BMW setzt voll auf Luxuskarossen

Offensive bei 8er und X7

BMW setzt voll auf Luxuskarossen

Münchner Autobauer will den Absatz seiner Flaggschiffmodelle verdoppeln.

Bevor Klimakrise und Elektro-Hype komplett Überhand nehmen, will  BMW  mit seinen großen und Leistungsstarken Modellen noch einmal ordentliche Kasse machen. Der Münchner Autobauer plant nächstes Jahr mehr als doppelt so viele Luxusautos zu verkaufen wie im vergangenen Jahr. Die Nachfrage in dieser Klasse steige weltweit, und BMW habe sein Angebot mit dem über fünf Meter langen  X7  und der neuen 8er-Baureihe - hier stehen gerade der neue, bis zu 625 PS starke  M8 (Coupé und Cabrio)  und das  8er Gran Coupé  vor dem Marktstart - stark ausgeweitet, sagte Finanzchef Nicolas Peter in München. Darüber hinaus hat der  7er heuer ein umfangreiches Facelift  erhalten Im vergangenen Jahr habe BMW gut 65.000 Luxusautos verkauft, im laufenden Jahr dürften es über 110.000 werden und nächstes Jahr 135.000 bis 140.000.

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BMW braucht das Geld für die E-Offensive

Die Ausweitung des Luxussegments mit seiner vergleichsweise hohen Gewinnmarge sei ein wichtiger Baustein, um die Rendite grundsätzlich weiter im Korridor von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes halten zu können. Denn "die Elektrifizierung gibt es nicht umsonst", sagte Peter: Die Investitionen seien hoch, "und wie verdienen weniger Geld mit einem X5 Hybrid als mit einem X5 Diesel". Die Personalkosten, die knapp die Hälfte der Gesamtkosten des Konzerns ausmachen, müssten ebenfalls gesenkt werden.

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Stellen sollen nicht abgebaut werden

Bis Ende 2020 werde es zwar keinen Stellenabbau geben. Aber der Personalaufbau im neuen Werk in Mexiko und im Batteriezentrum bei München müsse an anderer Stelle durch Personalabbau wieder ausgeglichen werden, sagte Peter. Nicht jede freie Stelle werde nachbesetzt, über die 40-Stunden-Verträge werde verhandelt, und BMW werde den Mitarbeitern auch nicht mehr doppelt so hohe Jahresprämien zahlen wie die Konkurrenz.

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Mini könnte der Brexit hart treffen

Mit Blick auf den möglichen harten Brexit zum 31. Oktober schließt BMW sein Mini-Werk in Oxford einige Tage vor- und nachher. Anschließend soll die Produktion rasch weiterlaufen, im November soll dort ja der erste vollelektrische Mini vom Band laufen. Ab November fällige Zölle würde BMW zum Teil an die Kunden weitergeben: "Die Modelle aus Oxford werden teurer werden. Der Plan liegt in der Schublade", sagte Peter. Auf Fragen zur Zukunft dieses Kleinwagens stellte er klar: "Mini ist ein strategischer Teil von BMW."

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