BMW lässt Aluminium mit Wüstensonne schmelzen

Immense CO2-Einsparung

BMW lässt Aluminium mit Wüstensonne schmelzen

So sollen in den kommenden Jahren mehrere Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

BMW  will seinen "grünen Anstrich" auch abseits  elektrifizierter Modelle  vorantreiben. Der deutsche Autobauer kauft künftig für seine Motoren- und Karosseriebauteile Aluminium ein, das mit Sonnenstrom aus der arabischen Wüste geschmolzen wird. Das spare in den nächsten zehn Jahren 2,5 Millionen Tonnen CO2 und sei ein wichtiger Schritt, um die CO2-Emissionen im Lieferantennetzwerk bis dahin um 20 Prozent zu senken, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt in München.
 

Kooperation mit EGA

Der Konzern Emirates Global Aluminium (EGA) soll BMW allein dieses Jahr 43.000 Tonnen Aluminium für einen dreistelligen Millionenbetrag liefern. Als erstes Unternehmen der Welt setze EGA auch Solarstrom für die kommerzielle Produktion von Aluminium ein - zunächst nur für den Kunden BMW. Der Strom für die Aluschmelze komme aus einem Wüsten-Solarpark bei Dubai.
 
© BMW AG
BMW lässt Aluminium mit Wüstensonne schmelzen
× BMW lässt Aluminium mit Wüstensonne schmelzen
 

Wichtig für Elektroautos

Die Herstellung von Aluminium verbraucht sehr viel Energie, aber mit seinem geringen Gewicht soll es in  Elektroautos  das hohe Gewicht der Batterien teilweise ausgleichen. Das mit Solarenergie hergestellte Aluminium wird in der Leichtmetallgießerei von BMW in Landshut zu Karosserie- und Antriebskomponenten weiterverarbeitet und deckt dort fast die Hälfte des Jahresbedarfs ab.