Billiger Sprit bremst Hybrid- und E-Autos

Deutsche Studie

Billiger Sprit bremst Hybrid- und E-Autos

Nur Bruchteil der verkauften Autos mit alternativen Antrieben unterwegs.

Die niedrigen Treibstoffpreise bremsen den ohnehin schwachen Absatz von Elektro- und Hybrid-Autos nach einer aktuellen Analyse aus Deutschland zusätzlich aus. "Billiges Benzin und Diesel treiben den Wunsch nach mehr PS und mehr SUV und lassen alternative Antriebe verkümmern", sagte Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bei der Vorlage der Kurzstudie Ende dieser Woche in Duisburg.

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SUVs statt Spritsparer
Eine Auswertung der Neuzulassungen zeige, dass Autokäufer in Deutschland Elektroautos und Hybride - also Fahrzeuge, die Verbrennungsmotor und Elektroantrieb kombinieren - links liegen ließen, während die Nachfrage nach sportlichen Geländewagen (SUVs) brumme wie nie. In Österreich sieht es derzeit ganz ähnlich aus. Während sich Autos mit alternativen Antrieben schwer tun, gehen SUV weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

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Geschäft sei deprimierend
Die deutschen Hersteller haben nach den Angaben 2014 im Inland zusammen 1,88 Millionen Autos abgesetzt - davon seien die 28 Modelle mit Hybrid, Plug-in Hybrid oder reinem Elektroantrieb zusammen nur 8.463 Mal verkauft worden. Fast die Hälfte davon sei zudem vom Hersteller oder Händler zugelassen worden, sagte Dudenhöffer: "Pro Modell haben die deutschen Autobauer im Jahr 2014 monatlich nur 14 Fahrzeuge an echte Endkunden - also ohne Eigenzulassungen - verkauft." Das zeige, wie deprimierend das Geschäft mit alternativen Antrieben für die Autobauer ist.

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