000 Autobesitzer befragt wurden. So ist beispielsweise bereits jeder fünfte heimische Pkw-Fahrer wegen der hohen Spritpreise weniger mit dem Auto unterwegs. Auffallend dabei: Fuhren 2008 noch 58 Prozent fast täglich, waren es im Vorjahr bereits 64 Prozent. Weiters sind vor zwei Jahren 49 Prozent der Autobesitzer aufgrund der hohen Zapfsäulenpreise weniger gefahren, im Vorjahr waren es 21 Prozent.  



Regionale Unterschiede

Wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt (siehe Grafik). Während in Oberösterreich 58 Prozent fast täglich fahren, sind es in Salzburg und Niederösterreich 71 Prozent. In Wien sind es 52 Prozent, die trotz hoher Öffi-Dichte nicht aufs Auto verzichten können. Nur 15 Prozent der Wiener Autobesitzer können sich vorstellen, ihr Auto abzugeben. "Es sieht so aus, als haben sich die Österreicher mittlerweile an das höhere Niveau der Treibstoffpreise und an die anhaltende Wirtschaftskrise gewöhnt", so die Einschätzung von Sergius Kahr, Leiter der Abteilung Motor und Rechtsschutz bei der Generali-Versicherung am Dienstag.
 

Die Spartricks der Österreicher

Am ehesten achten Österreichs Autofahrer punkto Energiesparen auf rechtzeitiges Schalten (99 Prozent), gefolgt von vorausschauendem Fahrverhalten mit genügend Abstand zum Vordermann (98 Prozent), richtigen Reifendruck (93 Prozent), Vermeidung von unnötigen Leerlaufzeiten etwa nach dem Motorstart (93 Prozent) und dem Kombinieren mehrerer Fahrten (88 Prozent). Weniger geachtet wird darauf, bei Stehzeiten von rund 20 Sekunden den Motor abzustellen (83 Prozent) oder mit Zusatzverbrauchern wie Klimaanlage und Heizung sparsam umzugehen (79 Prozent). Schlusslicht stellt das Bilden von Fahrgemeinschaften mit 31 Prozent dar.
 

Kaufabsichten
Erstmals wurden im Rahmen der Generali-Autostudie auch Details zum geplanten Autokauf abgefragt. So plant aktuell jeder fünfte Österreicher, sich in nächster Zeit ein Auto anzuschaffen. Dabei greifen die Österreicher tendenziell etwas häufiger zum Neuwagen (50 Prozent). 42 Prozent bevorzugen einen Gebrauchtwagen, der jedoch nicht älter als fünf Jahre sein soll. 85 Prozent der Befragten wollen ihr Auto zudem mit Eigenkapital finanzieren. Für 40 Prozent der Österreicher soll das neue Auto im Vergleich zum bisherigen günstiger hinsichtlich Spritverbrauch und Erhaltungskosten werden.
 

Zusatzkosten für alternative Antriebe werden nicht akzeptiert

Die Bereitschaft für alternativ angetriebene Fahrzeuge höhere Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen, hält sich in Grenzen. 16 Prozent wären dazu in jedem Fall bereit, 36 Prozent sprechen sich für einen tendenzielle Bereitschaft aus, während gut 40 Prozent keinesfalls Mehrkosten für Alternativ-Antriebe in Kauf nehmen würden. Wesentlich stärker sind die österreichischen Autofahrer an der Entwicklung weiterer Sicherheitssysteme im Automobilbereich interessiert. Zwei Drittel sprechen sich beispielsweise für Systeme zur Müdigkeitserkennung, Radarsensoren zur Überwachung des "toten Winkels" und Kontrollmöglichkeiten des Alkoholpegels aus.