Bosch setzt verstärkt auf Elektromobilität

Weltgrößter Autozulieferer

Bosch setzt verstärkt auf Elektromobilität

Geschäft mit Komponenten für Elektroautos soll sich bis 2025 verfünffachen

Bosch  rechnet dank der Komponenten für Elektroantriebe nach dem Coronaknick im Vorjahr nun mit einem ordentlichen Wachstumsschub. Der Umsatz der Fahrzeugsparte des weltgrößten Autozulieferers soll dieses Jahr um zehn Prozent zulegen, wie Bosch-Chef  Volkmar Denner  auf der am Sonntag (12. September) zu Ende gehenden Automesse IAA Mobility in München sagte. "Die Elektromobilität wird für uns zum Kerngeschäft, die CO2-freie Mobilität zu einem Wachstumsfeld", so Denner.

Plus bei Elektroautos

Heuer will Bosch mit der Technik rund um Elektroautos über eine Milliarde Euro umsetzen - bis 2025 soll sich das Geschäft dann verfünffachen. "Wir richten uns darauf ein, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen global steigt", sagte der bei Bosch für die Autozulieferung zuständige Geschäftsführer Stefan Hartung. "In aller Welt werden 2035 voraussichtlich 60 Prozent aller Neuzulassungen Elektroautos sein", bestätigte der Manager frühere Erwartungen.

Komponenten für Verbrenner

Bosch setzt wie andere Zulieferer auch darauf, dass Teile für Verbrennungsmotoren noch länger gebraucht werden, weil die Umstellung auf Elektroantriebe nicht in allen Weltregionen gleich schnell verläuft. Viele Autobauer haben zumindest für Europa schon einen früheren Ausstieg aus dem Geschäft mit Benzinern und Dieseln in Aussicht gestellt. Bosch steckt allerdings bereits viel Geld in die E-Mobilität: Bisher investierte das Unternehmen zusammengenommen 5 Mrd. Euro, dieses Jahr kommen 700 Mio. Euro dazu. Die Autozulieferung ist der mit Abstand größte Geschäftsteil von Bosch.

Assistenzsysteme

Bosch erwartet auch bei Fahrassistenzsystemen Chancen, das Unternehmen sieht sich hier als Marktführer. Zudem wachse Bosch heuer mit mehr als 40 Prozent auch hier schneller als der Markt, sagte Denner. Die Ambitionen bei der Entwicklung von Robotaxis erhielten allerdings zuletzt einen Dämpfer, weil Kooperationspartner Daimler sich als Luxusanbieter nicht mehr in der ersten Reihe sieht, solche autonom fahrenden Fahrzeuge für den Massenmarkt zu entwickeln ( wir berichteten ).