Apple war Vorbild für den BMW i3

Innovatives E-Auto

Apple war Vorbild für den BMW i3

Deutscher Autohersteller bringt in Kürze sein erstes Elektroauto an den Start.

BMW-Chef Norbert Reithofer hat den US-Computerkonzern Apple als ein Vorbild bei der firmeneigenen Entwicklung des Elektroautos genannt. "Die haben einen Markt erobert, weil sie eine bestehende Technologie ersetzt haben", sagte Reithofer der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Im Elektroauto i3 stecke "eine Menge Herzblut". Am Anfang sei es aber "eine rationale Entscheidung" gewesen, um auf Entwicklungen wie hohe Mautgebühren in Innenstädten und zunehmend strenge Grenzwerte beim CO2-Ausstoß zu reagieren.

Diashow: Fotos von der Serienversion des BMW i3

An dieses Design werden sich eingefleischte BMW-Fans wohl erst einmal gewöhnen müssen. Die Niere zeigt aber auf den ersten Blick, von welchem Hersteller der i3 ist.

Hinten sticht vor allem die dunkle Heckklappe ins Auge.

Mit einer Karosserielänge von 3. 999, einer Breite von 1.775 und einer Höhe von 1.578 Millimetern weist der i3 eigenständige Proportionen auf.

Die kurzen Überhänge lassen auf ein wendiges Fahrverhalten hoffen.

Großzügige Glasflächen lassen das Fahrzeug leicht erscheinen und bringen gemeinsam mit den sichtbaren Carbonstrukturen das niedrige Fahrzeuggewicht zum Ausdruck.

Zur Stromversorgung kann wahlweise eine herkömmliche Haushaltssteckdose, eine BMW i Wallbox oder eine öffentliche Ladestation genutzt werden.

Gegenläufig öffnende Türen und der Verzicht auf B-Säulen sowie auf den bei herkömmlichen Fahrzeugen üblichen Mitteltunnel bilden die Grundlage dafür, dass im Interieur des i3 ...

...ein in Relation zu den Außenmaßen ungewöhnlich hohes Maß an Bewegungsfreiheit erzielt wird.

Linienführung und Flächengestaltung im Bereich des Cockpits und der Türverkleidungen unterstützen ebenfalls den Eindruck von Leichtigkeit und Moderne.

Sowohl das Instrumentenkombi als auch das 6,5 bzw. 8,8 Zoll große Control Display des Bediensystems iDrive sind als freistehende Displays ausgeführt.

Speziell für BMW i entwickelte Fahrerassistenzsysteme und Mobilitätsdienste von BMW ConnectedDrive sollen eine emissionsfreie Mobilität alltagstauglich machen.

Gangwahl- und Start-/Stopp-Schalter sind auf einem gemeinsamen, aus der Lenksäule ragenden Bedienelement angeordnet.

Die meisten Funktionen werden über den iDrive-Schalter zwischen den Vordersitzen bedient.

Die Materialauswahl mit einem Mix aus natürlich bearbeitetem Leder, Holz, Wolle und weiteren nachwachsenden und recycleten Rohstoffen bringt den Aspekt der Nachhaltigkeit zum Ausdruck.

Verkaufsstart im November
Wie berichtet, verkauft BMW sein erstes Elektroauto i3 (Eckdaten: 170 PS, rund 4 Meter lang, Carbonkarosserie, 150 km Reichweite, auf Wunsch mit Range Extender) hierzulande ab November. Offizielle Publikumspremiere feiert es auf der IAA 2013 in Frankfurt (12. bis 22. September). Reithofer sagte, BMW habe den i3 in New York, in Peking und in London präsentiert - "das zeigt auch, auf welche Märkte wir insbesondere setzen: China und die USA". Vor allem in den USA würden Elektroautos gefördert, um die Technologie zu unterstützen. In Europa gebe es dagegen keine einheitliche Förderpolitik der Mitgliedstaaten, kritisierte der BMW-Chef. Die Widerstände gegen Elektroautos auch intern bei BMW seien "schon beträchtlich" gewesen, räumte Reithofer ein. Nun baue das Unternehmen Elektroautos, "die immer noch BMWs sind". Das hätten viele erst einmal verdauen müssen.

>>>Nachlesen: Alle Infos (Preise, technische Daten, etc.) vom neuen i3

Mangelnde Anreize bei schärferen CO2-Regeln
In der Diskussion um schärfere CO2-Regeln der EU für Autos vermisst der BMW-Chef mangelnde Anreize für strombetriebene Autos und andere schadstoffarme Wagen. "Brüssel erlaubt nach derzeitigem Stand keine ausreichenden Mehrfachanrechnungen von innovativen Elektroautos für die CO2-Bilanz." Das sei "nicht das richtige Signal, um einer neuen Technologie in Europa zum Durchbruch zu verhelfen."

