Bild: Toyota

Bericht entlastet Autoriesen

Toyota-Pannen: Die meisten Fahrer waren selbst schuld

Ein aktueller Bericht entlastet nun den (angeschlagenen) japanischen Autoriesen. Bei den meisten Unfällen hatten die Fahrer selbst Schuld und technische Defekte waren die Ausnahme.

Erste Untersuchungsergebnisse zur Pannenserie bei Toyota fallen für den japanischen Autohersteller durchwegs positiv aus. Demnach sind viele Fahrer in heiklen Situationen aufs Gas statt auf die Bremse gestiegen, was zu zahlreichen Unfällen mit Toten führte. Technische Defekte waren die Ausnahme. Das berichtete das "WSJ" (Wall Street Journal) am Dienstag unter Berufung auf noch laufenden Studien. 

Bisher nur ein Fall mit technischem Defekt

Bisher hat die US-Behörde für Verkehrssicherheit nach Angaben der Zeitung nur einen einzigen Fall sicher ausmachen können, bei dem eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmte und zu einem Unfall führte. Im August vergangenen Jahres starben dabei in Kalifornien ein Polizist und drei seiner Verwandten. Der Fall erregte in den USA großes Aufsehen und brachte die Rückrufwelle bei Toyota ins Rollen.
 

Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung dutzender Datenrekorder in Toyota- und Lexus-Wagen. Allerdings hat die Verkehrssicherheitsbehörde ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sie nimmt insgesamt 75 schwere Unfällen unter die Lupe, bei denen 93 Menschen starben.
 


Riesiger Rückruf

Wegen des nationalen Aufschreis hatte Toyota weltweit mehr als 8 Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückgerufen. Das Unternehmen erlitt einen massiven Imageschaden, die Verkäufe brachen ein, der Schaden geht in die Milliarden. Toyota musste überdies eine Strafe in den USA zahlen, weil der Hersteller die Probleme nicht rechtzeitig gemeldet hatte. Doch mittlerweile haben die Kunden das Vertrauen zurückgewonnen und Toyota konnte bei den US-Verkäufen in den letzten Wochen ordentlich zulegen.

 
Zumindest in den anstehenden Gerichtsverhandlungen über Schadenersatz für die Unfallopfer und Hinterbliebenen dürften die Ergebnisse der Studie Toyotas Position stärken. Der Hersteller hält sich bei Schuldzuweisungen auffällig zurück und vermeidet es, Fahrer anzuschwärzen. Das Unternehmen befürchtet weiteren Imageschaden.

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