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Autohandel fährt auf der Stelle

In Österreich stagnieren die Neuwagenverkäufe

Im Juli gingen die heimischen Autoverkäufe um 11,1 Prozent zurück. Im Jahresvergleich bleibt jedoch noch ein kleiner Zuwachs. Der VW-Konzern dominiert eindeutig.

Schwere Zeiten für die heimischen Autoverkäufer: Im Juli (siehe Tabelle unten) musste der heimische Autohandel erneut einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Mit einem Minus von 11,1 Prozent bei den Neuzulassungen blieb man bereits den vierten Monat in Folge unter den Werten des jeweiligen Vorjahreszeitraumes. Allerdings war das Autojahr 2009 durch die sogenannte „Ökoprämie“ trotz Krise das immerhin zweiterfolgreichste der Geschichte.

Polster ist verbraucht

Jetzt drohen die Verkaufszahlen aber, hinter das Jahr 2009 zurückzufallen. Hatte es von Jänner bis einschließlich März noch jeweils ein Plus zum Vorjahr gegeben, so haben die darauffolgenden Verlustmonate nun laut den von der Statistik Austria veröffentlichten, vorläufigen Julizahlen den Polster fast aufgefressen.

Die Tageszulassungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Von den insgesamt 169.675 Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2010 betrug ihr Anteil 5,7 % gegenüber 3,5
% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Nach Marktsegmenten betrachtet, ortet der Obmann des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich, Burkhard Ernst, auch trotz dieser Wettbewerbsverzerrung einen anhaltenden Trend zu Kleinwagen. Kompakte SUVs würden ebenfalls gut nachgefragt, größere aber weiter nur mit Zurückhaltung. Und während es im Premiummarkt der Luxuslimousinen wieder bergauf ginge, stehen potenzielle Käufer von Mittelklassemodellen weiter auf der Bremse.

VW doniniert deutlich

Im Ranking der beliebtesten Marken hat sich auf den ersten vier Plätzen gegenüber Juni nichts verändert. VW führt vor Opel, Ford und Renault (siehe Tabelle). Dahinter konnten sich aber Audi und BMW vor Škoda schieben.
Seat kehrte wieder in die Top Ten zurück (siehe Tabelle):

Marke Stück Markt-Anteil
Volkswagen 4.389 15,1 %
Opel 2.371 8,2 %
Ford 2.127 7,3 %
Renault 1.926 6,6 %
Audi 1.669 5,7 %
BMW 1.563 5,4 %
Skoda 1.552 5,3 %
Fiat 1.444 5,0 %
Seat 1.401 4,8 %
Hyundai 1.286 4,4 %

(plf)