Spekulationen, BMW baue den i3, um bei Autos mit einem höheren Kraftstoffverbrauch weitermachen zu können wie bisher, wies Reithofer zurück. "Das ist falsch. Kein anderer europäischer Hersteller hat den Verbrauch und die CO2-Emissionen seiner Flotte stärker und schneller gesenkt als wir."

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Forderungen irreal?
Mit Blick auf Vorschläge des Umweltausschusses des europäischen Parlamentes zu CO2-Grenzwerten für 2025 sprach der BMW-Chef von mangelndem Realismus. "Grenzwerte von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer - was einem Verbrauch von rund drei Liter pro 100 Kilometer entspricht - sind ohne jede technische Analyse der Machbarkeit aus der Hüfte geschossen", sagte Reithofer. "Wer so etwas fordert, will nur noch kleine Einheitsautos haben." Die Bedeutung der CO2-Regulierung auf die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Autoherstellern werde teils unterschätzt. "Die Automobilindustrie ist das Rückgrat der Wirtschaft in Deutschland und Europa", erklärte Reithofer.

Weitere Neuheiten
Neben dem i3 feiern auf dem BMW-Messestand der IAA u.a. auch noch der brandneue X5 , die Hybrid-Studie X5 eDrive , der neue 4er , das Concept M4 Coupé und die Serienversion des i8 ihre Premiere.

Concept M4 Coupé

Diashow: Fotos vom Concept M4 Coupé

Zu den typischen M-Merkmalen an der Front zählen die modifizierte Schürze mit großen Lufteinlässen und CFK-Frontsplitter, die markante Doppelniere,...

...auffällige Doppelrundscheinwerfer in LED-Technologie sowie die Motorhaube mit dem bewährten Powerdome.

In der Seitenansicht stechen die großen Räder, weit ausgestellte Radhäuser und Seitenschweller ins Auge.

Auffälligstes Detail in der Seite ist die neu gestaltete M Kieme, hinter dem vorderen Radhaus.

Von hinten wirkt das M4 Coupé extrem breit. Die vergrößerte Abrisskante dient als integrierter Spoiler. Highlight der Heckpartie sind aber die M-typischen Doppelendrohre.

Das extrem leichte CFK-Dach sorgt für einen niedrigeren Schwerpunkt und soll somit zu einem extrem sportlichen Handling beitragen.

Neuer X5 (2013)

Diashow: Fotos vom neuen BMW X5 (2013)

Optisch wirkt der neue X5 etwas frischer. Vorne gibt es eine dreidimensionale Niere, schmalere Scheinwerfer, die auf Wunsch erstmals auch mit Voll-LED-Technik zu haben sind,...

...und eine Schürze mit einem breiten und zwei kleinen Lufteinlässen.

Seitlich sorgen die ausgestellten Radhäuser und die ansteigende Fensterlinie für eine gehörige Portion Dynamik.

Hinten fallen die neuen LED-Rückleuchten in der typischen L-Form, sowie die weit nach unten reichende Heckklappe auf.

Das Cockpit wirkt nun deutlich moderner. Wie im 6er und im 3er gibt es nun auch im X5 ein großes,...

...freistehendes Display im Flat-TV-Look. Die Instrumente sind klar gezeichnet, die Bedienung über das serienmäßige iDrive sollte keinerlei Rätsel aufgeben.

Für die Fond-Passagiere gibt es auf Wunsch ein umfangreiches Multimedia-Angebot.

i8 Concept Spyder

Diashow: Fotos vom BMW i8 Concept Spyder

Wie das Coupé sieht auch der i8 Concept Spyder futuristisch und gleichzeitig extrem sportlich aus. An die...

...neue Front muss man sich zwar erst gewöhnen, allzu lange wird die Überzeugungsphase aber nicht dauern.

Die zahlreichen Sicken, Spoiler und Flügel verhelfen dem offenen Zweisitzer zu einer nahezu perfekten Aerodynamik. Dazu tragen auch die weit nach unten reichenden Radhäuser bei.

Prägnanteste Merkmale sind jedoch seine Flügeltüren sowie...

...die transparente Glasabdeckung des Heckbereichs.

Innen geht es futuristisch weiter. Die wichtigstten Infos werden auf zwei großen Dispalys eingeblendet.

Sie sind individuell programmierbar und versorgen den Fahrer mit den wichtigsten Informationen.Die Bedienung erfolgt über ein weiterentwickeltes iDrive.