Brandgefahr: Tausende E-Autos müssen mit Mindestabstand parken

Hiobsbotschaft für 142.000 Besitzer

Brandgefahr: Tausende E-Autos müssen mit Mindestabstand parken

Behörde und Hersteller erteilen einen Mindestabstand und Verbot für Parkgaragen, um andere Autos und Häuser vor Bränden zu schützen. 

Das  Debakel um die Feuergefahr beim Chevrolet Bolt EV  kommt General Motors ( GM ) nicht nur immens teuer, sondern wird auch für die Besitzer immer mehr zum Desaster. Da nicht alle Modelle des Elektroautos auf einmal zurückgerufen und mit neuen Batterien ausgestattet werden können, müssen sich alle jene, die ihren Bolt weiterhin benutzen wollen oder müssen, an gewisse Vorgaben halten.

Mindestabstand von 15 Metern

So warnt die US-Verkehrsbehörde NHTSA alle Besitzer davor, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen. GM sieht das offenbar ähnlich. So berichtet Bloomberg, dass der Hersteller einige Bolt-Halter angeschrieben habe, dass sie ihr Auto mindestens 50 Fuß (gut 15 Meter) von anderen Fahrzeugen entfernt parken sollten.

142.000 Fahrzeuge betroffen

Wie berichtet , muss GM rund 142.000 Bolt EV (Baujahr 2017 bis Sommer 2021) zurückrufen. Diese könnten aufgrund fehlerhafter Batterien in Flammen aufgehen. Laut dem Hersteller gab es bisher 10 solcher Brände, die NHTSA spricht von 13. Der Großteil der betroffenen Fahrzeuge wurde in den USA verkauft, der Rest in Kanada. In einigen europäischen Ländern kam das Fahrzeug als Opel  Ampera-e  in den Handel. Mittlerweile gehört Opel nicht mehr zu GM sondern zum Stellantis-Konzern, der aus der Fusion von FCA und PSA hervorgegangen ist.

Muss LG für den Schaden aufkommen?

General Motors versucht derzeit, die durch den Rückruf entstandenen Kosten in Milliardenhöhe an den Batteriezulieferer LG Chem abzuwälzen. Laut dem Autobauer liege die Ursache für die Brandgefahr in der Herstellung der Batterien in den LG-Werken in Michigan und Südkorea.