BMW i3 greift bei Elektroautos voll an

"Signifikante Rolle"

BMW i3 greift bei Elektroautos voll an

Batteriebetriebener Kleinwagen kommt im Herbst auf den Markt.

Im Nischenmarkt für Elektroautos will BMW mit seinem batteriebetriebenen Kleinwagen i3 (4 Meter lang, 170 PS, Hinterradantrieb, rund 150 km Reichweite, Kohlefaserkarosserie) ab Herbst zu einem großen Anbieter aufsteigen. "Wir wollen eine signifikante Rolle spielen", sagte Vertriebschef Ian Robertson Anfang der Woche in Maisach bei München, wohin der Autokonzern zur Probefahrt auf der Teststrecke geladen hatte. Im vergangenen Jahr seien weltweit rund 150.000 Elektroautos verkauft worden.

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    Keine Prognosen über Verkaufszahlen
    Welchen Marktanteil BMW künftig haben könnte beziehungsweise wie viele i3 der Konzern pro Jahr verkaufen will, wollte der Manager nicht beziffern. Er bekräftigte aber, dass der Oberklasse-Hersteller trotz hoher Investitionen in die neue Submarke Geld mit dem knapp 40.000 Euro teuren elektrischen Kleinwagen verdienen werde. "Wir werden mit diesem Auto vom Marktstart an profitabel sein."

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    Der i3 feiert auf der IAA in Frankfurt (ab 12. September) seine Weltpremiere und kommt im November auf den Markt. Der Wagen, dessen Fahrgastzelle aus dem leichten, stabilen, aber sehr teuren Zukunftswerkstoff Carbon gefertigt ist, hat eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometer pro Batterieladung. Experten gehen für das nächste Jahr von einem Absatz von rund 25.000 Stück aus. Das ist bei einer Gesamtzahl von gut 1,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen wenig, für ein Elektrofahrzeug allerdings viel. Daimler verkauft von seinem Elektro-Smart mehrere tausend pro Jahr.

    Offizielles Video vom i3 Coupé Concept

    Zweitauto für Stadtbewohner
    BMW-Vorstand Robertson erläuterte, als Kunden habe man anfänglich vor allem Käufer von Zweitautos in urbanen Regionen in Europa, den USA, Japan und China im Auge. Kalifornien werde sicherlich als Markt eine große Rolle spielen ebenso wie Städte mit Citymaut wie London. Die weitere Verbreitung erfolge Schritt für Schritt. Ob sich künftig eher Privatleute oder eher Flottenbetreiber für den i3 entschieden, lasse sich noch nicht sagen. Mit dem Durchbruch der Elektromobilität rechnete Robertson dann, wenn der Preis für ein Auto mit Stromaggregat nur noch rund zehn Prozent über dem eines Wagens mit Verbrennungsmotor liege. Dies werde in absehbarer Zeit sein. Die Batterietechnik werde sich in den nächsten fünf Jahren stärker weiterentwickeln als in den letzten 100 Jahren. Auch die Ladeinfrastruktur werde sich verbessern. Hier gebe es neue Ideen, sagte der Vertriebschef. Er verwies darauf, dass etwa in New York 40.000 bis 50.000 Telefonzellen herumstünden - ungenutzt, weil fast jeder ein Mobiltelefon habe, aber mit Stromversorgung ausgestattet. Diese Telefonzellen ließen sich vielleicht künftig als Stromtankstellen nutzen. "Wir stehen am Beginn dieses elektrischen Zeitalters."

    Weitere i-Modelle kommen
    Bei BMW sei der i3 der Vorläufer der Elektromobilität. Der Konzern habe sich die Markenrechte "von i1 bis i9" gesichert. Der Hybridsportwagen i8 soll im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen. Wann weitere Elektromodelle folgen, ließ Robertson offen: "Wir haben im Moment kein weiteres i-Produkt entwickelt." Die Entscheidung falle später.

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